Entwicklung und Evaluation
Entwicklung und Evaluation von computerunterstützten Unterrichtsmodulen für die CAD-Weiterbildung von älteren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen (TECA)
Ziel des Modellversuchs war es, einen Beitrag zur CAD-Weiterbildung zu leisten, die den besonderen Bedürfnissen von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens entspricht. Auf der Basis eines interaktiven Lernsystems wurde ein Konzept zur Weiterbildung älterer Technischer Zeichner/innen entwickelt. Den Kern des Konzepts bildeten computerunterstützte Unterrichtsmodule zur Weiterbildung in den Bereichen Dialogführung, Geometrieerstellung, Zeichnungserstellung, mathematische Grundlagen und Manipulationsfunktionen. Das übergeordnete Konzept zeichnete sich aus durch die Merkmale arbeitsplatznahe Qualifizierung, zielgruppenspezifische Gestaltung, Förderung von Akzeptanz für CAD und computerunterstütztes Lernen sowie Förderung von Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstgesteuerten Lernen. Lernprogramm und flankierende Maßnahmen sollten somit über die eigentlichen Qualifizierungsinhalte hinaus das allgemeine Interesse am (Weiter-) Lernen, an der CAD-Technologie sowie am Umgang mit Computern fördern. Die entwickelten Unterrichtsmodule und die Bausteine des übergeordneten Weiterbildungskonzepts wurden mit Hilfe quantitativer und qualitativer Verfahren wissenschaftlich begleitet. Dabei waren sowohl die motivationsbezogenen als auch die kognitiven Wirkungen der Qualifizierungsmaßnahmen von Interesse.
Hinsichtlich der motivationsbezogenen Wirkungen der Qualifizierungsmaßnahme zeigte sich, dass das Lernen mit dem CBT-Programm Spaß gemacht hat. Das Konzept war offensichtlich geeignet, Interesse an der CAD-Technologie zu wecken, und hat neugierig auf andere Lernprogramme gemacht. Dafür waren in erster Linie die Möglichkeiten zur individuellen Bestimmung des Lerntempos und der Lerninhalte verantwortlich. Bezogen auf die kognitiven Wirkungen des Lernprogramms wurde dem Konzept von den Teilnehmern eine hohe Praxistauglichkeit, verbunden mit einem hohen Nutzen am Arbeitsplatz, bescheinigt.
Besonders bewährt hat sich eine intensive Beschäftigung mit den adressatenspezifischen Lernvoraussetzungen der älteren Technischen Zeichner und deren Berücksichtigung bei der Gestaltung des Lernprogramms, etwa in Form inhaltlicher (Was soll gelernt werden?) und prozeduraler (Wie soll gelernt werden?) Lernberatung durch das Programm. Auch ein deutlicher Anwendungs- und Arbeitsplatzbezug der Lernaufgaben resp. Lerninhalte scheint eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Qualifizierung älterer Arbeitnehmer/innen zu sein. Darüber hinaus scheint vor allem flankierenden Maßnahmen im Rahmen des Lernprogramm-Einsatzes eine hohe Bedeutung zuzukommen. In diesem Zusammenhang ist hauptsächlich die persönliche Betreuung durch (alters-)didaktisch versierte Tutoren zu nennen. Aber auch Maßnahmen zur Förderung von Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstgesteuerten Lernen, zur frühzeitigen und umfassenden Information sowie zur gezielten Ansprache potentieller Teilnehmer kommt zur erfolgreichen Qualifizierung älterer Arbeitnehmer/innen eine hohe Bedeutung zu.




