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Am 22. und 23. April 2009 fand in Bonn-Bad Godesberg eine Fachtagung mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet und europäischen Experten statt.
Aus 28 bundesweit agierenden Wirtschaftsmodellversuchen des aus Mitteln des BMBF vom BIBB geförderten Programms "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung" liegen vielfältige Ergebnisse zur Nutzung der innovativen Ausbildungsordnungen in kleinen und mittleren Unternehmen vor. Die Ergebnisse und die erreichten Ziele werden auf der Tagung präsentiert und mit Fachleuten aus der Praxis, der Wissenschaft und der Politik diskutiert. Dazu gehört z. B. der Umgang mit neuen Prüfungen, mit neuen, verpflichtenden Ausbildungskonzepten, der Personalentwicklung, der Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern, einer besseren/ökonomischen Gestaltung der Ausbildung, dem angemessen Umgang mit Rechtsvorschriften. Die Nutzung von externem Bildungsmanagement, die Gestaltung der Lernprozesse, Module und Lerneinheiten, die Rolle des berufspädagogischen Personals sowie der Beitrag der Projekte zur Kompetenzentwicklung sind Angebote, die dargestellt werden.
Vor allem ist dieses ein Blick in die Zukunft, der sich exemplarisch folgenden Fragen stellt: Wie wird künftig Bildungspolitik gestaltet? Welche Förderkonzepte benötigen die Praxis, die Wissenschaft und die Politik? Welche Perspektiven bieten neue Netzwerke? Was versprechen zukünftige Programme?
Der Blick "von außen" auf die Projekte wird neue Perspektiven eröffnen sowie den Transfer intensivieren und sichern. Die Veranstaltung hat dazu beitragen, die Ergebnisse und die erreichten Veränderungen über das Programm und benachbarte Projekte hinaus einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen sowie Anregungen für die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung in kleinen und mittleren Unternehmen zu vermitteln.
22. - 23. April 2009 | Stadthalle Bonn - Bad Godesberg
Programm
Dokumentation
Flyer "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung" als pdf-Datei
Das Ziel des Modellversuchsprogramms "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung" besteht in der Entwicklung von Bildungskonzepten zur Modernisierung der beruflichen Bildung in kleinen und mittleren Unternehmen, deren Transfer sowie in der nachhaltigen Wirkung der Arbeiten der einzelnen Modellversuche und benachbarter Forschungs- und Entwicklungsinitiativen. Ausgangspunkt der Arbeiten bilden die gestaltungsoffenen Ausbildungsberufe seit Beginn der 1990er Jahre, wie die IT-, die Labor- und Medienberufe, weitergeführt in der jüngsten große Neuordnung der Metall- und Elektroberufe. Sie bieten größere Spielräume in der Ausbildung und stellen gleichzeitig die Übergänge zur Weiterbildung her. Diese Veränderungen sind zu verstehen als Antwort der beruflichen Bildung auf die sich kontinuierlich beschleunigenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen.
Hier setzt das Modellversuchsprogramm "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung" an. Es entwickelt, erprobt und evaluiert Konzepte für kleine und mittlere Betriebe (KMU) zur besseren Nutzung der neuen Freiräume in der beruflichen Bildung, weil diese allein dazu oftmals nicht in der Lage sind. Das Programm besteht aus 28 einzelnen Modellversuchen mit unterschiedlichen Anfangsterminen zwischen 2002 und 2004; die Laufzeit des zuletzt begonnenen Versuchs endet im Herbst 2008. DieZusammenarbeit in dem gemeinsamen Programm hat sich trotz der Vielzahl der Einzelprojekte, der großen regionalen Streuung innerhalb des gesamten Bundesgebietes, der Vielfalt der Einzelarbeiten innerhalb des gemeinsamen Themas "Flexibilitätsspielräume" und "Gestaltung der gestaltungsoffenen Aus- und Weiterbildung", der Kooperation der einzelnen Akteure mit differenzierten Schwerpunkten in der Forschung, Entwicklung und der Umsetzung der beruflichen Bldung sehr positiv entwickelt.
Erste Modellversuche des Programms wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Abschlusskonferenzen gestalten sich zu Foren regionalen und überregionalen Transfers. Die in diesen Modellversuchen entwickelten Bildungsdienstleistungen wurden in ihrer Mehrzahl nachhaltig in der Berufsbildungslandschaft verankert und in neue Netzwerke, z.B. Jobstarter-Vorhaben, eingebracht. Die Modellversuchsträger nutzen weiterhin die Chance, im Arbeitskreis mitzuarbeiten, ihre Erfahrungen einzubringen und an den Ergebnissen der anderen zu partizipieren.
Der prozessbegleitende Transfer in unterschiedlichen Kontexten unter Nutzung differenzierter Wege und Medien, die Netzwerke zu anderen Forschungs- und Entwicklungsprojekten und insgesamt die Wirkung auf den Modernisierunsprozess der beruflichen Bildung zeigen dies auf. Die Einzelmodellversuche arbeiten stabil in den Netzwerken des Programmarbeitskreises Flexibilität, seiner zusätzlichen Arbeitskreise und Einzelkooperationen zusammen. Die Nutzung unterschiedlicher virtueller und unmittelbarer Formen der Unterstützung werden genutzt und ausgebaut. Dabei wird stets der Kontakt zu anderen Projekten, Partnern und fachlichen Kontexten genutzt.
Um einen Einblick in diese Weiterentwicklung der Arbeit zu geben, wird hier die Neuauflage der Broschüre vorgelegt, in der sich das Programm darstellt mit seinen Einzelmodellversuchen. Es präsentieren sich auch die Projekte, die noch mitarbeiten, obwohl die offizielle Laufzei beendet ist.
Die Modellversuche zum Thema "Flexibilitätsspielräume" tragen dazu bei, neue Handlungs- und Verhaltensmuster zu erarbeiten, die sich in der Alltagsroutine der Berufsbildung beweisen müssen. Die neuen Lösungsansätze zielen auf eine veränderte Bildungspraxis ab und entstehen im Dialog von Praxis, Wissenschaft und Politik. Damit wirken die Modellversuche mit ihrem gemeinsamen Programm verändernd in die berufliche Bildung ein.
Die entscheidende Rolle als Träger der Modellversuche spielt die Berufsbildungspraxis. Die Verbindung zur Forschung ist durch die wissenschaftliche Begleitung gesichert. Das BIBB verbindet alle Bereiche durch die fachliche bzw. wissenschaftliche Betreuung. Die Fördermittel werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung gestellt. Das angewandte und kontinuierlich weiterentwickelte Konzept der Handlungsforschung ermöglicht eine enge Zuammenarbeit der verschiedenen Akteure bei gleichzeitiger Arbeitsaufteilung.
Diese neu aufgelegte Broschüre über die Modellversuche und ihr gemeinsames Programm soll den Erfahrungsaustausch in den innovativen Modellvorhaben, Forschungs- und Entwicklungsprojekten aktivieren und gleichzeitig die Verbindung mit anderen Akteuren aus der Praxis, der Forschung, der Administration und der Politik im Kontext der beruflichen Bildung intensivieren. Der Einblick in die Modellversuchsprogrammarbeit trägt zum Transfer der Ergebnisse und damit zur "Gestaltung der gestaltungsoffenen Berufsbildung" bei.
Fachliche Betreuung im BIBB:
2. Fachtagung 2008 des Modellversuchsarbeitskreise "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung zum Thema "Flexibilität und Gestaltungsoffenheit weiter entwickeln - neue Perspektiven aufzeigen."
Bei dieser Veranstaltung präsentierten Sachverständige aus den Modellversuchen den Stand der Arbeiten und entwickelten neue Transferaktivitäten.
9. / 10. Dezember 2008 | BWAW Thüringen gGmbH
Programm
Im Zentrum dieser Fachtagung stand das Thema "Handlungsforschung der Berufspädagogik im europäischen Raum - Flexibilität/Gestaltungsoffenheit und Wertschöpfung".
24. - 25. April 2008 | Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen
Programm
Dokumentation
2. Fachtagung 2007 zum Modellversuchsprogramm "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung".
Im Zentrum dieser Fachtagung stand das Thema "Selbstständiges handlungs- und geschäftsprozessorientiertes sowie kompetenzbildendes Lernen in Modellversuchen".
Die Fachtagung fand erstmalig im europäischen Ausland statt und stand im Kontext der Kooperation zwischen dem BIBB, der Handwerkskammer Rheinhessen und dem Zukunftszentrum Tirol.
Rückblick auf die Tagung und Ausblick
29. - 30. November 2007 | ZUKUNFTSZENTRUM TIROL, Innsbruck
Tagungsprogramm
Dokumentation
Fotos zur Veranstaltung
Fachtagung des Arbeitskreises zum Modellversuchsprogramm "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung".
Es trafen sich die Beteiligten aus 28 Modellversuchen zu einem Austausch ihrer Arbeit (Durchführungsträger, die wissenschaftlichen Begleitungen und fachliche Betreuung).
Als Gastreferent sprach Prof. Dr. Ben Hövels, Direktor des Kenniscentrum Beroepsonderwijs Arbeidsmarkt, Nijmegen zum Thema: "Changemanagement - Herausforderungen - Erfahrungen aus den Niederlanden".
15. - 16. Mai 2007 | Duisburg
Programmflyer
Dokumentation
Fotos der Veranstaltung
Halbjahrestreffen des Arbeitskreises zum Modellversuchsprogramm "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung". Es trafen sich die Beteiligten aus 28 Modellversuchen zu einem Austausch ihrer Arbeit (Durchführungsträger, die wissenschaftlichen Begleitungen und fachliche Betreuung). Im Zentrum der Vorträge, des Plenums und der Workshops stand das Thema "Qualitätssicherung in der Gestaltungsoffenheit".
27. bis 28. November 2006 | Mainz
Tagungsprogramm
Dokumentation
Beiträge, die den aktuellen Stand der einzelnen Modellversuche wiedergeben
Halbjahrestreffen des Arbeitskreises zum Modellversuchsprogramm
16. bis 17. Mai 2006 | Magdeburg
Materialien und Dokumentation
Im Modellversuchsprogramm "Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung" ist ein weiterer Sammelband erschienen:
Gisela Westhoff, Klaus Jenewein, Helmut Ernst (Hrsg.): Kompetenzentwicklung in der flexiblen und gestaltungsoffenen Aus- und Weiterbildung; Reihe: Berichte zur beruflichen Bildung, W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld 2012