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Förderung der Ausbildungskompetenz von KMU, Verbesserung der Passgenauigkeit von Berufsorientierung und Ausbildungsangebot

Hintergrund:

Viele kleine Unternehmen stellen sich erst gar nicht die Frage, ob sie ausbilden sollen. Daher unterbleiben meist auch Überlegungen, welche Kompetenzpotenziale für künftige Unternehmensentwicklungen benötigt und wie sie gesichert werden können. Was im Bereich der Personalentwicklung in KMU häufig beklagt wird, nämlich das Fehlen systematischer Aktivitäten zur Sicherung des Fachwissens, gilt gleichermaßen für die Planung des künftigen Fachkräftebedarfs durch Ausbildung.
Viele kleine Unternehmen (bis ca. 20 Mitarbeiter) haben zudem keine Vorstellungen, welcher Beruf ihrem Unternehmenszweck die notwendigen zukunftsorientierten Kompetenzen sicherstellt. Aufgrund der Skepsis gegenüber dem Nutzen einer betrieblichen Ausbildung für das Unternehmen werden die laufende Neuordnung und Aktualisierung der Ausbildungsberufe kaum oder gar nicht verfolgt. Die Unternehmen sind daher meist auch nicht in der Lage, solche Anforderungsprofile an Lehrstellenbewerberinnen und -bewerber zu formulieren, die unternehmensspezifische Bedarfe beinhalten.

Ziele:

Ziele des Modellversuchs sind:

  • die Steigerung der Attraktivität von Ausbildung für KMU,  durch Konzentration auf die strategische Komponente der Unternehmensentwicklung für Ausbildungsaktivitäten.
  • die Steigerung der Attraktivität von KMU für Lehrstellenbewerberinnen und -bewerber, durch Herstellung von Transparenz betrieblicher Anforderungen und Entwicklungspotenzialen als Grundlage klarer Anforderungsprofile für Lehrstellenbewerber.
  • das Einbringen von betriebsspezifisch vorteilhaften Genderaspekten in die Entscheidungsprozesse
  • die Erweiterung des Berufswahlspektrums für Jugendliche, durch Abgleich eigener Kompetenzen und Entwicklungsperspektiven mit betriebsspezifischen Anforderungsprofilen.
  • die Verbesserung der Ausbildungskompetenz von KMU durch Unterstützungsleistungen im Vorfeld und während der Ausbildung.


Ergebnisse:

Ergebnisse des Modellversuchs sind:

  • Instrumente zur Beschreibung der betrieblichen Anforderungsprofile an Lehrstellenbewerberinnen und -bewerber;
  • Instrumente, die KMU ihre benötigten Kompetenzen in Abhängigkeit von den Unternehmensschwerpunkten aktuell und künftig beschreibbar machen sowie Instrumente zur Planung, Umsetzung und zum laufendem Controlling der Ausbildungsaktivitäten im Sinne einer betrieblichen Kompetenzentwicklungsplanung,
  • Profilinginstrumente für jugendliche Lehrstellenbewerberinnen und -bewerber, die die Kompetenzen der Jugendlichen mit betrieblichen Ausbildungsanforderungen abgleichen.


Als Informations- und Kommunikationsmedium dient ein Ausbildungsserver für die Region Greiz, auf dem unter anderem die betrieblichen Anforderungsprofile und die Profile der Lehrstellenbewerberinnen und -bewerber zusammenlaufen und der Informationen und Materialien rund um die Ausbildung in der Region Greiz für alle Beteiligten und Interessierten zur Verfügung stellt. Ferner können ausbildende Unternehmen auf dem Server sich wechselseitig austauschen und ihre Unterstützungsbedarfe formulieren.

 

 

Dieser Modellversuch in der Datenbank "Information und Dokumentation zu Modellversuchen in der außerschulischen Berufsbildung" (MIDo) >>


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