Arbeit und Qualifizierung
Der nachträgliche Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses für junge Erwachsene, die bisher ohne Berufsausbildung geblieben sind, ist das Hauptziel dieses Modellversuchs. Mit der Entwicklung und Erprobung einer flexiblen, modular gestalteten Nachqualifizierung werden Arbeit und Qualifizierung miteinander verbunden. Die Verzahnung von Arbeiten und Lernen wird gewährleistet durch die die verschiedenen Lernorte integrierende modulare Qualifizierung, die Einbindung von betrieblichen Paten, die Integration der Theorieanteile in den Arbeitsprozess bzw. der betrieblichen Lerngelegenheiten in den Qualifizierungsprozess sowie durch ein ganzheitliches, handlungsorientiertes Lernkonzept und eine teilnehmer- und erfahrungsorientierte Didaktik.
Die Anbindung dieses Qualifizierungskonzeptes direkt an den ersten Arbeitsmarkt ist eine seiner Besonderheiten. Weitere konstitutive Elemente dieses Konzeptes sind
- Ausrichtung auf die Ausbildungsordnung und den Rahmenlehrplan der angestrebten Berufsabschlüsse (Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Fachverkäufer/in im Nahrungsmittelhandwerk);
- Zertifizierung modular erworbener Teilqualifikationen; Aufbau eines Lernort-Verbundes mit vernetzten Lernorten und -formen;
- Qualifizierungspass als Nachweisinstrument erworbener Qualifikationen;
- Arbeitsplatzanalysen zur Ermittlung der Lernchancen der betrieblichen Arbeit;
- Zielvereinbarungsgespräche zwischen betrieblichem Pate und Teilnehmer;
- tarifübliche Vergütung der Teilzeitbeschäftigung.




