2/2001: Öffentlicher Dienst bildet in wachsendem Maße in Kammerberufen aus
Der öffentliche Dienst rückt von seinen Kernberufen immer mehr ab und bildet zu großen Teilen in Berufen aus, die den zuständigen Stellen von Industrie und Handel, des Handwerks, der Landwirtschaft zugeordnet sind. Die Idee: Den Jugendlichen soll nach der Lehre nicht der Weg versperrt sein, sich in der Wirtschaft zu bewerben. Dies ist das Ergebnis einer im Rahmen des Forschungsprojektes durchgeführten Stichprobenuntersuchung. Die öffentlichen Stellen, die sich an der Erhebung beteiligten, berichteten von insgesamt 29.059 Lehrstellen, die sie für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2000 eingeplant hatten. Davon entfielen nur 13.803 (47,5 %) auf die Kernberufe des Öffentlichen Dienstes (z.B. Verwaltungsfachangestellte). 10.141 Ausbildungsplätze (34,9 %) bezogen sich auf Berufe aus Industrie und Handel, 2.964 (10,2 %) auf Handwerksberufe und 1.181 (4,1 %) auf Berufe der Landwirtschaft. An der Erhebung wurden auch Unternehmen beteiligt, die zu mehr als 50 % in öffentlicher Hand sind.




