Die Eckdaten der Vermittlungsbilanz 2007
Insgesamt wurden der BA 516.400 Ausbildungsstellen01 gemeldet, 57.200 mehr als vor einem Jahr. Darunter befanden sich 423.000 betriebliche und 93.400 außerbetriebliche Plätze. Zuwächse bei den gemeldeten Stellen gab es sowohl im Westen (+ 36.100) als auch im Osten (+ 21.100). Die Ergebnisse korrespondieren mit den Zwischenzählungen der zuständigen Stellen. Industrie, Handel, Handwerk und die Freien Berufe meldeten ein Plus von rund 41.400 bei den eingetragenen Ausbildungsverträgen. Dabei fiel der Zuwachs im Handwerk mit 8,3 % nahezu ähnlich hoch aus wie in Industrie und Handel (+ 9,3 %). Die Zuwachsrate in den Freien Berufen betrug 2,3 %.
Endgültige Klarheit, wie viele neue Ausbildungsverträge im Zeitraum vom 01. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007 abgeschlossen wurden, gibt es erst im Dezember. Dann wird das BIBB turnusgemäß seine Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge bei den für die Berufsausbildung zuständigen Stellen abgeschlossen haben. Dazu zählen neben Industrie, Handel, Handwerk und den Freien Berufen auch die Landwirtschaft, der Öffentliche Dienst, die Hauswirtschaft und die Seeschifffahrt. Eine frühzeitigere abschließende Bilanz ist leider nicht möglich, da viele Ausbildungsverträge, die im oben genannten Erfassungszeitraum abgeschlossen wurden, erst zwischen Anfang Oktober und Ende November bei den zuständigen Stellen eingetragen und auch erst dann gezählt werden können. Zu den Ergebnissen 2006
Die Zahl der Ende September nicht besetzten, noch offenen Ausbildungsstellen lag bei 18.400 (+ 3.000 gegenüber 2006). Die meisten davon (16.000) befanden sich in Westdeutschland. In Ostdeutschland wurden noch 2.300 offene Plätze registriert.
Als Bewerber um Ausbildungsstellen wurden von den Arbeitsagenturen 734.300 Jugendliche registriert, 28.800 weniger als noch vor einem Jahr. Der Rückgang betraf vor allem den Osten (- 17.200), wo die Zahl der Schulabgänger bereits deutlich sinkt. Im Westen betrug das Minus bei den gemeldeten Bewerbern 11.500.

Schaubild: Verbleib der Ausbildungsstellenbewerber Ende September 2007 (Detail-Ansicht)
Zum Ende des Berichtsjahres konnte für insgesamt 622.700 Bewerber (85 %) der Vermittlungsauftrag abgeschlossen werden: 319.800 hatten eine Berufsausbildungsstelle gefunden. Weitere 302.900 waren entweder in Alternativen eingemündet (und wünschten keine weiteren Vermittlungsbemühungen mehr) oder hatten sich ohne Angabe eines Verbleibs nicht mehr bei der BA gemeldet.
Für insgesamt 111.600 Bewerber (15 %) liefen die Vermittlungsbemühungen auch Ende September noch weiter. Darunter befanden sich 29.100 Bewerber, für die sich bislang weder die Gelegenheit/Entscheidung für einen Einstieg in die Berufsausbildung noch für eine Alternative abzeichnete. Dagegen hatten 82.500 der weiter suchenden Bewerber zumindest eine alternative Verbleibsform gefunden (z.B. erneuter Schulbesuch, Praktikum, berufsvorbereitende Maßnahmen). Bei immerhin 12.100 von ihnen bestand die Alternative in der Fortsetzung einer bereits laufenden Berufsausbildung, aus der sich die Jugendlichen für eine neue Berufsausbildungsstelle heraus beworben hatten.
Lässt man diese Jugendlichen außer Acht, so gab es zusammen mit den komplett unversorgten Bewerbern (ohne Alternative) 99.500 Bewerber, die sich nicht in einer Berufsausbildung befanden und für die die Vermittlungsbemühungen auch Ende September noch weiterliefen.