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41/ 2007
Bonn, 14.09.2007

 

BIBB-Fachkongress setzt Impulse für Weiterentwicklung der beruflichen Bildung

Stellvertretender BIBB-Präsident Prof. Dr. Weiß: "Duales System ist wandlungs-, leistungs- und innovationsfähig"

Vom 5. Fachkongress des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) werden nach Auffassung von Prof. Dr. Reinhold Weiß, stellvertretender BIBB-Präsident und Forschungsdirektor, wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der beruflichen Bildung in Deutschland ausgehen. Ob Ausbildungsbausteine für Altbewerber, Qualitätsentwicklung, engere Verzahnung von Aus- und Weiterbildung oder die dringend notwendige Verbesserung des "Übergangsmanagements" von schulischer in betriebliche Ausbildung - alle aktuellen Reformansätze sowie neue Studien und Konzepte des BIBB waren Bestandteil der Diskussionen. Prof. Dr. Weiß: "Die Ergebnisse dieses Kongresses werden in die aktuellen Forschungsarbeiten des BIBB einfließen und den Reformdiskussionen einen neuen Schub geben."

Nach Auffassung des BIBB-Forschungsdirektors hat der Verlauf des von knapp 2.000 Berufsbildungsexperten und -expertinnen besuchten Fachkongresses in Düsseldorf unter dem Motto "Zukunft berufliche Bildung: Potenziale mobilisieren - Veränderungen gestalten" gezeigt, dass das duale System flexibel genug ist, um sich den veränderten Anforderungen und Bedingungen anzupassen. "Es ist wandlungs-, leistungs- und innovationsfähiger als manche Kritiker uns glauben machen wollen", so Prof. Dr. Weiß. Das duale System trage alle "Charakterzüge eines lernenden Systems".

Zur aktuellen Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt erklärte der stellvertretende BIBB-Präsident in seiner Abschlussrede, trotz der sich abzeichnenden Entspannung seien die quantitativen Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt nicht gelöst. "Die Schaffung eines dauerhaft ausreichenden Ausbildungsplatzangebots, die Verringerung der Zahl der Altbewerber und die Integration von Benachteiligten stehen weiterhin auf der Agenda."

Die momentane Diskussion über den Fachkräftemangel zeige zudem den fundamentalen Wandel, der den Betrieben künftig bevorstehe. Da die Zahl der Bewerbungen in einigen Jahren stärker zurückgehen werde, müssen Betriebe und Verbände in noch viel höherem Maße als bisher "aktives Marketing" betreiben, um das Bewerberpotenzial zu erschließen. "Allerdings", so Prof. Dr. Weiß weiter, "ist es momentan verfrüht, über einen gravierenden Mangel an Fachkräften zu klagen - jedenfalls soweit es um dual ausgebildete Fachkräfte geht."

Letzte Änderung: 27.09.2007


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