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Veränderungsprozesse im Bildungsdienstleister zur Gestaltung flexibler Lernkonzepte für KMU auf dem Weg zum Service- und Systemanbieter (VOKAL)

Hintergrund:

Um mit Flexibilität auf Veränderungen reagieren und sie antizipieren zu können, sind in den KMU neue Kernkompetenzen nötig, wie z.B. Kundenorientierung, Servicekompetenz und unternehmerisches Denken und Handeln bei den Mitarbeitern. Diese mit geeigneten Konzepten und Instrumenten auszubilden, fordert vom Bildungsanbieter, dass er gemeinsam mit dem Unternehmen Weiterbildungsstrukturen schaffen kann, die kontinuierliches Lernen ermöglichen und an den individuellen Bedürfnissen orientiert sind. Diese Dienstleistung kann nur erbracht werden, wenn auch beim Bildungsanbieter umfassende Personalentwicklung stattfindet und die neuen Leistungen - Beratung, Initiierung und Begleitung von dauerhaften Lernstrukturen im Unternehmen - organisatorisch verankert und mit dem bisherigen Angebot verzahnt werden.


Ziele:

Das Konzept umfasst drei zentrale Themenschwerpunkte:

  • Kompetenzerweiterung in der HWK für München und Oberbayern: Um den KMU ein aufeinander abgestimmtes Angebot von Dienstleistungen aus einer Hand machen zu können, müssen die Geschäftsbereiche Bildung und Beratung vernetzt und weiterentwickelt werden und die Kompetenz ausgewählter Mitarbeiter durch themenbezogene Weiterbildung und gezielte Personalentwicklung gefördert werden. Gleichzeitig gilt es, flankierende Veränderungsprozesse innerhalb der Organisation einzuleiten.
  • Gestaltung flexibler Lernkonzepte für KMU: Es sollen flexibel kombinierbare, konfektionierte Weiterbildungsangebote für KMU entwickelt werden, die zugleich kontinuierliches, arbeitsplatzorientiertes Lernen im Unternehmen einführen und verankern. Diese Lernkonzepte für die Mitarbeiter von KMU sollen Service- und Selbstlernkompetenzen aufbauen und selbstgesteuertes Lernen im Unternehmen etablieren.
  • Überregionale Netzwerkbildung: Durch Vernetzung werden dauerhafte Kommunikations- und Kooperationsstrukturen zwischen den Bildungs- und Beratungseinrichtungen der HWK und den KMU aus den beteiligten Regionen aufgebaut. Durch die Einbindung von Multiplikatoren - wie z.B. der Kreishandwerkerschaft - in das Netzwerk werden die Produkte des Modellversuchs weiterverbreitet und transferiert. Ein zentrales Ziel ist dabei eine internetgestützte Vernetzung, die auch zur Förderung selbstinitiierten Lernens durch Nutzung der Internetplattform als Lernort beitragen soll.


Ergebnisse:

VOKAL startete im April 2004 und arbeitet derzeit mit 20 Unternehmen, vier Bildungszentren und vier Beratungsstellen der HWK aus den Regionen München - Rosenheim - Traunstein - Mühldorf - Altötting an der Umsetzung der genannten Ziele.

 

 

Dieser Modellversuch in der Datenbank "Information und Dokumentation zu Modellversuchen in der außerschulischen Berufsbildung" (MIDo) >>


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