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4/2001: Das Interesse der Jugendlichen an einer Lehre ist größer, als sich in der Statistik zu den Ausbildungsstellennachfragern widerspiegelt

Als Ausbildungsstellennachfrager zählen alle Jugendlichen, die einen Lehrvertrag unterschrieben haben oder aber zum Ende des Berichtsjahres der Bundesanstalt für Arbeit als noch nicht vermittelte Ausbildungsstellenbewerber geführt werden. Im Jahr 2000 waren dies offiziell 645.335 Jugendliche. Die Nachfragerstatistik erfasst jedoch nicht alle Jugendlichen, die an einer Lehrstelle interessiert waren. Es fehlen mindestens 4.000 Jugendliche aus den neuen Ländern, die wegen Lehrstellenmangel ersatzweise schulisch ausgebildet werden und deshalb keinen Ausbildungsvertrag unterschreiben konnten. Auch blieben 32.890 bei der Bundesanstalt für Arbeit gemeldete Bewerber unberücksichtigt, die zwar mit etwas anderem als einer Lehre begannen, ihren Vermittlungswunsch nach einem Ausbildungsplatz aber für das neue Berichtsjahr aufrechterhielten. Nach den Ergebnissen einer 1999 durchgeführten Untersuchung des BIBB und der Bundesanstalt für Arbeit dürfte die Zahl der Jugendlichen, die sich ernsthaft an einer Lehrstelle interessiert zeigt, aber nicht als Nachfrager registriert wird, sogar noch deutlich größer sein. Damals gaben hochgerechnet rund 68.900 bei der Berufsberatung gemeldete Bewerber an, mindestens 20 Bewerbungen und mehr geschrieben und dennoch keine Lehrstelle gefunden zu haben. Da sie ersatzweise mit etwas anderem begannen (z.B. Schule, Arbeit) und deshalb zum 30.09. nicht mehr als "noch nicht vermittelt" galten, wurden sie auch nicht mehr als Nachfrager registriert.


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