Aktualisierte Schätzungen zur langfristigen Entwicklung der Ausbildungsstellennachfrage verfügbar
Die Zahl der jugendlichen Nachfrager nach Ausbildungsplätzen wird im Osten demographiebedingt bis 2012 um knapp die Hälfte abnehmen. Im Westen wird sie bis 2009 noch wachsen, dann aber kontinuierlich absinken. Dies ist das Ergebnis einer langfristigen Vorausschätzung auf Basis der 9. koordinierten Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes. Die Vorausschätzung basiert auf der Annahme, dass sich die Ausbildungsneigung der Jugendlichen gegenüber 2001 nicht wesentlich verändern wird. Sie spiegelt somit im Wesentlichen demographische Entwicklungen wider.
Die Bevölkerungsprognosen des Statistischen Bundesamtes reichen bis zum Jahr 2050. Entsprechend lange Nachfragevorausschätzungen sind möglich. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Prognosedaten mit zunehmender zeitlicher Entfernung von der Gegenwart immer unsicherer werden. So beziehen sich beispielsweise Nachfragevorausschätzungen für die vierziger und fünfziger Jahre unseres Jahrhunderts auf das Bildungsverhalten von Jugendlichen, deren Eltern heute noch nicht geboren sind. Gleichwohl handelt es sich bei den Vorausschätzungen um Szenarien, die nach heutiger Erkenntnis mit der geringsten Wahrscheinlichkeit auszuschließen sind.
In den im Anhang abrufbaren Übersichten sind alternativ Nachfrage-Vorausschätzungen bis zum Jahr 2015 (Grafik 1), bis 2030 (Grafik 2) und bis zum Jahr 2050 (Grafik 3) berechnet worden.
Vgl. auch Meldung 14/2001




