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Modulares ausbildungsbegleitendes Qualifizierungskonzept für Ausbildungspersonal in KMU zur Umsetzung gestaltungsoffener Ausbildung im Berufsfeld "Mechatroniker"

Hintergrund:

Wegen der Fokussierung auf das Tagesgeschäft wurden insbesondere in KMU in der Vergangenheit notwendige Qualifizierungsmaßnahmen weitgehend ausgelagert und Problemlösungskompetenz im Bereich der Aus- und Weiterbildung "eingekauft". Im Wettbewerb der Unternehmen um Leistungsträger können aber KMU nur bestehen, wenn sie selbst hinsichtlich der Lebens- und Karrierepläne junger qualifizierter Fachkräfte attraktiver werden. Die Ausbildung junger Leute im Betrieb stellt eine durchaus bekannte, Erfolg versprechende und weitgehend unverzichtbare Strategie zur Sicherung des eigenen qualifizierten Nachwuchses dar. Die Aktivität und Kompetenz eines Betriebes in diesem Bereich wird somit zum wichtigen Konkurrenzmittel im Wettbewerb um leistungsstarke junge Arbeitskräfte. Das Berufsbild des Mechatronikers beinhaltet eine hohe Querschnittsqualifizierung mit einem breiten Einsatzspektrum und verspricht damit ein hohes Rationalisierungspotenzial. Hierbei benötigen die KMU jedoch eine umfangreiche Unterstützung.


Ziele:

Da die Ausbildung zum Mechatroniker in seiner gestaltungsoffenen Konzeption erhebliche Auswirkungen z.B. auf Prozesse der Qualitätssicherung, des betrieblichen Wissensmanagements sowie der betrieblichen Weiterbildung hat, geht es im Modellversuch um die befähigende Beratung, Qualifizierung und Unterstützung der ausbildenden Fachkräfte sowie der Planung, Organisation und Umsetzung der Ausbildung im Betrieb.
Der Modellversuch unterstützt deshalb ausbildungswillige KMU in zweifacher Hinsicht:
· Institutionalisierung der Ausbildungsorganisation in den Unternehmen nach den Intentionen der gestaltungsoffenen Ausbildung  sowie
· Herstellung und Verbesserung der Handlungskompetenz der für die Ausbildung Verantwortlichen selbst.

Ergebnisse:

  • Entwicklung von vier prozessbegleitenden Umsetzungsmodulen zur pädagogischen Fortbildung des Personals sowie ausbildungsunterstützende Materialien:
    - Förderung von Lernprozessen am Arbeitsplatz
    - Förderung von Lernprozessen durch Ausbildung in der Gruppe
    - Dokumentation, Medienkompetenz und Wissensmanagement
    - Prüfungen in der Ausbildung
  • Entwicklung ausbildungsunterstützender Materialien wie exemplarischer Lernaufträge und Aufgabensammlungen, Checklisten und Vorlagen zur Erstellung eigener Lernaufträge.
  • Erprobung und Modifizierung in den Partnerbetrieben. Die ausbildenden Fachkräfte erwerben zusammen mit den Auszubildenden die Kompetenzen zur Realisierung der gestaltungsoffenen Ausbildung, d.h. Integration der Ausbildungsinhalte in den betrieblichen Arbeitsprozess. Schaffung organisatorischer Voraussetzungen für die Entwicklung und Pflege einer betrieblichen Selbstlernkompetenz und Generierung eines betrieblichen Flexibilitätspotentials zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Betriebe.
  • Integration der Ausbildung des Mechatronikers in die betriebliche Weiterbildung

 

 

Dieser Modellversuch in der Datenbank "Information und Dokumentation zu Modellversuchen in der außerschulischen Berufsbildung" (MIDo) >>


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