Berufskarrieren im Betrieb
Berufskarrieren im Betrieb durch Zusatzqualifikationen und Doppelqualifizierung
Beim Modellversuch der Deutschen Telekom stand die Frage im Mittelpunkt, wie in einem Großunternehmen, das mit dem schnellen technischen Wandel in der IT-Branche Schritt halten muß, eine Ausbildung erfolgen kann, die zeitgemäß und an den betrieblichen Erfordernissen orientiert ist. Zusatzqualifikationen haben bei der Deutschen Telekom eine strategische Funktion zur Flexibilisierung und Dynamisierung der Ausbildung.
Mit Hilfe der proaktiven Bedarfsermittlung sollen die Ausbilder auf der operativen und auf der strategischen Ebene des Unternehmens ermitteln, welche Qualifikationen momentan und/oder in der Zukunft erforderlich sind. Die Auszubildenden sollen nicht mehr schon etablierte Arbeitsprozesse nachvollziehen, die zum Zeitpunkt des Berufseintritts zum großen Teil bereits veraltet sind. Vielmehr arbeiten sie durch den Einsatz in unterschiedlichen Bereichen des Betriebes an der Entwicklung von Neuerungen mit. Die Auszubildenden qualifizieren sich dadurch, dass sie in Entwicklungspartnerschaften mit Ausbildern und Mitarbeitern neue Kenntnisse über Arbeitsprozesse selbst erarbeiten und erwerben so etwa die Fähigkeit, immer wieder neue Aufgaben zu bewältigen. Durch die Zusatzqualifikationen wurden/werden verkäuferische, unternehmerische und soziale Kompetenzen entwickelt. Die vermittelten Qualifikationen werden nicht zertifiziert, aber ins betriebliche Abschlusszeugnis eingetragen. Die Einbeziehung der Auszubildenden in Projektarbeiten bzw. Neuentwicklungen macht die Auszubildenden für das Unternehmen attraktiv. Durch Präsentationen bei Mitarbeitern und Führungskräften werden sie auch im Betrieb bekannt und steigern so die Chance einer Übernahme bzw. einer Berufskarriere im Unternehmen.




