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In den Bundesländern gibt es sehr unterschiedliche Schwerpunkte in der beruflichen Qualifizierung

Dies zeigt eine Synopse der Ausbildungszahlen für das Jahr 2000. Gemeint sind hier die

  • betriebliche und außerbetriebliche Ausbildung nach BBiG/HwO,
  • die vollqualifizierende berufsfachschulische Ausbildung (BFS) innerhalb und außerhalb von BBiG/HwO-Berufen,
  • das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ),
  • die berufsfachschulische Ausbildung (BFS), welche eine berufliche Grundbildung vermittelt,
  • die Ausbildung in Fachoberschulen (FOS),
  • berufsvorbereitende Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit (BA) sowie
  • die Qualifizierung im Rahmen des Sofortprogramms zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ("JUMP").

In Tabelle 1 sind die Teilnehmerbestandszahlen im Jahr 2000 aufgeführt. Als "außerbetriebliche Auszubildende" werden dabei jene Jugendliche definiert, deren Ausbildung vollständig oder nahezu vollständig durch staatliche Programme bzw. Programme der Arbeitsverwaltung finanziert wird. Neben den Jugendlichen, die sich in Ausbildung befinden, wird ergänzend die Zahl der Jugendlichen berichtet, die Ende 2000 noch eine Lehrstelle für das bereits begonnene Ausbildungsjahr suchten, sowie die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 20 Jahren. Als weitere Vergleichsgrößen werden die Zahl der Schulabgänger der letzten drei Jahre und die Zahl der Studierenden 1999/2000 genannt. Die Bestandszahlen zu den schulischen Ausbildungsgängen (BFS, BFV, BGJ, FOS) beziehen sich auf den Herbst 2000, die restlichen auf Ende Dezember 2000. 

Bei der Interpretation der Daten ist zu berücksichtigen, dass es sich nicht um Strömungsgrößen handelt. Aussagen wie "70.000 Schulabgänger im Land X werden anschließend betrieblich ausgebildet" oder "10.000 Schulabgänger münden im Land Y in berufsvorbereitenden Maßnahmen ein" sind deshalb fehl am Platz. Außerdem gilt es zu bedenken, dass die verschiedenen Kategorien nicht überschneidungsfrei sind - allein schon wegen der unterschiedlichen Erhebungszeitpunkte (Herbst versus Winter).

Der spezifische Wert der Synopse liegt vor allem im Vergleich zwischen den Ländern. So wird deutlich, dass der berufsfachschulischen Ausbildung in BBiG/HwO-Berufen in Brandenburg ein sehr starkes Gewicht zukommt. Oder es zeigt sich, dass berufsvorbereitenden Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit im Freistaat Thüringen nicht mit derselben Intensität gefahren werden wie zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern. Dies wird ersichtlich, wenn man in den beiden Ländern jeweils die Zahlen der Maßnahmenteilnehmer und der Auszubildenden miteinander in Beziehung setzt. Allerdings ist auch beim Ländervergleich Vorsicht geboten. So bleiben die Effekte von Wanderungsbewegungen unklar, und die Abgrenzung der schulischen Ausbildungsgänge verläuft nicht in allen Bundesländern einheitlich.

 Vergleiche auch Meldung 07/2002 mit Daten zur außerbetrieblichen und betrieblichen Ausbildung in den Jahren 2000 und 2001.

Anhang

  • Tabelle 1
    Tabelle 1
    Bestände der Jugendlichen in und außerhalb von Ausbildung im Jahr 2000 nach Ländern

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