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Expertenmonitor Berufliche Bildung

Die Zukunftsfähigkeit der Bildung in Deutschland, nicht zuletzt der beruflichen Bildung zu gewährleisten, gehört unbestritten zu den zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre. Dazu brauchen Forschung und Politik auch die tatkräftige Unterstützung von Experten und Expertinnen, die sich mit den vielfältigen Aspekten der Bildung beschäftigen.

Das BIBB will hierzu einen zusätzlichen Beitrag leisten und mit einem neuen Ansatz systematisch das fachliche Urteil der Experten zu aktuellen Fragestellungen und Problemen in die bil-dungs- und berufsbildungspolitischen Diskussionen einbringen. Dafür richtet das BIBB den  "Expertenmonitor Berufliche Bildung" ein, der als Online-Befragungssystem konzipiert ist. Insbesondere für die Zielsetzung des Expertenmonitors bietet sich das Medium Internet an, da schnell auf aktuelle Fragestellungen reagiert werden kann und die Ergebnisse zeitnah in die politische Diskussion einfließen können.

Der Begriff Expertenmonitor wurde in Anlehnung an den Weiterbildungsmonitor (wbmonitor) des BIBB gewählt, mit dem Weiterbildungsträger befragt werden. Daneben existiert im BIBB ein weiteres Befragungssystem, das Referenz-Betriebs-System (RBS), das eine feste Stichprobe von Betrieben als Zielgruppe hat. Mit dem Aufbau des Expertenmonitors wird nun der Kreis der regelmäßig durch das Bundesinstitut befragten Personen und Institutionen um die Gruppe der Experten erweitert.

Expertenrekrutierung und erste Befragung

Die bisher geleisteten Arbeiten umfassen die Akquisition von teilnahmebereiten Expertinnen und Experten, den Aufbau einer entsprechenden Adressendatei und die Durchführung einer ersten Kurzbefragung zu den Arbeitsschwerpunkten der Befragten und zur Zukunft der beruflichen Bildung.

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Grafik 1: Herkunft der
Expertinnen und Experten

Herkunft der Expertinnen und Experten

Bei der Auswahl der Experten und Expertinnen wurde darauf geachtet, ein möglichst breites Spektrum an Erfahrungen aus un-terschiedlichen Handlungsfeldern des Berufsbildungssystems abzubilden.

Insgesamt haben sich 1.200 Fachleute aus dem Bereich der beruflichen Bildung bereit erklärt, am Expertenmonitor mitzuwirken.
Grafik 1 gibt einen Überblick über die Organisationen, in denen die Expertinnen und Experten ihre Haupttätigkeit ausüben. Demnach sind die Experten insbesondere zu finden in überbetrieblichen Bildungseinrichtungen (17%), in privatwirtschaftlichen Unternehmen (15%), in Schulen (13%), in Kammern und zuständigen Stellen (12%) sowie in Arbeitnehmerorganisationen (10%). Der Anteil der Fachleute aus der staatlichen Bildungsverwaltung beträgt 9%, der der Expertinnen und Experten aus Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien 7%. Mit 5% sind Fachleute aus Berufsverbänden, mit jeweils 4% Expertinnen und Experten aus Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden sowie staatlichen Forschungseinrichtungen beiteiligt. 3% der Fachleute sind in privatwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen tätig. Naturgemäß sind Berufsbildungsfachleute in politischen Parteien und sonstigen Teilen des Öffentlichen Dienstes seltener; dementsprechend klein fallen die Teilstichproben aus.

Ausblick

Das BIBB wird im zweiten Quartal 2004 mit dem Aufbau eines eigenen Online-Befragungssystems beginnen. Zukünftig werden die Experten dann mehrmals im Jahr kontaktiert und um Ihre Einschätzung zu aktuellen Fragestellungen gebeten. Für 2004 ist zunächst noch eine weitere Befragung geplant.

Der Expertenmonitor ist Teil des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kommunikations- und Informationssystems Berufliche Bildung für Expertinnen und Experten (KIBB), das zur Zeit im BIBB aufgebaut wird. Er wird in Zusammenarbeit mit dem BIBB-Arbeitsbereich 2.1 "Qualifizierungsbedarf, Bildungsangebot und -nachfrage" realisiert.

Letzte Änderung: 31.08.2007


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Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
http://www.bibb.de

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