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Unsere Sammlung der häufig gestellten Fragen hilft Ihnen weiter
Mathematisch-technische(r) Softwareentwickler/-in
Wirtschaftsunternehmen, Forschungseinrichtungen, Rechenzentren und Hochschulen.
Monoberuf ohne Differenzierung
3 Jahre
Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule.
Mit der Neuordnung der Berufsausbildung zum / zur mathematisch-technischen Softwareentwickler/in (MATSE) wird ein bundeseinheitliches Berufsprofil mit Kernkompetenzen im Bereich Mathematik und Informatik geschaffen. Es löst die duale Berufausbildung zum mathematisch-technischen Assistenten (MATA) ab. Mit der neuen Berufsbezeichnung wird zukünftig eine eindeutige Unterscheidung zu den nach Landesrecht ausgebildeten "staatlich geprüften mathematisch-technischen Assistenten" gegeben sein.
Schlüsselkompetenzen des mathematisch -technischen Software-Entwicklers/ der mathematisch -technischen Software-Entwicklerin sind
1. August 2007
Berufliche Tätigkeitsfelder
Mathematisch-technische Softwareentwickler/innen sind in Betrieben unterschiedlicher Größe und Art tätig, wie Wirtschaftsunternehmen, Forschungseinrichtungen, Rechenzentren und Hochschulen. Ihre Hauptaufgabe ist die Konzeption, Realisierung und Wartung von Softwaresystemen auf Basis mathematischer Modelle.
Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit
Mathematisch-technische Softwareentwickler/Software-Entwicklerinnen
(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Berufsausbildung zum Mathematisch-technischen Softwareentwickler/zur Mathematisch-technischen Softwareentwicklerin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
A b s c h n i t t A
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
1. Entwurf, Anwendung und programmtechnische Umsetzung mathematischer Methoden, Modelle und Algorithmen:
1.1 Mathematische Modellierung,
1.2 Methoden, Modelle und Algorithmen der Diskreten Mathematik,
1.3 Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Analysis,
1.4 Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Linearen Algebra,
1.5 Methoden, Modelle und Algorithmen aus der Stochastik;
2. Software-technische Analyse und Planung von Softwarelösungen:
2.1 Bedarfsanalyse,
2.2 Datenschutz, Datensicherheit und Urheberrecht,
2.3 DV-Konzept,
2.4 Algorithmen,
2.5 Datenmodellierung über Datenstrukturen und in Datenbanken,
2.6 Systemkomponenten für die Softwareentwicklung;
3. Softwareerstellung:
3.1 Programmiersprachen,
3.2 Programmsysteme,
3.3 Softwarequalität und Test;
4. Softwareübergabe und Support:
4.1 Softwaredokumentation und Benutzerunterstützung,
4.2 Mathematische Dokumentation und Interpretation der Ergebnisse.
A b s c h n i t t B
Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
1. Der Ausbildungsbetrieb:
1.1 Stellung, Rechtsform und Struktur,
1.2 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz,
1.4 Umweltschutz;
2. Geschäftsprozesse:
2.1 Leistungsprozesse,
2.2 Betriebliche Organisation;
3. Arbeitsorganisation und Arbeitstechniken:
3.1 Information und Kommunikation,
3.2 Arbeitsplanung,
3.3 Teamarbeit, Projektmanagement.
Liste der Ansprechpartner für die anerkannten Ausbildungsberufe
Arbeitgeber
Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB)
Ollenhauerstraße 45
3113 Bonn
Deutscher Industrie- und Handelskammertag
Bereich Berufliche Bildung, Bildungspolitik
Breite Straße 29
10178 Berlin
Arbeitnehmer
DGB - Bundesvorstand -
Abt. Berufliche Bildung
Henriette-Herz-Platz 2
10178 Berlin
Bund
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Robert Schuman Platz 3
53175 Bonn
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF
Heinemannstraße 2
53175 Bonn
Bundesministerium für Wirtschaft ( BMWi)
Villemombler Strasse 76
53107 Bonn
Länder
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister
der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)
Lennéstr. 6
53113 Bonn
Berührungspunkte bestehen zum Beruf des Fachinformatikers - Fachrichtung Anwendungsentwicklung (FI). Untersuchungen im Vorfeld des Neuordnungsverfahrens, die berufliche Arbeitsaufgaben von MATA, dem Vorgängerberuf, und FI analysierten, zeigten als Abgrenzung die Anwendung (höherer) Mathematik. Informatik wurde demgegenüber als Kernkompetenz beider Berufe ermittelt. Betriebswirtschaftliche Fertigkeiten und Kenntnisse wurden ausschließlich von den interviewten Fachinformatikern erwartet. Teilweise bilden Betriebe beide Berufe aus, was als weiteres Indiz für einen differenzierten Qualifizierungsbedarf angesehen wird.
Verordnung über die Berufsausbildung zum Mathematisch-technischen Softwareentwickler/zur Mathematisch-technischen Softwareentwicklerin vom 14. März 2007, BGBl Jahrgang 2007, Teil I Nr. 10, ausgegeben zu Bonn am 23. März 2007, S. 326
Letzte Änderung: 16.01.2008