Partnertreffen mit 16 nationalen europäischen Berufsbildungsinstitutionen
Der Austausch über die Entwicklung eines europäischen Qualifikationsrahmens (European Qualifications Framework, EQF) für die Bewertung beruflicher Kompetenzen war Thema eines Treffens, zu dem das Bundesinstitut für Berufsbildung Vertreter von 16 Berufsbildungsinstitutionen aus verschiedenen europäischen Staaten am 20. und 21. März 2006 nach Bonn eingeladen hatte. Dieses erste "Partnertreffen" bot ferner Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und künftige Kooperationsfelder zu identifizieren.
Der europäische Qualifikationsrahmen ist ein Instrument, das die Bildungssysteme und die vermittelten Kompetenzen transparenter machen und die Durchlässigkeit zwischen unterschiedlichen Bildungswegen und -systemen fördern soll. Es stellen sich für Deutschland, aber auch die anderen europäischen Staaten, Fragen nach den Folgewirkungen auf die nationalen Berufsbildungssysteme. In Verbindung mit einem nationalen Qualifikationsrahmen könnte die Mobilität im Bildungs- und Beschäftigungssystem wirksam verbessert werden. Aufgrund der Heterogenität der Bildungssysteme in Europa werden die einzelnen Staaten unterschiedlich auf den europäischen Rahmen reagieren. Ein frühzeitiger Informationsaustausch über die Ländergrenzen hinweg ist wichtig und nützlich für die Entwicklung eines nationalen Qualifikationsrahmens in Deutschland.
Vier Länder mit unterschiedlichen Berufsbildungssystemen stellten ihre bisherigen Erfahrungen vor: England, Spanien, Ungarn und Deutschland. Während Spanien und England bereits über einen nationalen Qualifikationsrahmen verfügen, haben Ungarn und Deutschland erst vor dem Hintergrund der Beratung über den Europäischen Qualifikationsrahmen damit begonnen, einen nationalen Rahmen zu entwickeln.










