Fit im Beruf: KEINE Altersfrage!
Qualifizierung, Personal- und Organisationsentwicklung
Durch den demographischen Wandel müssen Betriebe und Organisationen Strukturveränderungen und Innovationen mit alternden Belegschaften bewältigen. In Modellversuchen werden Lösungsansätze und Handlungskonzepte entwickelt und erprobt, die auf normativ-strategischer, sowie auf der individuellen und organisationalen Ebene ansetzen.
Zur Bewältigung des technologischen und organisationalen Wandels in den Unternehmen werden Lernfähigkeit, Wissen und Erfahrung als entscheidende Ressource angesehen. Da Wissen und Erfahrung aber personengebunden sind, erfahren auch ältere Beschäftigte und deren Beteiligung an dezentralen Kooperations- und Innovationsprozessen eine Aufwertung. Betriebe, die sich als lernende Organisationen verstehen, legen Wert auf den Erhalt und den Einsatz sowie die Vernetzung der vielfältigen Kompetenzen und Stärken Älterer mit der Innovationsbereitschaft sowie dem aktuellen und neuartigen technischen Wissen Jüngerer.
Wissenssynergien ergeben sich vor allem durch den funktions- und hierarchieübergreifenden Dialog zwischen den Generationen. Dieser Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Jung und Alt bedarf einer systematischen Förderung, kultureller Veränderungen sowie altersheterogener Lern- und Arbeitsstrukturen. Daher zielten die Modellvorhaben darauf ab,
- einen positiven Einstellungswandel zu erzeugen durch Aufklären, Sensibilisieren und Motivieren;
- die Qualifikationsanforderungen mit den individuellen Kompetenzprofilen abzugleichen, um vorhandene Potentiale des Personals besser als bisher zu erschließen und differenziert weiterzuentwickeln;
- altersgemischte Teams und wechselseitige Lernbeziehungen in Gruppen zu fördern, um einen offenen generationsübergreifenden Austausch von Wissen und Erfahrung zu ermöglichen;
- durch anwendungs- und adressatengerechte Didaktik und Aufzeigen von Perspektiven für die Einzelnen Lernbereitschaft und Initiative bei den älteren Beschäftigten zu wecken;
- Qualifizierungsbausteine für ältere Beschäftigte und Erwerbslose vor allem auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien zu entwickeln und zu erproben und
- berufliche Weiterbildung, Personalförderung und Organisationsentwicklung eng zu verzahnen.
Fachliche Betreuung im BIBB:
- Dr. Dorothea Schemme
Telefon: 0228-107-1512
E-Mail: schemme@bibb.de
BWP 2/2003: Altersgerechtes und generationenübergreifendes Lernen




