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Wissensmanagement für Berufsbildung in vernetzten Regionen

Hintergrund: Die Berufsausbildung hat sich in den kommenden Jahren mit zwei widersprüchlichen Trends auseinander zu setzen: Einerseits nimmt das berufsrelevante Wissen enorm zu. Die ständige Wissensexpansion kann in einer Regelausbildung von drei Jahren nicht mehr sinnvoll abgebildet werden. Andererseits nimmt auch die Halbwertzeit des berufsrelevanten Wissens ab, d. h. einmal erworbenes Wissen verliert relativ schnell an Bedeutung. Mit der steigenden Umschlagsgeschwindigkeit von Wissen und zugleich der Expansion von Wissen fertig zu werden, entwickelt sich zu einer Schlüsselanforderung des modernen Berufslebens. Veränderungsprozesse in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft haben auf bereits hohem Niveau eine noch zunehmende Tendenz der Beschleunigung. Die Berufsbildung ist damit in einen Wandel integriert, der sich durch eine erhöhte Dynamik und Ungewissheit auszeichnet.

Ziele: Regionale Vernetzungen von KMU, mit dem Ziel der Erhöhung von Flexibilität in der Berufsbildung ist hier eine Antwort auf die vielfältigen zukunftsgerichteten Anforderungen an das Personal von morgen. Wissensmanagement definiert sich als ein Instrumentarium für lernende Organisationen, die als Eigenschaften: Flexibilität, Dezentralisierung, Prozessorientierung, Partizipation und Intelligenz nennen. Der geplante Modellversuch macht es sich zur Aufgabe, diesen neuen Trend durch geeignete ausbildungsnahe Umsetzungsmodelle zu unterstützen, die vor allem auch für KMUs geeignet sind, die heute noch weitgehend von einer entwickelten Praxis des Wissensmanagements abgeschnitten sind, u.a. deswegen, weil Intranetlösungen für eine interne Wissensverwaltung für sie noch zu aufwendig sind. Deshalb wird in dem Projekt größten Wert auf eine regionale Netzwerklösung gelegt. Hauptaufgabe des Modellversuchs und der PPS als Leitbetrieb wird es sein, durch Vernetzung und regionaler Zusammenarbeit ein gemeinsames Wissensmanagement für die Zwecke der Berufsbildung mit Ausbildungspartnern insbesondere KMU in der Region zu entwickeln und zu erproben und die dafür notwendige Infrastruktur aufzubauen. Diese Infrastruktur wird technische, organisatorische, kommunikative, kulturelle und fachliche Komponenten beinhalten.

Im Ergebnis soll dadurch das in der Region tatsächlich vorhandene Wissen für die regionalen Berufsbildungsakteure optimal verfügbar und nutzbar gemacht werden.

Zum Modellversuch in der MIDo-Datenbank

Letzte Änderung: 15.07.2010


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Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
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