ReferNet Regional Meeting
Bonn, 03. bis 04. Mai 2007
URN: urn:nbn:de:0035-0315-9
Am 3./4. Mai 2007 richtete das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) als Koordinator des deutschen ReferNet in Bonn ein Regional Meeting für die Gruppe der sog. Central Europe Countries aus (Belgien, Bulgarien, Deutschland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich) aus. Die beiden zentralen Themen der Tagung waren das zukunftige mehrjährige Arbeitsprogramm (2008-11) des ReferNet vor dem Hintergrund des Helsinki Kommuniqués sowie Indikatoren und Benchmarks im Bereich der beruflichen Bildung.
Tagesordnung des Regional Meetings in Bonn
Teilnehmerliste
Mittwoch, 02. Mai 2007 (Anreisetag)

Teilnehmer des Stadtrundgangs vor dem Beethoven Haus in Bonn
Donnerstag, 03 Mai 2007

Das ReferNet Regional Meeting wurde offiziell von Prof. Dr. Reinhold Weiß, dem Ständigen Vertreter des Präsidenten und Forschungsdirektor des BIBB, eröffnet.
- Prof. Dr. Reinhold Weiß
Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn
Eröffnungsrede
In der ersten Session wurden die wesentlichen Ergebnisse des Helsinki Kommuniqés, dem Fortsetzungspapier zur Kopenhagener Erklärung (2002) und zum Maastricht Kommuniqué (2004) im Rahmen der sog. "Lissabon-Strategie", diskutiert. Nach einer kurzen Einführung durch Marc Willem, den Leiter des Bereiches D "Dokumentation und Verbreitung" im Cedefop, berichtete jedes der Teilnehmerländer über die bislang erzielten Fortschritte. Als eine große Herausforderung, die in den nächsten Jahren prioritär behandelt werden sollte, wurde die Verringerung des hohen Anteils an gering Qualifizierten in der EU identifiziert (im Jahr 2005 etwa 72 Mio. Personen in der Altersgruppe der 25- bis 64-Jährigen bzw. rund 30 % der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter). Laut Schätzungen der Maastricht-Studie (2004), wird bis 2010 nur noch für ca. 15 % der neu geschaffenen Arbeitsplätze eine Grundbildung ausreichend sein, wohingegen für etwa 50 % der Arbeitsplätze ein tertiärer Bildungsabschluss und für knapp 40 % ein Sekundarabschluss der Stufe II notwendig sein wird. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden demografischen Wandels und den sich hieraus möglicher Weise für die europäischen Arbeitsmärkte ergebenden Konsequenzen (Stichwort: Fachkräftemangel) wird der Anhebung des Kompetenzniveaus insbesondere der so genannten benachteiligten Personengruppen (z. B. Menschen mit Migrationshintergrund) eine Schlüsselrolle zukommen.

Marc Willem, CEDEFOP

ReferNet Ländervertreter in der Diskussion
Am Nachmittag standen das jährliche ReferNet Arbeitsprogramm für 2008 bzw. das mehrjährige Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2008-11 auf der Tagesordnung. Eine der Hauptaufgaben des Netzwerkes wird zukünftig darin bestehen, das Cedefop bei der Politikberichterstattung zu unterstützen. Um die verschiedenen Erfahrungen in den Teilnehmerländern nutzbar zu machen, wurden zentrale Punkte für die zukünftige Ausrichtung des ReferNet in vier Arbeitsgruppen diskutiert. Die Ergebnisse wurden anschließend von jeder Arbeitsgruppe präsentiert und auf Flip Charts dokumentiert. Auf dieser Grundlage wurde ein gemeinsames Papier der ReferNet-Teilnehmerländer erstellt und als Anregung an die Direktion des Cedefop übermittelt.

ReferNet Arbeitsprogramm
Freitag, 4 Mai 2007
Der zweite Tag war hauptsächlich den beiden Themen "Indikatoren und Benchmarks" und "Wissensmanagement in der beruflichen Bildung" gewidmet.
- Katja Nestler
Cedefop
Available data on VET in Europe

- Dr. Georg Hanf
Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn
Indicators and benchmarks in the Lisbon agenda

- Dr. Uta Roth und Dr. Susanne Thalemann
Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn
Knowledge management in VET - the KIBB project

- Markus Linten
Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn
VET literature database of BIBB





