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16/ 2004
Bonn, 05.05.2004
BIBB-Fachtagung: Überbetriebliche Berufsbildungsstätten als Kompetenzzentren - Perspektive durch Wandel
- Gesprächsforum für Fachleute in Wissenschaft und Praxis -
Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS), die ihre Funktion als "verlängerte Werkbank der Ausbildungsbetriebe" auch künftig wahrnehmen wollen, müssen Schritt halten mit den Entwicklungen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung - und sich zu Kompetenzzentren weiterentwickeln! Das im Juli 2001 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlichte neue Konzept zur Förderung und Weiterentwicklung von ÜBS zu Kompetenzzentren und die auf dieser Grundlage vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) entwickelten neuen Fördergrundsätze machen deutlich, was erwartet wird: Neben ihrer Kernaufgabe, der Durchführung von überbetrieblicher Berufsausbildung sowie Fort- und Weiterbildung, sollen die ÜBS als Kompetenzzentren künftig kundenorientierte Bildungsdienstleister sein. Als Kompetenzzentren sollen sie u.a. besser die betrieblichen Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen aufgreifen, Innovationen fördern, problemlösende Qualifizierungsleistungen anbieten und diese praxis- und betriebsnah umsetzen. Grundlagen dazu sind: Modernste technische Ausstattung, umfassendes Fachwissen des Ausbildungspersonals und Bildungsangebote auf hohem fachlichem Niveau.
Wie lassen sich diese Anforderungen in der Praxis realisieren? Welche Schwierigkeiten müssen überwunden, welche Probleme müssen gelöst und welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, um den formulierten Ansprüchen zu genügen?
Auf der Fachtagung zum Thema
Überbetriebliche Berufsbildungsstätten als Kompetenzzentren
- Perspektive durch Wandel -
am 5./6. Mai 2004 in Oldenburg werden Berufsbildungsfachleute aus Wissenschaft und Praxis diese Fragen diskutieren.
Veranstalter der Tagung sind das BIBB, das die Bedingungen und Möglichkeiten des Wandels der ÜBS zu Kompetenzzentren sowohl im Rahmen eines Forschungsprojekts als auch über die Förderung und wissenschaftliche Begleitung von sieben Modellvorhaben untersucht und begleitet hat, sowie das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e.V. Oldenburg (bfe).
An zwei Tagen wird erörtert, was 100 Bildungszentren dem BIBB in einer schriftlichen Befragung als die gegenwärtig wichtigsten Fragestellungen benannt haben.
Diese von der Praxis ausgewählten Themen stehen auf der Tagung im Zentrum der sechs Workshops
- Wissensmanagement erfolgreich implementieren. Beispiele aus der Praxis
- Handlungsorientierte Ausbildung und Multimedia
- Schritte zu einem Marketingkonzept für ÜBS
- Früherkennung des Qualifikationsbedarfs als Aufgabe kundenorientierter Kompetenzzentren
- Vertragliche Aspekte von Kooperationen
- Neue Anforderungen an das Bildungspersonal und -management
Referenten aus der Praxis, die mit der konkreten Umsetzung dieser Handlungsfelder befasst waren bzw. sind, werden mit rd. 300 Tagungsteilnehmern/innen aus Wissenschaft und Praxis ihre Fallbeispiele diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten.
Die Frage "Elite-Bildung für den Mittelstand. Ein Geschäftsfeld von Kompetenzzentren?" wird Gegenstand einer Podiumsdiskussion zwischen dem Präsidenten des BIBB, Prof. Dr. Helmut Pütz, sowie Vertretern aus Handwerkskammern und Betrieben sein.
Weitere Informationen zur Tagung s. im Internet unter www.bibb.de/de/10992.htm.
Auskunft zum Thema "ÜBS zu Kompetenzzentren" erteilt im BIBB Kurt Kielwein (E-Mail: kielwein@bibb.de)




