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Der Bereich der personenbezogenen und sozialen Dienstleistungen befindet sich in einem tief greifenden Veränderungsprozess. Arbeitsbedingungen, Arbeitsorganisation und Arbeitskonzepte haben sich grundlegend gewandelt. Dazu haben vor dem Hintergrund des demografischen Wandels vor allem Verschiebungen in den Alters- und Gesundheitsstrukturen der Bevölkerung, neue Gesundheits-, Erziehungs-, und Pflegestile, veränderte gesundheitliche und pädagogische Förderungsbedarfe, neue Rehabilitationskonzepte sowie technische Entwicklungen beigetragen. Gleichzeitig sind die berufliche Anforderungen gewachsen und die für den Beruf erforderlichen Qualifikationsanforderungen maßgeblich gestiegen. Vor diesem Hintergrund erhalten die Berufe in den personenbezogenen und sozialen Dienstleistungen hohe gesellschaftliche Bedeutung.
Der Arbeitsbereich 4.4 führt Berufsforschung und Qualifikationsanalysen auf allen Gebieten der personenbezogenen und sozialen Dienstleistungen durch. Hierzu gehören Pflege- und Erziehungsberufe, Berufe der Primärversorgung und Rehabilitation, der Medizin- und Diagnosetechnik, der Körperpflege und Hauswirtschaft, der Gästebetreuung, Freizeit und Erholung sowie eine Reihe von neuen Dienstleistungsberufen in unterschiedlichen Bereichen.
Neben berufsbezogener Qualifikationsforschung stellen Grundlagenanalysen zu den aktuellen Entwicklungstrends in Aus- und Weiterbildung sowie zur Früherkennung neuer Qualifikationsanforderungen in den personenbezogenen und sozialen Dienstleistungen ein wichtiges Arbeitsgebiet dar. Hierzu werden in Form systematischer Dauerbeobachtung alle relevanten statistischen Informationen über personenbezogene und soziale Dienstleistungsberufe zusammengetragen und aufbereitet.
Zusammen mit der Berufs- und Qualifikationsforschung ist die Erarbeitung von Aus- und Fortbildungsordnungen für die Berufe in den personenbezogenen und sozialen Dienstleistungen, die in den Geltungsbereich des Berufsbildungsgesetzes fallen, ein weiterer Schwerpunkt des Arbeitsbereiches.
Darüber hinaus hat der Arbeitsbereich auf der Grundlage der Berufsgesetzte des Bundes berufliche Curricula, sowie ausbildungsunterstützende Materialien (Lernsituationen, Erläuterungen usw.) für Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege entwickelt, die in der Fachwelt auf positive Resonanz gestoßen sind. Das Ausbildungscurriculum für die Altenpflege ist 2003 von der Robert-Bosch-Stiftung mit einem Hauptpreis prämiert worden.
Mit dem Ausschuss für Fragen behinderter Menschen (AfbM) ist eines der wichtigsten Gremien für die Förderung der beruflichen Integration beeinträchtigter Menschen dem Arbeitsbereich zugeordnet.
Herbert Tutschner
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