Sie befinden sich hier:

Sprachversion:

 

12/2001: Neue Befragung von Lehrstellenbewerbern geplant, die bis zum 30.9. nicht in eine Lehrstelle einmünden

Jedes Jahr registriert die Berufsberatung der Arbeitsämter mehrere Hunderttausend Lehrstellenbewerber, die bis zum Ende des Geschäftsjahres zum 30. September keine duale Ausbildung beginnen. Folgt man der offiziellen Verbleibstatistik, besuchen die meisten wieder Schulen, berufsvorbereitende Lehrgänge oder sind erwerbstätig geworden. Die Ursachen für den alternativen Verbleib sind aus der Statistik der Arbeitsämter nicht erkennbar: Handelt es sich um "verdrängte" Lehrstellenbewerber, die allein wegen fehlender Ausbildungsplätze gezwungen sind, etwas anderes anzufangen? Oder haben die Jugendlichen zwischenzeitlich das Interesse an einer Lehre verloren?

Unsicherheiten gibt es zum Teil auch deshalb, weil sich der in der offiziellen Statistik verbuchte und der tatsächliche Verbleib der Jugendlichen zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres unterscheiden können. Gibt beispielsweise ein Jugendlicher im Januar bekannt, er wolle ab August eine weiterführende Schule besuchen, kann dieser Beratungsfall abgeschlossen werden, der Verbleib wird entsprechend verbucht. Entscheidet sich dieser Jugendliche jedoch in den nachfolgenden Monaten ohne erneuten Kontakt mit der Berufsberatung um und mündet doch noch in eine Lehre ein, so bleibt die ursprüngliche Verbuchung davon unberührt und es kommt zu einer Abweichung von der tatsächlichen Situation.

Zudem hat die Berufsberatungsstatistik damit zu kämpfen, dass mehrere Zehntausend Bewerber ohne nähere Angabe "unbekannt verbleiben".

Verlässlichere Aussagen zum Verhalten von Lehrstellenbewerbern, die zum 30.9. nicht in eine Lehrstelle einmünden, wurden bereits im Rahmen der Lehrstellenbewerberbefragung 1999 (siehe Anhang) erhoben, die das BIBB zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) durchgeführt hat ( vgl. hierzu auch Meldung 4/2001).

In diesem Jahr soll die Untersuchung wiederholt werden, um weitere Hinweise für die Interpretation der Nachfragestatistik des BIBB und der Berufsberatungsstatistik der BA zu gewinnen. Zielgruppe sind diesmal die Lehrstellenbewerber des Geschäfts- und Vermittlungsjahres 2000/2001. Inhaltliche Schwerpunkte der Befragung sind das Bewerbungsverhalten der Jugendlichen sowie der Verbleib der Jugendlichen zwischen dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule und dem Erhebungszeitpunkt im November/Dezember 2001. Der Fragebogen wurde entsprechend überarbeitet und um einige Aspekte ergänzt. Der Fragebogenentwurf kann im Anhang abgerufen werden.

Anhang

  • Ergebnisse 1999
    Ergebnisse 1999
    Verdrängte Lehrstellenbewerber oder Jugendliche mit geänderten Ausbildungsabsichten?

Tools:


Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
http://www.bibb.de

Copyright: Die veröffentlichten Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers dar.