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Transfer plus

Hintergrund:

Zwischen dem aktuell als notwendig erscheinenden Bedarf an didaktisch-methodischer Weiterentwicklung der betrieblich-beruflichen Weiterbildung und dem in den Betrieben tatsächlich anzutreffenden Entwicklungsstand der Weiterbildung besteht eine erhebliche Differenz. Durch außerschulische Modellversuche liegt jedoch eine breite Palette von Berufsbildungsinnovationen vor, für deren flächendeckenden Transfer unterstützende Maßnahmen erforderlich sind. Dem Projekt liegt die These zugrunde, dass Berufsbildung derzeit Teil einer den betrieblichen Entwicklungen nacheilenden Personalentwicklung ist. Deshalb muss insbesondere bei Klein- und Mittelbetrieben der Auf-bau einer strategischen Personalentwicklung in den Mittelpunkt gerückt werden, die den Gedanken der ständigen Weiterentwicklung des betrieblich-beruflichen Weiterbildungssystems verinnerlicht und vorliegende Berufsbildungsinnovationen nicht ignoriert, sondern bewusst als Grundlage ihrer eigenen Weiterentwicklung wählt.


Ziele:

Da Bildungsinnovationen immer in bestimmten Kontexten und unter bestimmten Situationen entstehen, müssen sie für den Transfer in die alltägliche Praxis erst einmal dekontextualisiert und dann anschließend wieder rekontextualisiert, d.h. eben in den jeweiligen betrieblichen Kontext eingebunden werden. Für diesen Prozess müssen sowohl das Management und die Betriebsräte als auch das Bildungspersonal sensibilisiert und berufspädagogisch qualifiziert werden, damit sie ständig die Differenz zwischen der heute "praktizierten Praxis" und den davon abweichenden Innovationserfordernissen ausloten und so den Innovationsbedarf selbst feststellen. Sie müssen in die Lage versetzt werden, selbst Suchprozesse zu installieren, um zu prüfen, ob problemlösende Innovationen vorliegen. Dazu brauchen sie erstens Kriterien und zweitens ein Wissen und ein Bewusst-sein über ihre Grundannahmen, über ihre Handlungs- und Verhaltensstruktur(en) und über die Generierung und Verläufe von Innovationsprozessen im Unternehmen. Dazu gehört ein Wissen über die innovationsstörenden und innovationshemmenden Kräfte. Insgesamt geht es also um das Erkennen, Begreifen und Neugestalten des eigenen Gesamtkontextes.


Ergebnisse:

Es wird ein Rahmenkonzept für den "Transfer plus" mit verschiedenen Instrumenten, ein Unterstützungskonzept für die Implementierung von Bildungsinnovationen sowie Lerneinheiten für die berufspädagogische Basisqualifizierung für das betriebliche Bildungspersonal, das Management und die Betriebsräte entwickelt und erprobt.

Dieser Modellversuch in der Datenbank "Information und Dokumentation zu Modellversuchen in der außerschulischen Berufsbildung" (MIDo) >>


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Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
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