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Neue Qualifikationen - Neue Prüfungen

Veröffentlicht: 14.12.2006
URN: urn:nbn:de:0035-0327-0

Illustration: Neue Qualifikationen - Neue PrüfungenDie industriellen Elektro- und Metallberufe sowie die Ausbildungsberufe im Elektrohandwerk wurden 2003/2004 neu geordnet. Diese Neuordnung war die Antwort auf veränderte betriebliche Anforderungen an die Facharbeit. Stichworte hierfür sind:

  • erweiterte Handlungsbefähigung mit eigenverantwortlicher Disposition,
  • Prozessorientierung und Qualitätsmanagement,
  • komplexere technische Systeme, flächendeckender Einsatz der Informationstechnologie.

Herzstück der neuen Ausbildungsstruktur und ihrer Inhalte ist deshalb eine konsequente Orientierung an den betrieblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen.

Die Veränderungen müssen auch in den Prüfungen umgesetzt werden. In den Ausbildungsordnungen
wurden neue Prüfungsstrukturen und Prüfungsformen festgelegt:

  • gestreckte Abschlussprüfung,
  • komplexe Arbeitsaufgabe,
  • ganzheitliche Aufgaben,
  • betrieblicher Auftrag und praktische Aufgabe, in denen prozessrelevante Qualifikationen geprüft werden.

Der ZVEI (Zentralverband der Deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Umsetzungshilfe für die Prüfungsregelungen der industriellen und handwerklichen Elektroberufe erarbeitet. In der Fachtagung wurde diese Umsetzungshilfe erläutert, die neuen Prüfungsstrukturen und -formen diskutiert sowie Beispiele aus dem Metall- und Elektrobereich vorgestellt.

 

Hans Borch

 

Kornelia Haugg

 

Manfred Kremer

 

Podium

  • Gotthard Grass
    Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Frankfurt am Main
    Eingangsstatement

Gotthard Grass

 

Dr. Klaus Heimann

 

  • Sybille von Obernitz
    Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Berlin
    Eingangsstatement

Sybille von Obernitz

 

  • Lothar Hellmann
    Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Duisburg
    Eingangsstatement

Lothar Hellmann

 

  • Dr. Peter Kuklinski
    bis 1.10.2006 Kultusministerium des Freistaats Sachsen, Dresden
    Eingangsstatement

Dr. Peter Kuklinski

 

PodiumsdiskussionIn der Podiumsdiskussion wurde hinsichtlich der "gestreckten Prüfung" eine Übereinstimmung festgestellt. Niemand will zu der alten Prüfungsorganisation mit der Zwischenprüfung zurückkehren. Unterschiedliche Meinungen gab es allerdings zu der Frage, wie man nach dem 31. Juli verfahren sollte - zu dem Zeitpunkt, an dem die Erprobungsverordnungen, in denen die gestreckte Prüfung geregelt ist, auslaufen. Während sich Herr Dr. Kuklinski, Herr Grass und Herr Dr. Heimann für eine unveränderte Umstellung der Erprobungsverordnung in eine unbefristete Ausbildungsordnung aussprachen, warben Frau von Obernitz und Herr Hellmann für eine Verlängerung der Erprobungsverordnungen, um nach einer Erprobung die Regelungen der Abschlussprüfungen möglicher Weise nochmals zu verändern. Auch zu der Frage der Qualität der bisher bekannt gewordenen Aufgaben entzündete sich ein Meinungsstreit.
Frau von Obernitz kündigte aber an, dass in einem Pretest Vorschläge der Umsetzungshilfe erprobt werden sollen, um so zu einer Optimierung der Prüfungsaufgaben zu kommen. Der Pretest für Teil 1 der Abschlussprüfung soll im März/April 2007 in ausgewählten industriellen Metall- und Elektroberufen erfolgen.

 

Fachvorträge

Prof. Dr. Felix Rauner

 

Johannes Koch

 

Prof. Dr. Klaus Breuer          Karlheinz Müller

Workshop 1: Komplexe Arbeitsaufgabe Elektroberufe

Wilfried Pabst

Workshop 2: Komplexe Arbeitsaufgabe Metallberufe

  • Hans Georg Bachmann
    Volkswagen Coaching GmbH, Wolfsburg
    Präsentation (3,2 MB)

Hans Georg Bachmann

 

Workshop 3: Betrieblicher Auftrag Elektroberufe

Roland Becker

 

Workshop 4: Kundenauftrag im Elektrohandwerk

Oswald Hammer

 

Workshop 5: Betrieblicher Auftrag Metallberufe

Peter Brans

Joachim Schröder

 

Workshop 6: Praktische Aufgabe

Jörg Weiß
 

  • Erich Tigelmann
    MAN Nutzfahrzeuge AG, Nürnberg
    Präsentation (5,0 MB)

Erich Tigelmann

 

Workshop 7: Konzeption ganzheitlicher Aufgaben (Ziele, Inhalte, Strukturen)

Rolf Katzenmeyer

  • Karl-Georg Schmid
    Berufsschule Böblingen
    Präsentation folgt

Karl-Georg Schmid

 

Abschlussplenum

  • Rolf Katzenmeyer
    Berufsschule Dillenburg
  • Karl-Georg Schmid
    Berufsschule Böblingen
  • Armin Gerbeth
    IHK Fulda
  • Paul Fischer
    BASF Ludwigshafen
  • Martin Häckel
    Häckel Elektrotechnik, Ulm
  • Irmgard Frank
    Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn
     

Abschlussplenum

 

Peter Drach

 

Moderation

  • Arno Leskien
    BMBF

Arno Leskien


In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde ein breites Spektrum an Themen aufgegriffen. Auch in dieser Podiumsdiskussion stellte niemand die "Gestreckte Prüfung" in Frage. Herr Fischer und Herr Drach betonten ihre guten Erfahrungen mit dem betrieblichen Auftrag.
Auch die BASF führt an verfahrenstechnischen Anlagen ohne Probleme betriebliche Aufträge durch. In der Verbundausbildung der BASF wird auch für alle Auszubildenden der betriebliche Auftrag angestrebt - hier müssen aber jeweils die Verbundpartner überzeugt werden, weil diese den betrieblichen Auftrag zur Verfügung stellen müssen.

Viele sind noch verunsichert, was die Prüfung der "prozessrelevanten Qualifikationen" betrifft. Herr Drach stellt deshalb sein Konzept einer "praktischen Aufgabe" vor. Herr Häckel berichtete von den guten Erfahrungen mit den bisher gelaufenen Abschlussprüfungen
Teil 1 im Handwerk. Diese Aufgaben sind aus ganzheitlichen Kundenaufträgen abgeleitet und werden ganzheitlich in der Prüfung bearbeitet - es werden keine mehr oder weniger isolierte "Kenntnisfragen" gestellt. Des Weiteren berichtet er von dem gut funktionierenden System der Aufgabenerstellung im Land Baden-Württemberg, in dem die Prüfungsaufgaben von den Berufsschulen erstellt werden.

 

Resümee: Ergebnisse der Fachtagung

  • Irmgard Frank
    Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn
    Beitrag folgt

Irmgard Frank

 

Referenten- und Moderatorenverzeichnis

Erscheinungsdatum und Hinweis Deutsche Nationalbibliothek

Veröffentlichung im Internet: 14.12.2006

URN: urn:nbn:de:0035-0327-0

Letzte Änderung: 06.10.2009


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