Ausbildungs- und Organisationsentwicklung
Ausbildungs- und Organisationsentwicklung bei arbeitsplatzbezogenem Lernen. Einsatzorientierte Qualifizierung - Qualifikationsgerechter Einsatz
Der Modellversuch, der im VW-Werk bei Kassel durchgeführt wurde, zielte auf eine Neugestaltung der betrieblichen Berufsausbildung. Neue produktionsintegrierte Lernorte - sogenannte Qualifizierungsstützpunkte - wurden geschaffen und mit vorhandenen Lernorten kombiniert. Der besondere Akzent dieses Modellvorhabens liegt auf der didaktisch-methodischen Durchdringung der mit dem Lernen in realen Arbeitsprozessen verbundenen Fragen aus arbeits- und lernpsychologischer Sicht.
Arbeitsintegrierte Lernumgebungen sind Lehr- und Lernarrangements, die bei VW direkt wertschöpfend in Fertigungs- und Montageprozessen bzw. in Werkstätten der Reparatur und Nachbearbeitung angesiedelt sind. Die Auszubildenden arbeiten und lernen an realen Anlagen und Maschinen unter authentischen technisch-organisatorischen Bedingungen und übernehmen hierbei alle anfallenden direkten und indirekten Aufgaben. Die Einführung arbeitsintegrierter Lernumgebungen stellt eine organisationale Veränderung dar. Durch gezielte Aktivitäten werden Prozesse des Erfahrungslernens unterstützt und mit systematischem Lernen verknüpft.
Um den Transfer dieses Lösungsmodells zur Integration von Arbeiten und Lernen in modernen Produktionssystemen zu fördern, wurden gesicherte Ergebnisse - Instrumentarien, Methoden, Materialien zur lernförderlichen Gestaltung produktionsintegrierter Lernorte - zu einem Leitfaden gebündelt und für möglichst viele ähnlich bzw. gleich gelagerte Felder der Berufsbildung bereitgestellt.




