Wissensmanagement
In der wissensbasierten Arbeitswelt bilden kontinuierlich angelegte und intern rückgekoppelte Lern- und Dialogprozesse die Voraussetzung dafür, dass individuelles Wissen und kollektive Expertise neues Wissen hervorbringen und die gemeinsame Handlungsbasis stärken. Um komplexe Aufgaben zu lösen, müssen implizite Fähigkeiten, verborgene informell erworbene Erfahrungen und explizite Wissensbestände systematisch zusammengeführt werden. Vernetzt und kombiniert werden ferner interner und externer Sachverstand. Dies schließt auch die Nutzung weltweit zugänglicher Informationsquellen ein. Ziel ist es nicht nur, vorhandenes Wissen zu teilen, es transparent und organisationsweit verfügbar zu machen, sondern auch Probleme zu analysieren und daraus neues Handlungswissen zu generieren.
Aufbauend auf die Modellversuchsreihe "Berufsbildung in lernenden Organisationen", wurden zwölf Modellvorhaben gefördert, in deren Mittelpunkt die Ausgestaltung, die Implementation und der Transfer arbeitsintegrierten Wissensmanagements stehen. Besonderes Augenmerk kommt dabei der Umsetzung von tragfähigen Strategien in kleinen und mittleren Betrieben (KMU) zu.
Entwickelt und erprobt wurden Ansätze des individuellen und interpersonellen sowie des betrieblichen und betriebsübergreifenden Wissensmanagements.
Im Brennpunkt des Interesses standen dabei:- die Klärung des Wissensbegriffs und Erweiterung um das implizite Wissen;
- die Analyse förderlicher Bedingungen und erfolgskritischer Faktoren einer generations-, berufs- und hierarchieübergreifenden Wissenskommunikation und Wissensteilung in Gruppen;
- die Erschließung von Lernpotentialen auf allen Ebenen einer Organisation zur Bewältigung komplexer Aufgaben, insbesondere die Verbesserung von Schnittstellenfunktionen;
- die Frage nach der Motivation und Wissensbewertung, was Menschen und Organisationen dazu bewegt, das Wissen anderer anzunehmen und nutzbringend anzuwenden;
- die Weiterentwicklung des geteilten Wissens beziehungsweise die Generierung von neuem Wissen;
- die Zusammenführung verschiedener Wissensgebiete, geeignete Methoden, Instrumente und "Spielregeln" des Wissensmanagements;
- die Konsequenzen für die Qualifizierung des Ausbildungspersonals;
- die Vermittlung und Aneignung dafür erforderlicher Medienkompetenzen;
- die Frage der Bilanzierung und Evaluation von Prozessen des Wissensmanagements.
Fachliche Betreuung im BIBB:
Dr. Dorothea Schemme
Telefon: 0228-107-1512
E-Mail: schemme@bibb.de




