Forum 4
Berufliche Bildung im Lebensverlauf
Die Berufs- und Arbeitswelt unterliegt strukturellen Veränderungen und Umbrüchen. Technologische Entwicklungen und das Voranschreiten des globalen Wirtschaftens haben vielfältige Auswirkungen auf die berufliche Bildung, auf Berufsbiografien und Lernanforderungen an die Einzelnen. Berufe veralten ebenso wie einmal erlernte Fertigkeiten und Kenntnisse.
Es entstehen neue Berufsbilder und neue Aus- und Weiterbildungswege. Berufliche Qualifikationen verbinden sich immer mehr mit einem Set an Kompetenzen und Berufserfahrungen aus unterschiedlichen Lern- und Arbeitsumgebungen und spezifischen biografischen Erfahrungen, z.B. von Personen mit Migrationshintergrund.
Die Veränderungen im Berufs- und Arbeitsleben haben zur Folge, dass berufliche Bildung im Lebensverlauf ein Thema geworden ist. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an die Gestaltung der Bildungswege. Folgende Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des Forums:
- Wie werden Übergänge im System der beruflichen Bildung gestaltet?
- Welche Wege zur nachholenden beruflichen Qualifizierung sind vorhanden und notwendig?
- Welche Möglichkeiten zur Entwicklung von Kompetenzen und deren Anerkennung werden benötigt?
- Wie kann die Kontinuität lebenslangen Lernens gesichert werden?
- Welche neuen Kompetenzen entstehen und werden - wie interkulturelle Kompetenzen - in Wirtschaft und Gesellschaft gebraucht?
Ist dies eine Chance für Personen mit Migrationshintergrund, ihre Position auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern?
Diesen Fragen wird in den Arbeitskreisen des Forums nachgegangen mit dem Ziel, zur Diskussion über Notwendigkeiten und Folgen flexiblerer Ausgestaltung von Wegen beruflicher Bildung beizutragen. Die Eingangsveranstaltung greift diese Fragen unter dem Motto "Flexibilisierung in der beruflichen Bildung - wie viel ist nötig, wie viel ist möglich?" auf und markiert unterschiedliche Positionen.
In der Abschlussveranstaltung wird ein Blick aus europäischer Perspektive auf diese Debatte geworfen.




