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Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten

Neue Richtlinien in Kraft

Zwei Auszubildende im Gespräch

Am 16. Juni 2010 sind die neuen Richtlinien für die Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten in Kraft getreten.

Nachdem das im Jahr 2008 gestartete Pilotprogramm eine hohe Akzeptanz bei den Jugendlichen ebenso wie bei Lehrern und Ausbildern gefunden hatte, wird die Pilotphase, die bis zum 31.12.2010 laufen sollte, nunmehr vorzeitig beendet und das Förderprogramm verstetigt.

Neu ist, dass neben der praktischen Erprobung in Berufsbildungsstätten nun auch eine Potenzialanalyse Bestandteil der Förderung ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für die Durchführung von Potenzialanalyse und praktischer Orientierung in den Werkstätten insgesamt 500 € Fördermittel pro Schüler/in zur Verfügung.

Das Berufsorientierungsprogramm passt sich somit nahtlos in die BMBF-Bildungsketten-Initiative ein und wird Bestandteil einer strukturierten Weiterentwicklung des Übergangssystems.

Das BIBB konnte inzwischen auf vier regionalen Veranstaltungen in Düsseldorf, Leipzig, Lübeck und Stuttgart über 500 interessierte Fachleute aus den Bildungseinrichtungen über die neuen Förderrichtlinien, die Vorgaben für die Potenzialanalyse und das Antragsverfahren informieren. Weitere Veranstaltungen sind in der Planung und werden in Kürze bekannt gegeben.

Das BIBB hat ein transparentes Förderverfahren eingeführt.
Einzelheiten über Fördervoraussetzungen und Antragsverfahren finden Sie über die Hotline 0228/107-1031 oder über eine Mail an das Team Berufsorientierung (siehe "Kontakt").

Dokumentation der Auftaktveranstaltung im Haus des Handwerks in Berlin im April 2010

Richtlinien für die Förderung der Berufsorientierung vom 1. Juni 2010

Antragsformulare und Hilfestellungen

FAQ

beroobi - Erlebe Berufe online! (ein Projekt von Schulen ans Netz e.V.)

Aktuelle Hinweise

Das BIBB führt  wegen der großen Nachfrage  vier weitere Regionalkonferenzen durch.

Folgende Inhalte der Veranstaltungen sind vorgesehen:

  • Vorstellung und Erläuterung der neuen Förderrichtlinie durch das BIBB
  • Präsentation und Erläuterung der Handreichung sowie der Qualitätsstandards der Potenzialanalyse
  • Berichte von erfolgreichen Maßnahmen der Berufsorientierung
  • Exemplarische Erarbeitung eines Förderantrages

Wir laden Sie herzlich ein, an unseren Veranstaltungen in Bremen, Magdeburg, Frankfurt
oder Nürnberg teilzunehmen, um kurzfristig auch für Ihre Einrichtung eine Entscheidung über
die Beteiligung am BO-Programm treffen zu können bzw. einen Antrag vorzubereiten.

In der Anlage erhalten Sie nähere Informationen und den Vordruck eines Anmeldeformulars.
Bitte senden Sie diesen umgehend an das BIT e.V. zurück. Sie erhalten anschließend eine
Bestätigung mit einer detaillierten Ablaufplanung.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung

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Berichte

Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten

Pilotprogramm 2008 bis 2010

Durch das Angebot einer frühzeitigen, praxisbezogenen und systematischen Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten soll Jugendlichen allgemein bildender Schulen, vorrangig der Schulformen, die den Hauptschulabschluss anbieten, der Übergang von der Schule in eine duale Berufsausbildung erleichtert und damit ein wirksamer Beitrag zur Verringerung der Zahl der Schulabgänger ohne Schulabschluss und/oder ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz geleistet werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung flankiert diesen Prozess, indem es die Bildungsstätten im Rahmen ihres öffentlichen Bildungsauftrags bei der Wahrnehmung der neuen Aufgabe einer berufsspezifischen Berufsorientierung unterstützt. Mit der Förderung soll modellhaft die Entwicklung geeigneter Maßnahmen und der Aufbau dauerhafter und langfristig von Bundesmitteln unabhängiger Strukturen ermöglicht werden, die eine nachhaltige Verbesserung des Übergangsmanagements gewährleisten. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, das auf drei Jahre begrenzt ist. Eine begleitende Evaluierung des Programms durch das Bundesinstitut für Berufsbildung soll die Auswirkungen auf die Motivation der Jugendlichen und den Übergang von der Schule in eine Ausbildung untersuchen.

Die Berufsorientierungsmaßnahmen sollen Jugendlichen die Gelegenheit geben, für zwei Wochen in einer Bildungsstätte praktische Erfahrungen in drei berufsspezifischen Werkstätten zu machen. Unter Anleitung eines Ausbilders erproben sie bei praktischer Arbeit Eignung und Neigung zu wahlweise drei Berufen. Die Berufsorientierung schließt mit einer Zertifizierung ab, die Schülern wie potenziellen Lehrherren als Entscheidungshilfe für die Berufswahl bzw. die Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis dienen soll.

Letzte Änderung: 09.07.2010


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Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
http://www.bibb.de

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