Zahl der neu abgeschlossenen betrieblichen Ausbildungsverträge in 2001 bundesweit um rund 7.300 gesunken
Insbesondere im Osten kam es zu einem deutlichen Rückgang. Dies ist das Ergebnis einer Schätzung auf Basis der aktuellen BIBB-Erhebungsdaten zum 30. September 2001.
Im Rahmen der BIBB-Erhebungen zum 30. September werden jeweils die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge der vorausgegangenen zwölf Monate gezählt. Dabei wird jedoch nicht zwischen betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildungsverträgen unterschieden. Deshalb werden hier ersatzweise Schätzungen vorgenommen. Hierfür werden Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zum Umfang der außerbetrieblichen Ausbildung herangezogen, die über die Arbeitsverwaltung, über den Bund und die Länder finanziert wird.
Nach den Ergebnissen der BIBB-Erhebung zum 30.09.2001 wurden in den alten Ländern insgesamt 480.141 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, 2.941 weniger als im Jahr zuvor. Rund 19.000 dieser Verträge dürften mit außerbetrieblichen Ausbildungen zusammenhängen, dies sind rund 1.000 außerbetriebliche Verträge weniger als im Vorjahr 2000. Die Zahl der betrieblichen Lehrverträge lag somit bei rund 461.100. Sie ist gegenüber 2000 um rund 1.900 gesunken.
In den neuen Ländern und Berlin wurden 133.711 neue Lehrverträge gezählt, 4.900 weniger als ein Jahr zuvor. Davon fielen schätzungsweise 37.800 auf außerbetriebliche Ausbildungen. Dies sind 500 außerbetriebliche Verträge mehr als im Jahr 2000. Mit einem Minus von 5.400 gab es zu einem sehr deutlichen Rückgang bei den betrieblichen Ausbildungsverträgen; die Gesamtzahl aller betrieblichen Neuabschlüsse lag bei rund 95.900; vgl. Tabelle 1 mit Daten für die alten und neuen Länder von 1999 bis 2001.
Nach Ländern und Ausbildungsbereichen differenzierte Ergebnisse der BIBB-Vertragszählung können der Tabelle 2 entnommen werden. Zu tragfähigen Daten zu gelangen, wie viele der Neuabschlüsse in den Ländern und Ausbildungsbereichen auf außerbetriebliche und auf betriebliche Ausbildungen entfielen, ist noch schwieriger als eine rein regionale Schätzung nach Ost und West. Zu vermuten ist, dass die Zahl der betrieblichen Neuabschlüsse in Industrie und Handel in den alten Ländern um gut 3.300 gestiegen ist und in den neuen Ländern inkl. Berlin um rund 900 abgenommen hat. Im Handwerk dürfte sie sowohl im Westen (- 6.200) als auch im Osten (- 4.300) gesunken sein.
Vgl. zum Thema "außerbetriebliche und betriebliche Ausbildung" auch die folgenden Meldungen im Archiv:




