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Diagnostik und Forschung in der beruflichen Bildung (WS 07/08)

Übung (K 6) an der Universität Bonn, Fachbereich Psychologie

Das in Bonn ansässige Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) führt umfangreiche Forschungsarbeiten in der beruflichen Bildung durch. Im Rahmen von Praktika, Abschlussarbeiten und Promotionsvorhaben eröffnen sie für Studierende eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Beteiligung. In der Übung stellen Projektleiter/-innen des BIBB ausgewählte Forschungsansätze vor und diskutieren sie mit den Studierenden in inhaltlicher und methodischer Hinsicht. Themen werden u.a. die Ausbildungsreife, das Freizeit- und Berufswahlverhalten, die berufliche Flexibilität und Mobilitätsbereitschaft von Jugendlichen, die Ausbildungsbereitschaft von Betrieben sowie das Weiterbildungs- und Innovationsverhalten von Erwerbstätigen sein. Die Studierenden sollen anhand der Übungsreihe einen Einblick in die Tätigkeiten von Psychologen /innen in der praxisorientierten, angewandten empirischen Sozialforschung erhalten.

Leitung der Übung:

  • Dipl.-Psych. Verena Eberhard, E-Mail: eberhard@bibb.de
  • Dipl.-Psych. Dr. Joachim Gerd Ulrich, E-Mail: ulrich@bibb.de

    Übung, 2-stündig, donnerstags, 16:00 - 18:00 Uhr, HS 2, Beginn: 18. Oktober 2007

18.10.2007

Einführung in die Seminarreihe: Das Forschungsverständnis des BIBB im Widerstreit unterschiedlicher politischer Interessen

Dozenten: V. Eberhard, J.G. Ulrich

Die Einführungsveranstaltung gibt einen Überblick über die verschiedenen Forschungsarbeiten des BIBB und die verschiedenen Themen der Veranstaltung. Außerdem sollen organisatorische Fragen geklärt werden. Am Beispiel der Ausbildungsmarktforschung wird zudem das Forschungsverständnis des BIBB vorgestellt.

Literatur:

  • Krekel, E. M.; Uhly, A. & Ulrich, J. G.(2006)
    Forschung im Spannungsfeld konkurrierender Interessen
    (Forschung Spezial, H. 11). Bielefeld: Bertelsmann.
  • Ulrich, J. G. (2006)
    Wie groß ist die Lehrstellenlücke wirklich? Vorschlag für einen alternativen Berechnungsmodus. Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 35 (3), 12-16.
  • Ulrich, J. G. (2007)
    Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt? Die aktuelle Lage im Spiegel der Statistik. In G. Cramer, H. Schmidt, W. Wittwer (Hrsg.) Ausbilder-Handbuch (91. Erg.-Lfg., März 2007) (S. 1-26). Neuwied: Wolters Kluwer.

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25.10.2007

Mangelnde "Ausbildungsreife" von Lehrstellenbewerbern?

Dozenten: V. Eberhard, J.G. Ulrich

Spätestens seit der Veröffentlichung der PISA-Studie wird heftig über die "Ausbildungsreife" von Jugendlichen diskutiert. Insbesondere die Arbeitgeber beklagen massive Mängel, während Gewerkschaftsvertreter darin ein Manöver sehen, um vom Lehrstellenmangel abzulenken. Die Diskussion wird dadurch erschwert, dass es sich bei der "Ausbildungsreife" keinesfalls um ein wissenschaftlich geklärtes Konstrukt handelt. In der Veranstaltung wird dargestellt, wie sich das BIBB über eine internetgestützte Befragung von 500 Fachleuten dem Thema zu nähern versucht hat.

Literatur:

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08.11.2007

Beeinflussen die bloßen Namen von Berufen die Berufswahl von Jugendlichen?

Dozenten: A. Krewerth, V. Eberhard, J.G. Ulrich

Eine zentrale Aufgabe des BIBB ist die Modernisierung von Ausbildungsberufen. Manche Berufe erhalten dabei auch neue Bezeichnungen. Dabei wurde beobachtet, dass sich damit auch die Nachfrage der Jugendlichen veränderte. In den herkömmlichen Berufswahltheorien spielen Berufsbezeichnungen jedoch als erklärende Größen keine Rolle. Das BIBB hat eine Befragung von mehreren Tausend Schülerinnen und Schülern durchgeführt, um die Rolle der Berufsbezeichnungen bei der Berufswahl näher zu klären. Zugleich ging es darum, wie "geeignete" Namen für neue Berufe identifiziert werden können.  

Literatur:

  • Eberhard, V. & Krewerth, A. (2006)
    Berufsbezeichnungen und ihre Rolle bei der Berufswahl. In V. Eberhard, A. Krewerth & J. G. Ulrich (Hrsg.), Mangelware Lehrstelle. Zur aktuellen Lage der Ausbildungsplatzbewerber in Deutschland. (Berichte zur beruflichen Bildung). Bielefeld: Bertelsmann.
  • Eberhard, V. & Ulrich, J. G. (2006)
    Berufsbezeichnungen und ihre Bedeutung im Kontext der Berufswahl von Jugendlichen. In N. Bley & M. Rullmann (Hrsg.), Übergang Schule und Beruf. Aus der Praxis für die Praxis - Region Emscher-Lippe. Wissenswertes für Lehrkräfte und Eltern (S. 295-304). Recklinghausen: FIAB.
  • Jesell, J.C. & Beymer, L. (1992)
    The effects of job title vs. job description on occupatial sex typing. Sex Roles, 27 (1/2), 73-83.
  • Krewerth, A.; Leppelmeier, I. & Ulrich, J. G. (2004)
    Der Einfluss von Berufsbezeichnungen auf die Berufswahl von Jugendlichen. Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 33 (1), 43-47
  • Krewerth, A.; Tschöpe, T.; Ulrich, J. G. & Witzki, A. (2004.)
    Berufsbezeichnungen und ihr Einfluss auf die Berufswahl von Jugendlichen. Theoretische Überlegungen und empirische Ergebnisse (Berichte zur beruflichen Bildung, Heft 270) . Bielefeld: Bertelsmann.
  • Ulrich, J. G. (2006)
    Berufskonzepte von Mädchen und Jungen. In M. Granato & U. Degen (Hrsg.), Berufliche Bildung von Frauen (Berichte zur beruflichen Bildung, H. 278) (S. 37-60). Bielefeld: Bertelsmann.

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15.11.2007

Regionale und berufliche Mobilitätsbereitschaft bei Jugendlichen

Dozenten: A. Krewerth, V. Eberhard, J.G. Ulrich

Die aktuelle Arbeitsmarktlage verlangt eine hohe Flexibilität. Viele Haupt- und Realschüler sind davon bereits in einem Alter betroffen, in dem sie noch nicht einmal volljährig sind. Sie sind aufgefordert, auch Lehrstellen außerhalb der Heimatregion in Betracht zu ziehen, eventuell sogar von zu Hause fortzuziehen und auch Abstriche zu machen, was ihren Wunschberuf betrifft. Wie reagieren nun die Jugendlichen? Wovon hängt die Mobilitätsbereitschaft ab, und machen die Jugendlichen eher Kompromisse beim Ausbildungsberuf oder bei der Frage eines möglichen Umzugs? Es werden die Untersuchungsansätze und Ergebnisse einer Ende 2006 durchgeführten Befragung bei mehreren Tausend Ausbildungsplatzbewerbern vorgestellt.


Literatur:

  • Ulrich, J. G., Ehrenthal, B. & Häfner, E. (2006).
    Regionale Mobilitätsbereitschaft und Mobilität der Ausbildungsstellenbewerber. In V. Eberhard, A. Krewerth & Ulrich, J. G. (Hrsg.), Mangelware Lehrstelle. Zur aktuellen Lage der Ausbildungsplatzbewerber in Deutschland (Berichte zur beruflichen Bildung Nr. 279) (S. 99-120). Bielefeld: Bertelsmann.
  • Krewerth, A. & Eberhard, V. (2006).
    Berufliche Mobilität der Ausbildungsstellenbewerber: Möglichkeiten ihrer empirischen Erfassung und Vergleich mit der regionalen Mobilität. In V. Eberhard, A. Krewerth & J. G. Ulrich (Hrsg.), Mangelware Lehrstelle. Zur aktuellen Lage der Ausbildungsplatzbewerber in Deutschland (Berichte zur beruflichen Bildung Nr. 279) (S. 121-132). Bielefeld: Bertelsmann.

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22.11.2007

Freizeitverhalten und seine Auswirkungen auf die berufliche Orientierung von Jugendlichen

Dozenten: V. Eberhard, J.G. Ulrich

In Bewerbungsratgebern wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, die "richtigen" Hobbys im Lebenslauf zu nennen. Diese Informationen würden Personalverantwortlichen dazu dienen, Näheres über die Persönlichkeit und die beruflichen Interessen des Bewerbers zu erfahren. Doch besteht tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den Freizeitaktivitäten und den beruflichen Affinitäten von Bewerbern? Zunächst werden klassische Berufswahltheorien vorgestellt, aus denen solche Vermutungen abgeleitet werden können. Anschließend wird eine Studie des BIBB präsentiert, die den Zusammenhang zwischen Freizeitverhalten und schulischen sowie beruflichen Orientierungen bei Schülerinnen und Schülern der Abgangsklassen untersucht hat.

Literatur:

  • Holland, J. L. (1985).
    Making vocational choices (2nd edition). Englewood Cliffs: Prentice Hall.
  • Super, D. E. (1953).
    A theory of vocational development. American Psychologist, 8, 185-190.
  • Super, D. E. (1957).
    Psychology and careers. New York: Harper & Row.
  • Super, D. E. (1974).
    Measering vocational maturity for counseling and evaluation. Washington: National Vocational Guidance Association.

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29.11.2007

Jugendliche mit Migrationshintergrund: Wie verhalten sie sich auf einem stark angespannten Ausbildungsstellenmarkt, und welche Ausbildungschancen haben sie?

Dozenten: M. Granato, V. Eberhard, J.G. Ulrich

Rund 40 % aller türkischstämmigen Jugendlichen in Deutschland erlernen niemals einen Beruf. Die Quote bei den deutschen Jugendlichen liegt bei unter 10 %. Welche Ursachen sind hierfür maßgeblich? Unterscheiden sich die Ausbildungsziele und Bewerbungsstrategien von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund, und welche Hinweise ergeben sich auf eine mögliche Diskriminierung? Neben aktuellen theoretischen Erklärungsansätzen wird eine Untersuchung des BIBB vorgestellt, die die Bewerbungsstrategien und den Erfolg von rd. 4.500 Ausbildungsplatzbewerbern mit und ohne Migrationshintergrund untersucht hat.

Literatur:

  • Boos-Nünning, U. (2006)
    Berufliche Bildung von Migrantinnen und Migranten. Ein vernachlässigtes Potential für Wirtschaft und Gesellschaft. In Wirtschafts- und sozialpolitisches Forschungs- und Beratungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Arbeit und Sozialpolitik (Hrsg.), Kompetenzen stärken, Qualifikationen verbessern, Potenziale nutzen. Berufliche Bildung von Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund (S. 6-29). Bonn: Friedrich Ebert Stiftung.
  • Granato, M. & Skrobanek, J. (2007).
    Junge Muslime auf dem Weg in eine berufliche Ausbildung: Chancen und Risiken am Übergang Schule -Ausbildun. In H.-J. von Wensierski & C. Lübcke (Hrsg.), Junge Muslime in Deutschland Opladen: Verlag Barbara Budrich.
  • Konsortium Bildungsberichterstattung (2006)
    Bildung in Deutschland. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration. Bielefeld: Bertelsmann [insb. S. 137-180].
  • Troltsch, K.; Alex; L.; Bardeleben, v., R & Ulrich J. G. (1999)
    Jugendliche ohne Berufsausbildung. Eine BIBB-EMNID-Untersuchung. Bonn. Bundesministerium für Bildung und Forschung.
  • Uhly, A. & Granato, M. (2006)
    Werden ausländische Jugendliche aus dem dualen System der Berufsausbildung verdrängt? Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 35 (3), 51-55.
  • Ulrich, J. G.; Eberhard, V.; Granato, M. & Krewerth, A. (2006)
    Bewerber mit Migrationshintergrund: Bewerbungserfolg und Suchstrategien. In V. Eberhard, A. Krewerth & J. G. Ulrich (Hrsg.), Mangelware Lehrstelle. Zur aktuellen Lage der Ausbildungsplatzbewerber in Deutschland (Berichte zur beruflichen Bildung). Bielefeld: Bertelsmann.

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06.12.2007

Ausbilden: Ja oder nein? Entscheidungsstrategien von Betriebsinhabern und Personalverantwortlichen

Dozenten: K. Troltsch, V. Eberhard, J.G. Ulrich

Eine schwierige Wirtschaftslage und eine wachsende Zahl von Jugendlichen mit Leistungs- und Verhaltensdefiziten macht die Entscheidung von Betriebsinhabern, sich an Ausbildung zu beteiligen, nicht leichter. Das BIBB hat 2.000 Betriebsinhaber und Personalverantwortliche nach ihren "subjektiven Theorien" zur Zweckmäßigkeit einer eigenen Ausbildungsbeteiligung befragt und versucht, ihre Entscheidungsstrategien in einem Modell nachzuzeichnen.

Literatur:

  • Beutner, M. (2001).
    Ausbildungsbereitschaft von Klein- und Mittelbetrieben. Eine wirtschaftspädagogische Studie zur Ermittlung der Determinanten der Ausbildungsbereitschaft. Köln: Botermann & Botermann Verlag.
  • Groeben, N. & Scheele, B. (1977).
    Argumente für eine Psychologie des reflexiven Subjekts: Paradigmawechsel vom behavioralen zum epistemologischen Menschenbild. Darmstadt: Steinkopf.
  • Groeben, N., Wahl, D., Schlee, J. & Scheele, B. (1988).
    Forschungsprogramm subjektive Theorien: Eine Einführung in die Theorie des reflexiven Subjekts. Tübingen: Francke.
  • Steinkamp, T. (1989).
    Unternehmertheorien zur Personalentwicklung. Entwurf eines allgemeinen Handlungsmodells aus epistemologischer Sicht. Bayreuth: Verlag PCO.
  • Troltsch, K., Krekel, E. M. & Ulrich, J. G. (2004).
    Wege und Instrumente zur Steigerung und Stabilisierung der betrieblichen Ausbildungsbeteiligung - Ergebnisse von Expertengesprächen in Betrieben. In E. M. Krekel & G. Walden (Hrsg.), Zukunft der Berufsausbildung in Deutschland: Empirische Untersuchungen und Schlussfolgerungen (Berichte zur beruflichen Bildung, Nr. 273) (S. 53-93). Bielefeld: Bertelsmann.
  • Troltsch, K. & Krekel, E. M. (2006).
    Zwischen Skylla und Charybdis. Möglichkeiten und Grenzen einer Erhöhung betrieblicher Ausbildungskapazitäten. Be-rufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 35 (1), 12-17.

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13.12.2007

Von der Schule in die "Endlosschleife" der erfolglosen Ausbildungsplatzsuche? Der Übergangsprozess von ausbildungsinteressierten Jugendlichen in die Berufsausbildung und seine Determinanten

Dozenten: V. Eberhard, J.G. Ulrich

Bis Mitte der 1980er-Jahre betrachtete die Übergangsforschung vor allem die Übergänge im allgemeinbildenden Schulwesen. Doch seit der wiederkehrenden Krise am Lehrstellenmarkt beschäftigen sich Psychologen, Soziologen und Erziehungswissenschaftler vor allem mit dem Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine berufliche Erstausbildung. Folgende Fragen stehen derzeit im Fokus des Interesses: Wie lange dauert der Übergang in eine Berufsausbildung? Welche Faktoren verlängern oder verkürzen die Übergangsdauer? Welche psychologischen Folgen haben verlängerte Übergangsprozesse?

Literatur:

  • Beicht, U., Friedrich, M. & Ulrich, J. G. (2007).
    Steiniger Weg in die Berufsausbildung - Werdegang von Jugendlichen nach Beendigung der allgemein bildenden Schule. Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 36 (3), 5-9.
  • Beicht, U., Friedrich, M. & Ulrich, J. G. (2007).
    Schulabsolventen auf Lehrstellensuche: Deutlich längere Dauer bis zum Ausbildungseinstieg. BIBB REPORT, 1 (2).
  • Bley, N. & Rullmann, M. (Hrsg.) (2006).
    Übergang Schule und Beruf. Aus der Praxis für die Praxis - Region Emscher-Lippe. Wissenswertes für Lehrkräfte und Eltern. Recklinghausen: FIAB.
  • Friedrich-Ebert-Stiftung & Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Hrsg.) (2006).
    Übergänge zwischen Schule und Beruf und darauf bezogene Hilfesysteme in Deutschland. Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung.
  • Lappe, L. (Hrsg.) (2003).
    Fehlstart in den Beruf? Jugendliche mit Schwierigkeiten beim Einstieg ins Arbeitsleben. Opladen: Leske & Budrich.
  • Neß, H. (2007).
    Generation abgeschoben. Warteschleifen und Endlosschleifen zwischen Bildung und Beschäftigung. Daten und Argumente zum Übergangssystem. Bielefeld: Bertelsmann.
  • Rahn, P. (2005).
    Übergang zur Erwerbstätigkeit. Bewältigungsstrategien Jugendlicher in benachteiligten Lebenslagen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Solga, H. (2005).
    Ohne Abschluss in die Bildungsgesellschaft. Die Erwerbschancen gering qualifizierter Personen aus soziologischer und ökonomischer Perspektive. Opladen: Verlag Barbara Budrich.
  • Ulrich, J. G. & Krekel, E. M. (2007).
    Zur Situation der Altbewerber in Deutschland. Ergebnisse der BA/BIBB-Bewerberbefragung BIBB REPORT, 1 (1).

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10.01.2008

Wer ist schuld an der Lehrstellenmisere? Attributionstheoretische Anmerkungen zu einem endlosen Streit

Dozenten: J.G. Ulrich, V. Eberhard

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland ist seit Jahren viel zu gering. Die für das Ausbildungssystem verantwortlichen Seiten streiten heftig um die Ursachen und Lösungsansätze, ohne dabei wirklich voran zu kommen. Aus der sozialpsychologischen Attributionstheorie lassen sich wichtige Hinweise gewinnen, weshalb dies so ist. Am Beispiel einiger zentraler Vorwürfe an das vermeintliche Fehlverhalten von Lehrstellenbewerbern wird deutlich, wie stark die jeweiligen Ursachendeutungen von der Außenperspektive abhängig sind und einer genaueren empirischen Betrachtung nicht standhalten können.

Literatur:

  • Heckhausen, H. (1989).
    Motivation und Handeln (2. völlig überarbeitete Auflage). Berlin: Springer.
  • Kelley, H. H. (1973).
    The process of causal attribution. American Psychologist, 73, 107-128.
  • Prager, J. U. & Wieland, C. (2005).
    Jugend und Beruf. Repräsentativumfrage zur Selbstwahrnehmung der Jugend in Deutschland. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.
  • Ulrich, J. G. (2004).
    Bewerbungs- und Nachfrageverhalten von Jugendlichen. Anmerkungen aus attributionstheoretischer Sicht. In E. M. Krekel. & G. Walden (Hrsg.), Zukunft der Berufsausbildung in Deutschland: Empirische Untersuchungen und Schlussfolgerungen (Berichte zur beruflichen Bildung, Nr. 273) (S. 157-202). Bielefeld: Bertelsmann.
  • Ulrich, J. G. (2004).
    Wer ist schuld an der Lehrstellemisere? Diskussion der Lehrstellenprobleme aus attributionstheoretischer Sicht. Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 33 (3), 15-19.

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17.01.2008

Belastungen und Beanspruchungen von Erwerbtätigen in einer Arbeitswelt mit wachsendem Konkurrenzdruck

Dozenten: A. Hall, V. Eberhard, J. G. Ulrich

Das BIBB hat in Kooperation mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin [BAuA] 20.000 Erwerbstätige detailliert nach ihren beruflichen Tätigkeiten, Anforderungen, Arbeitsbelastungen und -beanspruchungen, nach ihrem Bildungsverlauf, Weiterbildungsverhalten und ihrer Arbeitszufriedenheit befragt. Ziel war es, für Deutschland repräsentative und hochrechenbare Daten zu gewinnen. Es werden der Untersuchungsansatz und exemplarische Ergebnisse vorgestellt.

Literatur:

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24.01.2008

Weiterbildungs- und Innovationsverhalten von Erwerbstätigen als Erfolgsschlüssel in einer alternden Gesellschaft

Dozenten: V. Eberhard, J. G. Ulrich

Bereits in wenigen Jahren wird sich der demographische Wandel in der Arbeitswelt massiv bemerkbar machen. In einer rasch veraltenden Gesellschaft wie Deutschland kommt dem Weiterbildungs- und Innovationsverhalten älterer Erwerbstätiger eine Schlüsselrolle bei der Bewahrung des materiellen Wohlstandes zu. Gleichzeitig gibt es jedoch Hinweise, dass mit zunehmendem Alter das Karrierestreben abnimmt und dies auch das Weiterbildungsverhalten nicht unbeeinflusst lässt. Welche Informationen ergeben sich hierzu aus der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung?

Literatur:

  • Bergmann, B. (2001).
    Innovationsfähigkeit älterer Arbeitnehmer. In Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung e.V./Projekt Qualifikations-Entwicklungs-Management (Hrsg.), Kompetenzentwicklung 2001. Tätigsein - Lernen - Innovation (S. 13-52). Münster: Waxmann.
  • Kuwan, H., Thebis, F., Gnahs, D., Sandau, E. & Seidel, S. (2003).
    Berichtssystem Weiterbildung VIII. Integrierter Gesamtbericht zur Weiterbildungssituation in Deutschland. Bonn: Bundesministerium für Bildung und Forschung.
  • Kuwan, H. & Thebis, F. (2005).
    Berichtssystem Weiterbildung IX. Ergebnisse der Repräsentativbefragung zur Weiterbildungssituation in Deutschland. Bonn: Bundesministerium für Bildung und Forschung.
  • Ulrich, J. G. (2000).
    Weiterbildungsbedarf und Weiterbildungsaktivitäten der Erwerbstätigen in Deutschland. Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 29 (3), 23-29.

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31.01.2008

Qualitätssicherung und -entwicklung in der Weiterbildung

Dozenten: A. Krewerth, V. Eberhard, J.G. Ulrich

Insbesondere seit Beginn der 1990er-Jahre gewinnen systematische Verfahren zur Qualitätssicherung und -entwicklung in Weiterbildungsorganisationen beständig an Bedeutung - eine Entwicklung, die bis heute von wissenschaftlicher Seite kontrovers diskutiert wird. Im Rahmen unterschiedlicher Befragungen hat das BIBB ermittelt, welche Verfahren die Weiterbildungsorganisationen tatsächlich nutzen, welche positiven Effekte dies für sie hat und welche Probleme daraus entstehen können. Im Rahmen des Seminars werden zunächst die prinzipiellen Vor- und Nachteile der Qualitätsinstrumente diskutiert. Anschließend werden die empirischen Ergebnisse zu diesem Themengebiet vorgestellt.

Literatur:

  • Balli, C., Krekel, E. M. & Sauter, E. (2002).
    Qualitätsentwicklung in der Weiterbildung - Zum Stand der Anwendung von Qualitätssicherungs- und Qualitätsmanagementverfahren bei Weiterbildungsanbietern (Wissenschaftliche Diskussionspapiere des Bundesinstitut für Berufsbildung, Heft 62). Bonn: Bundesinstitut für Berufsbildung [insb. S. 25-44].
  • Hartz, S. & Meisel, K. ( 2004).
    Qualitätsmanagement. Studientexte für Erwachsenenbildung. Bielefeld: Bertelsmann [insb. S. 59-76].

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07.02.2008

Teil A: Welche Forschungsaufgaben sind in Zukunft erforderlich, um die Effizienz des beruflichen Bildungssystems in Deutschland zu sichern und weiter zu verbessern?

Teil B: Diskussion, Manöverkritik zur Übungsreihe

Dozenten: V. Eberhard, J.G. Ulrich

  • Teil A:
    Wie diagnostiziert man eigentlich den zukünftigen Forschungsbedarf in der beruflichen Bildung? Diese Frage ist umso schwerer zu beantworten, je stärker die bildungspolitischen Interessen der Beteiligten divergieren. Das BIBB hat hierzu eine Delphi-Studie durchgeführt und gleichzeitig überprüft, in welcher Form dieses Verfahren zur konsensualen Entscheidungsfindung in der Berufsbildungsforschung beitragen kann.
  • Teil B:
    Im zweiten Teil der letzten Sitzung sollen Verlauf und Ergebnisse der Seminarreihe evaluiert werden. Zugleich geht es darum, Perspektiven zu erarbeiten, wie interessierte Seminarteilnehmer und -teilnehmerinnen im Rahmen von Seminar- oder Studienabschlussarbeiten in die Forschungsarbeiten des BIBB eingebunden werden können.

Literatur:

  • Kuwan, H., Ulrich, J. G. & Westkamp, H. (1998).
    Die Entwicklung des Berufsbildungssystems bis zum Jahr 2020. Ergebnisse des Bildungs-Delphi 1997/98. Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 27 (6), 3-9.
  • Krekel, E. M. & Ulrich, J. G. (2000).
    Die Delphi-Methode: Welche Erkenntnisse ergeben sich aus der Anwendung der Delphi-Methode für die Berufsbildungsforschung? Sozialwissenschaften und Berufspraxis, 23 (4), 357-367.
  • Ulrich, J. G. & Krekel, E. M. (2004).
    Bedarfsperspektiven der Berufsbildungsforschung aus Sicht der Delphi-Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (2004). In R. Czycholl & R. Zedler (Hrsg.), Stand und Perspektiven der Berufsbildungsforschung (BeitrAB 280) (S. 3-54). Nürnberg: Bundesagentur für Arbeit.
  • Wottawa, H. & Thierau, H. (1998).
    Lehrbuch Evaluation. Göttingen: Hans Huber Verlag.

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Scheinerwerb

Scheinerwerb ist möglich durch Referat oder Hausarbeit

Kriterien Referat:

  • Foliengestütztes, frei gehaltenes Referat von max. 20 Minuten
  • Mindestens vierseitiges Thesenpapier

Kriterien Hausarbeit:

  • Datensatzgestützte Untersuchung einer Fragestellung mittels SPSS (die Daten werden gestellt) und Erstellung eines mindestens 12-seitigen Berichts
  • Alternativ: Literaturanalyse zu einer ausgewählten Fragestellung und Erstellung eines mindestens 12-seitigen Berichts

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Abschließender Fragebogen zur Evaluation der gesamten Übungsreihe

Diagnostik und Forschung in der beruflichen Bildung:
Übung (K6) im Wintersemester 2007/08

  • Der Fragebogen wird zeitnah hier veröffentlicht

Letzte Änderung: 30.10.2008


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Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
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