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Die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt in den neuen Ländern

Datenlage zu "Angebot" und "Nachfrage" in der Ausbildung

Naomi Gericke, Stephan Kroll, Klaus Troltsch und Joachim Gerd Ulrich
Unter Mitwirkung von: Elisabeth M. Krekel, Markus Linten und Christina Widera

Schaubild: Nachfragepotential Ost
Veröffentlicht: 24.10.2008
URN: urn:nbn:de:0035-0299-6
"Azubi-Notstand in Ostdeutschland" ("Bild" vom 2. Juni 2008)
"Lehrlinge im Osten händeringend gesucht" ("Die Welt" vom 03. Juni 2008)
"Im Osten gehen viele Betriebe leer aus" ("Frankfurter Allgemeine" vom 18. August 2008)

Diese und andere Alarmmeldungen waren im Sommer 2008 Schlagzeilen der Tagespresse. Die Berichte klangen ungewohnt, war bislang doch allenfalls von einem großen Mangel an Lehrstellen und nicht von einem Mangel an Bewerbern die Rede. Doch viele ostdeutsche Betriebe berichteten, die eingehenden Bewerbungen inzwischen an einer oder an zwei Händen abzählen zu können, während sie in den Jahren zuvor noch davon überhäuft wurden. Auch die am 13. Oktober 2008 vom Ausbildungspakt vorgelegte erste vorläufige Vermittlungsbilanz für das Berichtsjahr 2007/2008 deutete eine Wende auf dem Ausbildungsmarkt an: "In einigen [...] Berufen wird es zunehmend schwierig, alle vorhandenen Ausbildungsplätze zu besetzen".01 Tatsächlich blieben in Ostdeutschland rund 2.800 betriebliche Ausbildungsstellen unbesetzt, so viele wie seit Anfang der 1990er-Jahre nicht mehr.

Ursächlich für die steigenden Besetzungsprobleme im Osten ist der massive demographische Einbruch. Die Zahl der Jugendlichen geht dramatisch zurück, und diese Entwicklung hat nun den Ausbildungsmarkt erreicht. 2008 wurden in Ostdeutschland nur noch 137.900 Ausbildungsstellenbewerber registriert, 48.500 (26%) weniger als noch ein Jahr zuvor. Darunter waren gerade einmal noch 56.700 zu finden, die frisch (d.h. im laufenden Vermittlungsjahr) von der Schule kamen; zehn Jahre zuvor waren das noch 143.600. Bei einem überwiegenden Teil der ostdeutschen Bewerber des Jahres 2008 handelte es sich um ältere, bislang oft erfolglose Jugendliche, die bereits seit längerem die Schule verlassen hatten (77.800).

Für die ostdeutschen Ausbildungsstellenbewerber führte die demographische Entwicklung in 2008 immerhin zu einer weiteren Verbesserung ihrer Ausbildungschancen (Abbildung 1). 54 % mündeten in eine Berufsausbildungsstelle (2007: 51%), und nur noch 3 % zählten Ende des Berichtsjahres zu den "Unversorgten" (das sind Bewerber, die weder in eine Berufsausbildungsstelle noch in eine Alternative einmündeten). Ein Jahr zuvor hatte die Quote der Unversorgten noch 5 % betragen. Andererseits war die Ausbildungsbeteiligung der ostdeutschen Jugendlichen noch längst nicht so, wie man aufgrund dieser Zahlen und der oben genannten Zeitungsmeldungen vermuten könnte. Viele Bewerber waren zwar zunächst einmal "versorgt", oft aber lediglich mit einer nicht voll qualifizierenden Alternative wie z.B. Praktikum oder Berufsvorbereitung. Ein Teil dieser "Alternativverbleiber" wollte auch zum Ende des Berichtsjahres möglichst umgehend in eine Berufsausbildung wechseln. Somit lag die Zahl der Bewerber, die am Ende des Berichtsjahres immer noch nach einer betrieblichen Ausbildungsstelle suchten, mit 13.900 sehr deutlich über dem Umfang der noch unbesetzten Plätze (2.800), und die Zahl wäre noch viel größer ausgefallen, wären nicht 12.800 ostdeutsche Bewerber über voll qualifizierende außerbetriebliche Ausbildungsplätze versorgt worden. Die Daten für 2008 liefern somit ein schillerndes, zum Teil widersprüchlich erscheinendes Bild zur ostdeutschen Ausbildungsmarktlage: einerseits wachsende Probleme der Betriebe, Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden, andererseits weiterhin eine recht große Zahl von Jugendlichen, denen die Einmündung in eine betriebliche Berufsausbildung nicht gelingt. Offenbar nehmen die Passungsprobleme zwischen Angebot und Nachfrage zu.

Abbildung 1: Die Vermittlungsbilanz 2008 der Bundesagentur für Arbeit
Abbildung 1

Ähnlich ambivalente Schlussfolgerungen deuten sich für den Westen an: Auch hier geht die Zahl der Jugendlichen bereits zurück, wenn auch nicht so rasant wie im Osten. Im Westen meldeten sich mit insgesamt 482.100 Ausbildungsstellenbewerbern 65.200 (-12%) weniger als zuvor. Die Zahl der nicht besetzten betrieblichen Ausbildungsstellen stieg auf 16.700, dem höchsten Wert seit 2002. Insbesondere im Süden Deutschland gab es bereits Regionen, in denen mehr gemeldete betriebliche Stellen als gemeldete Bewerber registriert wurden; in manchen Arbeitsagenturbezirken (z.B. München, Rosenheim) blieben über 10% der gemeldeten betrieblichen Stellen unbesetzt. Dennoch waren im Westen am Ende des Berichtsjahres noch 82.400 Ausbildungsstellenbewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, darunter 10.100 Unversorgte (ohne bislang alternative Verbleibsmöglichkeit) und 72.300, die aus alternativen Verbleibsformen (z.B. Teilnahme an berufsvorbereitenden Maßnahmen) weiter suchten.

Der Bundesagentur für Arbeit wurden im Berichtsjahr 2008 bundesweit über 10.000 betriebliche Ausbildungsstellen mehr zur Vermittlung angeboten als 2007 (Ost: +4.000, West: +6.300). Dies lässt darauf hoffen, dass die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge in 2008 wie schon in den beiden Vorjahren gestiegen ist. Für diese Hoffnung spricht auch, dass Industrie & Handel, Handwerk und die Freien Berufe bis Ende September bundesweit rund 9.200 neue Ausbildungsverträge mehr registrierten. In den Angaben von Industrie & Handel, Handwerk und der Freien Berufe sind zwar sowohl betriebliche als auch außerbetriebliche Verträge enthalten. Da aber für 2008 eher mit einem Rückgang der außerbetrieblichen Ausbildung zu rechnen ist (die Bundesagentur für Arbeit vermeldete bei den gemeldeten außerbetrieblichen Stellen ein Minus von 9.200), dürfte das Plus bei den bislang eingetragenen Ausbildungsverhältnissen der betrieblichen Seite geschuldet sein.
Endgültige Klarheit, wie viele neue Ausbildungsverträge im Zeitraum vom 01. Oktober 2007 bis zum 30. September 2008 abgeschlossen wurden, gibt es aber erst im Dezember. Dann wird das BIBB turnusgemäß seine Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge bei den für die Berufsausbildung zuständigen Stellen abgeschlossen haben. Dazu zählen neben Industrie, Handel, Handwerk und den Freien Berufen auch die Landwirtschaft, der Öffentliche Dienst, die Hauswirtschaft und die Seeschifffahrt. Eine frühzeitigere abschließende Bilanz ist leider nicht möglich, da viele Ausbildungsverträge, die im oben genannten Erfassungszeitraum abgeschlossen wurden, erst zwischen Anfang Oktober und Ende November bei den zuständigen Stellen eingetragen und auch erst dann gezählt werden können.
(Ergebnisse im Jahr 2007)

Aufgrund der Meldungen zum Bewerbermangel insbesondere in den neuen Bundesländern und den sich andeutenden zunehmenden Passungsproblemen zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage wurde das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im August 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) um eine Expertise zur aktuellen und zukünftigen Situation auf dem Ausbildungsmarkt gebeten. Dabei sollte der Schwerpunkt auf die neuen Länder gelegt werden. Nachfolgend werden die Ergebnisse der Expertise veröffentlicht.

1. Einleitung

Die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist stetigen Veränderungen unterworfen. Ist die Zahl der Abgänger aus allgemeinbildenden Schulen in vergangenen Zeiten relativ stabil geblieben bzw. gestiegen, so geht sowohl die aktuelle wie auch zukünftige Entwicklung in eine andere Richtung. Vorausschätzungen zufolge wird die Zahl der Schulabgänger in den kommenden Jahren aufgrund des demografischen Wandels stark abnehmen und somit werden sich auch Konsequenzen sowohl für die Angebots- wie auch die Nachfrageseite des Ausbildungsmarktes ergeben. Verschiedenen Berichten zufolge kommt es bereits heute besonders in den neuen Bundesländern vermehrt zu Engpässen in Bezug auf die Besetzung offener Ausbildungsplätze. So wurde zum Beispiel vielfach von 10.000 Ausbildungsstellen im Handwerk berichtet, die im August 2008 immer noch nicht besetzt waren.02 Als Grund hierfür wird aber nicht ausschließlich der demografische Wandel, sondern auch die mangelnde Ausbildungsreife der Jugendlichen genannt. Hinzu kommt der Vorwurf der "Fehllenkung" der Jugendlichen durch staatliche Programme. Diese würden die Jugendlichen dazu ermutigen, sich vermehrt für außerbetriebliche Plätze zu bewerben, was zur Folge hätte, dass offene Ausbildungsplätze unbesetzt blieben.

Die BIBB-Expertise beschäftigt sich sowohl mit der aktuellen als auch der zu erwartenden zukünftigen Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt in den neuen Bundesländern. Zur besseren Veranschaulichung der Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt in den neuen Bundesländern wird - wo es als sinnvoll erscheint - die Situation in den alten Bundesländern zu Vergleichzwecken in die Analyse und Darstellung mit einbezogen.

Um die zuvor genannten Probleme und deren Gewicht beurteilen zu können, wird beim Ausbildungsplatzangebot ein besonderer Fokus auf den Befragungsergebnissen zu Rekrutierungsstrategien, Problemlagen der Betriebe sowie dem geplanten Ausbildungsplatzangebot liegen. Basis für die Auswertungen bildet hier der BIBB-Ausbildungsmonitor mit dem Erhebungszeitraum März/April 2008. Im Rahmen der Analysen soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, ob es tatsächlich bereits aktuell zu wenig Bewerber für Ausbildungsstellen in den neuen Ländern gibt und wie die Betriebe (insbesondere die Handwerksbetriebe) ihren zukünftigen Fachkräftebedarf sichern wollen bzw. sich überhaupt der Problemlage bewusst sind.

Auf Seiten der Ausbildungsplatznachfrage gilt es, die Entwicklung der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen und die Nachfrage aus der BA-Ausbildungsmarktstatistik in den neuen Bundesländern genauer zu beleuchten und Aussagen über Vorausschätzungen des Nachfragepotentials zu treffen.

Abgerundet wird die Expertise abschließend mit einer Darstellung von Ergebnissen ausgewählter Studien anderer Institutionen sowie einer Presse- und Literaturübersicht zum Thema "Ausbildungsstellenmarkt in den neuen Ländern".

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2. Die Ergebnisse im Überblick

  • Die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt in den neuen Bundesländern wurde 2008 erstmalig durch den massiven demografischen Einbruch mitgeprägt, der sich in den kommenden Jahren fortsetzen und zu einem beträchtlichen Nachwuchsmangel für die Betriebe führen wird. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber lag Ende September 2008 nur noch bei rund 138.000, dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um rund 50.000. Gegenüber 1999, als noch rd. 250.000 Bewerber registriert wurden, hat sich die Zahl bereits nahezu halbiert.
  • Allerdings sind nicht alle Jugendlichen, die nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz suchen, bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das Nachfragepotential, definiert als Summe aller Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung interessieren (Altbewerber sind hier mit eingerechnet), dürfte 2008 noch bei rund 160.000 gelegen haben, sofern man alle Schulabsolventen allgemeinbildender und beruflicher Schulen - also auch solche ohne Abschluss - einbezieht. Es beträgt aber nur noch rd. 136.000, sofern man sich bei den Abgängern aus den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen allein auf die Absolventen mit Abschluss konzentriert. Ein Vergleich mit der im letzten Jahr abgeschlossenen Zahl der neuen Ausbildungsverträge (rd. 125.000) macht deutlich, dass für die Betriebe kaum noch Auswahlreserven bestehen. Dies gilt umso mehr, als die räumliche Mobilität der Ausbildungsplatzbewerber aus Ostdeutschland bislang ausgesprochen hoch war und inzwischen ausgeprägte Traditionen bestehen, sich auch in Westdeutschland um einen Ausbildungsplatz zu bemühen.
  • Das Nachfragepotential im Jahr 2009 dürfte noch bei rund 111.000 liegen (ausbildungsinteressierte Absolventen aus allgemeinbildenden und beruflichen Schulen mit Abschluss, Altbewerber aus früheren Schulentlassjahren), um im anschließenden Jahr 2010 auf 91.000 und 2011 schließlich auf nur noch 79.000 abzusacken.
  • Jugendliche ohne bzw. mit schwächeren Abschlüssen scheinen trotz der verschärften Marktlage nur bedingt den Rückgang an qualifizierten Bewerbern ausgleichen zu können. Die Betriebe suchen dezidiert nach "ausreichend geeigneten" Auszubildenden und scheinen nur begrenzt bereit zu sein, aus ihrer Sicht "nicht ausbildungsreife" Bewerber an eine Ausbildung heranzuführen.
  • Insgesamt zeigt sich in Ostdeutschland auf Seiten der Betriebe eine Unsicherheit bezüglich des Angebots von Ausbildungsstellen. Mit 16,3 % konnte im März/April 2008 nur etwa jeder sechste ostdeutsche Betrieb mit Sicherheit sagen, dass Jugendliche ausgebildet werden sollen. Unter den ostdeutschen Handwerksbetrieben sinkt dieser Wert noch einmal auf 13%. Einer der Gründe liegt darin, dass rund 64 % der Handwerksbetriebe in den neuen Bundesländern ihr Angebot an Ausbildungsstellen eher kurzfristig nach Bedarf festlegen. Deutlich scheint jedoch auch, dass sich ostdeutsche Handwerksbetriebe über ihren Fachkräftebedarf in den nächsten zwei Jahren im Durchschnitt relativ gewiss sind. Die Strategien der Betriebe zur Rekrutierung von Fachkräften zeigen, dass diese eher versuchen, ihren Bedarf über Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung zu decken, anstatt über eigene Auszubildende. Zudem setzen sie zur Deckung ihres Fachkräftebedarfs intensiver auf die Weiterbildung von eigenen un-/angelernten Arbeitskräften. 
  • Auf der anderen Seite ergaben die Analysen, dass gerade in Kleinstbetrieben mit bis zu zehn Mitarbeitern und in kleineren mittelständischen Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten ein überproportionaler Abbau von Ausbildungskapazitäten stattgefunden hat. Im Osten Deutschland wurden zwischen 1999 und 2006 knapp 56.000 betriebliche Ausbildungsstellen abgebaut und dies zu fast 100% in Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten. Ursächlich hierfür sind in erster Linie arbeitsmarktbedingte Probleme.
  • "Stille Reserven" zur Verbesserung der Bewerberlage für die Betriebe bestehen insbesondere noch im sukzessiven Abbau von außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen (2007 zählten von den rd. 125.000 Verträgen schätzungsweise rd. 31.000 zu den außerbetrieblichen und rd. 94.000 zu den betrieblichen Abschlüssen). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat rechtzeitig reagiert und die Zahl der über das Ausbildungsplatzprogramm Ost geförderten Plätze mit Ausbildungsbeginn im Ausbildungsjahr 2008/09 um rd. 30 % bzw. 3.000 Plätze auf nunmehr rd. 7.000 reduziert. Zugleich wurde eine nachrangige Besetzung der Plätze vereinbart. Auch die Zahl der außerbetrieblichen Plätze für sozial benachteiligte und lernbeeinträchtigte Jugendliche wurde von Seiten der BA und der Träger der Grundsicherung bereits um 4.200 (-19 %) verringert. 
  •  Abrupt oder gar völlig verzichten wird man auf das außerbetriebliche Angebot in den nachfolgenden Jahren jedoch noch nicht können, solange es auch in Ostdeutschland weiterhin Schulabsolventen geben wird, die aus Sicht der Betriebe aufgrund fehlender Abschlüsse oder aufgrund schlechter schulischer Leistungen (trotz Schulabschluss) nicht "ausbildungsreif" sind und damit für eine betriebliche Berufsausbildung nicht in Frage kommen. Zudem reicht auch bei einem stetigen Abbau der außerbetrieblichen Ausbildung das zukünftige Nachfragepotential in den folgenden Jahren nicht aus, um einen jährlichen Bedarf von schätzungsweise rd. 100.000 betrieblichen Auszubildenden sicherzustellen.
  • Je dramatischer die Problemlage der Betriebe wird, umso dringlicher wird sich die Aufgabe stellen, möglichst alle noch vorhandenen Schülerinnen und Schüler möglichst frühzeitig an die "Ausbildungsreife" heranzuführen. Ansonsten droht die Gefahr, dass in Ostdeutschland nicht nur eine wachsende Zahl betrieblicher Ausbildungsplätzen nicht besetzt werden kann, sondern zugleich ein größerer Teil der Jugendlichen weiterhin ohne Ausbildungsplatz bleibt. Eine bessere Förderung der Jugendlichen scheint möglich zu sein, sofern sie möglichst frühzeitig in den Schulen ansetzt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass Berufswahl kein punktuelles Geschehen, sondern ein komplexer und zeitintensiver Berufsfindungsprozess ist. Die aktuellen Initiativen einer fundierten Berufsorientierung bereits in der achten Klasse, begleitet von systematischer Rückmeldung, und der verstärkte Einsatz von ehrenamtlichen Joblotsen mit individueller Betreuung der Jugendlichen zielen in die richtige Richtung.
 

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3. Das Ausbildungsplatzangebot in den neuen Ländern (Gericke/Troltsch)

3.1 Probleme von Handwerksbetrieben in den neuen Ländern bei der Ausbildungsstellenbesetzung für das Ausbildungsjahr 2008/2009 - Ergebnisse einer aktuellen Betriebsbefragung (Gericke/Troltsch)

Im Frühjahr 2008 wurden 2.400 repräsentativ ausgewählte Betriebe zu ihren diesjährigen Ausbildungsabsichten, Angeboten an Ausbildungsstellen und zu ihren Erfahrungen mit Bewerbern um Ausbildungsplätze befragt.03 Die folgenden Ergebnisse beziehen sich dabei auf Angaben zum Ausbildungsjahr 2008/2009.

Den Angaben der Betriebe zufolge hatten sich bis zum Befragungszeitpunkt im März/April im Durchschnitt etwa fünf Jugendliche auf eine der angebotenen Ausbildungsstellen beworben. Bei den ostdeutschen Handwerksbetrieben meldeten sich dagegen im Schnitt nur etwa 1,5 Jugendliche. Im Westen Deutschlands sind dies zu diesem Zeitpunkt schon 4,7 Bewerber für Ausbildungsstellen im Handwerk gewesen. Der IHK-Bereich liegt sowohl im Osten wie im Westen bei durchschnittlich etwa 9-10 Bewerbungen pro Ausbildungsplatz. Daraus ergibt sich zumindest für das erste Vermittlungshalbjahr 2007/2008 ein erster Hinweis auf mögliche Probleme im ostdeutschen Handwerk.

Ein Grund für Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsstellen besteht möglicherweise darin, dass sich Betriebe in den neuen Ländern vier Monate vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres generell noch unsicher waren, ob sie überhaupt Ausbildungsstellen für das Ausbildungsjahr 2008/2009 anbieten wollen (Tabelle 3.1.1). Mit 16,3 % konnte im März/April nur etwa jeder sechste ostdeutsche Betrieb mit Sicherheit sagen, dass Jugendliche ausgebildet werden sollen (West 26,7 %). Unter den ostdeutschen Handwerksbetrieben sinkt dieser Wert nochmals auf 13 % (West 48,8 %). In knapp 60 % der befragten Handwerksbetriebe in den neuen Ländern war im März/April noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, ob sie im kommenden Ausbildungsjahr ihren Fachkräftebedarf über eine eigene Ausbildung decken werden (West 14,8 %). Für 81,7 % dieser Handwerksbetriebe ist ausschlaggebend, ob sich in der kommenden Zeit Verbesserungen bei der Auftragslage ergeben werden (West 68,1 %).

Einer der Gründe für dieses insgesamt eher abwartende Verhalten liegt darin, dass mit 64 %  ein Großteil der Handwerksbetriebe in den neuen Ländern sein Angebot an Ausbildungsstellen eher kurzfristig nach Bedarf festlegt (West 49,4 %) oder sich zu 14,4 % kurzfristig am Gesamtangebot an geeigneten Bewerbern orientiert (West 28,8 % - Tabelle 3.1.2). Folgerichtig werden vor diesem Hintergrund unterschiedliche Rekrutierungsstrategien praktiziert. Während in den alten Ländern generell und bei ostdeutschen Betrieben aus dem IHK-Bereich im Besonderen schon zu diesem Zeitpunkt die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten zur Bewerberfindung ausgeschöpft wurde, so überwiegen bei den ostdeutschen Handwerksbetrieben mit 81% die Meldung der Ausbildungsstellen bei den regionalen Arbeitsagenturen (West: 46,6 %) und mit 81,6 % das Warten auf Initiativbewerbungen von Seiten der Schulabsolventen (West 41,2 % - Tabelle 3.1.3). Die an dritter Stelle genannte Rekrutierung über Betriebspraktika erreicht bei den ostdeutschen Handwerksbetrieben einen Prozentwert von 22,7 (West 67,2 %).

Bezüglich der schulischen Vorbildung lassen sich keine besonderen Hinweise auf eine mangelnde Ausbildungsreife bei den Bewerbern als Grund für den Bewerbermangel im Handwerk feststellen. Die Jugendlichen, die sich zuletzt im Handwerk der neuen Länder bewarben, waren im Schnitt besser qualifiziert als in den alten Ländern: 83,9 % verfügten über einen Realschulabschluss (West 28,6 %), nur 12,4% waren Jugendliche mit Hauptschulabschluss (West 65,7 %), bei einer insgesamt vergleichbaren Abiturientenquote (Tabelle 3.1.4). Angesichts der insgesamt niedrigen Bewerberzahlen bei Handwerksbetrieben in den neuen Ländern sind dies allerdings nur Angaben zu vorläufigen Bewerberstrukturen nach Schulabschlüssen.

Insgesamt erscheint ein größerer Bestand an unbesetzten Ausbildungsstellen in diesem Jahr insofern ein Novum zu sein, als für das Jahr 2007 nur knapp 3 % der befragten Handwerksbetriebe in den neuen Ländern angaben, dass sie ihre Ausbildungsstellen entweder überhaupt nicht oder nicht vollständig besetzen konnten (West 14,2 % - Tabelle 3.1.5). Hier zeigt sich insbesondere für Handwerksbetriebe insgesamt04, dass neben fehlenden Bewerbern (16,9 %), dem Fehlen geeigneter Bewerber (92,5 %) und mangelnder Attraktivität ihrer Ausbildungsstellen (23,2 %) vor allem auch das unzureichende Bewerben der eigenen Ausbildungsplätze durch die Betriebe selbst letztendlich zur Nichtbesetzung der Ausbildungsstellen geführt hat (70,8 % - Tabelle 3.1.6).

Deutlich scheint dabei, dass sich ostdeutsche Handwerksbetriebe über ihren Fachkräftebedarf in den nächsten zwei Jahren im Durchschnitt relativ gewiss sind: Jeder zehnte Betrieb wird in den nächsten zwei Jahren "sicherlich" (West 10,6 %) und mit 64,6 % werden zwei Drittel der Betriebe "möglicherweise" Stellen besetzen können (West 73,6 %). In Ostdeutschland liegen die betreffenden Werte insgesamt bei 20,6% und 34,1% (Tabelle 3.1.7). Die Handwerksbetriebe wollen die Stellen dabei stärker als westdeutsche Handwerksbetriebe über Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung (86,5% vs. 62%) und weniger über eigene Auszubildende (35,8% vs. 60,6%) besetzen. Sie setzen in diesem Punkt außerdem intensiver auf die Weiterbildung von eigenen un-/angelernten Arbeitskräften (52,4% vs. 22,6% - Tabelle 3.1.8).


3.2 Entwicklung des Ausbildungsstellenangebots seit 1999 - Ergebnisse der Beschäftigtenstatistik (Troltsch)

Grundlage der folgenden Sonderauswertungen ist die Betriebsdatei der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Dadurch liegen Informationen zum realisierten Ausbildungsangebot der Betriebe sowie zu Stellenbesetzungen für die Jahre 1999 bis 2006 vor.05 Da in der Betriebsdatei die Kammerzugehörigkeit des Betriebs nicht erfasst wird, soll im Folgenden auf Betriebsgrößenklassen als Indikator zurückgegriffen werden. Ergänzend werden Informationen zur Entwicklung des betrieblichen Ausbildungsstellenangebots nach Wirtschaftsbereichen geliefert.

Im Ergebnis lässt sich für die neuen Länder zeigen, dass gerade in Kleinstbetrieben mit bis zu zehn Mitarbeitern und in kleineren mittelständischen Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten im Untersuchungszeitraum ein starker und überproportionaler Abbau von Ausbildungskapazitäten stattgefunden hat (Tabelle 3.2.1a bis 3.2.1c). In diesen Betriebsgrößenklassen, in denen Handwerksbetriebe die höchsten Anteile haben, wurden - gemessen an der Durchschnittsentwicklung in den neuen Ländern - in besonderer Weise Ausbildungskapazitäten abgebaut, obwohl die Entwicklung in der betrieblichen Ausbildung in den neuen Ländern im Vergleich zur durchschnittlichen Entwicklung in Deutschland für sich schon deutlich negativ verlaufen ist.

Es ist davon auszugehen - zumal in dieser Zeitspanne demografiebedingte Ursachen des Bewerbermangels weitgehend auszuschließen sind -, dass diese Entwicklungen ein zentraler Grund für aktuelle Probleme von ostdeutschen Handwerksbetrieben bzw. Kleinstbetrieben bei der Besetzung ihrer Ausbildungsstellen sein könnten, da sich aufgrund dieser extrem verringerten Stellenangebote in den letzten Jahren Jugendliche in ihrem Berufswahlverhalten entsprechend umorientiert oder sich in den alten Ländern um eine Ausbildungsstelle beworben haben. Die leichte Stabilisierung ab 2005 auf niedrigem Niveau in den Betriebsgrößenklassen, die in besonderer Weise vom Ausbildungsplatzabbau betroffen waren, ist ein erster Hinweis auf eine mögliche Trendumkehr.

Bei den Ergebnissen im Einzelnen ist besonders das Ausmaß der Rückgänge hervorzuheben. Insgesamt wurden in Osten Deutschlands zwischen 1999 und 2006 knapp 56.000 betriebliche Ausbildungsstellen abgebaut, zu fast 100 % in Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten (Tabelle 3.2.1a). Der Bestand an Ausbildungsangeboten fällt in den neuen Ländern im Vergleich zu 1999 auf einen Wert von 86,4 % (Tabelle 3.2.1b). Bei Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern erreichen die prozentualen Rückgänge in diesem Zeitraum Spitzenwerte von bis zu 35 %-Punkten, auch insofern ein ungünstiger Trend, da 1999 in dieser Gruppe über 60 % aller Ausbildungsstellen angeboten wurden. Entgegen dem generellen Trend in den neuen Ländern war es nur Betrieben ab 50 Beschäftigten möglich, den Abbau von Ausbildungskapazitäten in Grenzen zu halten oder ihre Stellenangebote für Jugendliche aufzustocken (Tabelle 3.2.1c).

Ursachen dieser rückläufigen Entwicklung in der Berufsbildung in den neuen Ländern sind in erster Linie arbeitsmarktbedingte Probleme (Tabelle 3.2.2a bis 3.2.2c). Durch die enge Kopplung der betrieblichen Ausbildung an die Beschäftigungsentwicklung haben sich die starken Rückgänge in den Mitarbeiterbeständen in Höhe von knapp 700.000 Arbeitsplätzen in direkter Weise auf die Ausbildungsstellenangebote ausgewirkt (Tabelle 3.2.2a). Eine Ausnahme bilden hier lediglich größere mittelständische Betriebe und Großbetriebe mit Beschäftigtenzahlen ab 50 Mitarbeiter, die im Vergleich zu den Kleinstbetrieben niedrigere Rückgänge zu verzeichnen haben (Tabelle 3.2.2b) und entgegen dem allgemeinen Trend in der Beschäftigung in den neuen Ländern ihre Ausbildungskapazitäten etwas stabilisieren konnten (Tabelle 3.2.2c).

Bezogen auf Entwicklungen der betrieblichen Ausbildung nach Wirtschaftsbereichen scheinen primär die auf die Binnennachfrage ausgerichteten Sektoren wie z. B. das Nahrungs-, Genussmittel- und Verbrauchsgütergewerbe besonders betroffen zu sein (Tabelle 3.2.3a bis 3.2.3c). Eine besondere Rolle spielt zudem das Baugewerbe, dessen Rückgänge im Ausbildungsstellenangebot mit 64,1 % bzw. 40.000 Stellen besonders drastisch ausfielen und einen Großteil der Gesamtrückgänge umfasst. Wie bei den Betriebsgrößenklassen stehen hinter diesen Entwicklungen im Bildungsangebot der Betriebe negative Trends in der Beschäftigung (Tabelle 3.2.4a bis 3.2.4c).

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4. Die Ausbildungsplatznachfrage in den neuen Ländern (Kroll/Ulrich)

4.1 Entwicklung der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen (Kroll)

In den kommenden Jahren wird die Zahl der Schulabgänger aus allgemeinbildenden Schulen zum Teil deutlich abnehmen. Besonders betroffen hiervon sind die neuen Bundesländer. Bereits im Jahr 2008 zeigen aktuelle Vorausschätzungen über die Schulabgänger allgemeinbildender Schulen in den neuen Bundesländern einen Rückgang von rund 23.200 Abgängern (12,4 %) im Vergleich zu 2007. Kontrastiert man die aktuellen Zahlen mit den Zahlen des Berichtsjahres 1999 (10-Jahreszeitraum), so hat sich die Anzahl der Schulabgänger insgesamt in den neuen Bundesländern sogar von 234.557 auf 164.364 reduziert, was rund 30 % ausmacht (vgl. Tabelle 4.1.1). Dieser Trend wird sich - den Prognosen zufolge - auch in den folgenden Jahren fortsetzen und voraussichtlich seinen Tiefpunkt in den neuen Bundesländern 2011 mit rund 111.000 Abgängern von allgemeinbildenden Schulen haben. Dies würde einen weiteren Rückgang von rund 33 % im Vergleich zu 2008 bedeuten, der bereits aktuell Auswirkungen auf die Bewerberzahlen für Berufsausbildungsstellen hat.


4.2 Gemeldete Ausbildungsplatzbewerber gemäß der BA-Ausbildungsmarktstatistik in Ostdeutschland (Kroll)

Gemessen über die Ausbildungsmarktstatistik der BA06 zeigt sich, dass schon 2008 die Zahl der gemeldeten Bewerber in Ostdeutschland mit rund 138.000 deutlich niedriger liegt als noch ein Jahr zuvor, als rund 186.000 Bewerber gemeldet waren (-26%). Gerade bei den für die Berufsausbildungsstellen besonders relevanten Gruppen der Hauptschüler und Realschüler zeichnen sich die stärksten Einbrüche ab (Tabelle 4.2.1 und Abbildung 4.2.1). Noch deutlicher stellt sich die Situation dar, wenn man die aktuellen Zahlen mit dem Niveau des Berichtsjahres 1998/99 vergleicht. Hier hat sich die Zahl der Bewerber in den neuen Bundesländern annährend halbiert (-45% von 250.046 auf 137.889). Der Trend für Westdeutschland geht zwar in dieselbe Richtung, allerdings bei weitem nicht so drastisch. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich zum Berichtsjahr 2007/08 in den alten Bundesländern die Zahl der gemeldeten Bewerber lediglich um 12 % (547.362 vs. 482.113) verringert und bei einem Vergleich der Berichtsjahre 1998/99 und 2007/08 nur um 13 % (552.602 vs. 482.113).


4.3 Gemeldete Ausbildungsplatzbewerber gemäß der BA-Ausbildungsmarktstatistik nach Berufsgruppen in Ostdeutschland (Kroll)

Schaut man sich die Zahlen der Bewerber für Berufsausbildungsstellen nach zusammengefassten Berufsgruppen an, so lässt sich zunächst sagen, dass sowohl bei den Fertigungsberufen, den Dienstleistungsberufen und auch den sonstigen Berufen stark abfallende Bewerberzahlen zu verzeichnen sind (siehe Tabelle 4.3.1 und Abbildung 4.3.1). Am deutlichsten ist der Rückgang bei den Fertigungsberufen, nämlich um 30 % im Vergleich zum Vorjahr (76.471 vs. 53.588). Auch hier wird der Trend besonders offensichtlich, wenn man die aktuellen Zahlen mit den Zahlen aus dem Berichtsjahr 1998/99 in Beziehung setzt. Im Fall der Fertigungsberufe erhält man einen Rückgang der gemeldeten Bewerber von 49 % (1998/99: 104.488 vs. 2007/08: 53.588). Ähnlich - wenn auch nicht in so starkem Maße - verhält es sich bei den Dienstleistungsberufen und den sonstigen Berufen.

Verglichen mit den Bewerberzahlen von vor zehn Jahren hat besonders die stark besetzte Berufsgruppe der Bau- und Baunebenberufe einschließlich Tischler unter den Fertigungsberufen mit einem Rückgang der Bewerberzahlen zu kämpfen. Sie fielen im Zeitverlauf von 41.755 im Berichtsjahr 1998/99 um 66 % auf 14.118 im Jahr 2007/08. Bei den Dienstleistungsberufen hat mit 50 % Rückgang die Gruppe der Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe die höchsten Verluste zwischen 1998/99 und 2007/08 zu verzeichnen.


4.4 Vorausschätzung des Nachfragepotentials (Ulrich)07

Wie viele Jugendliche stehen in Zukunft überhaupt noch für eine duale Berufsausbildung zur Verfügung? Um das zukünftige Nachfragepotential in Ostdeutschland abschätzen zu können, sind die quantitativen Entwicklungen in drei Teilgruppen zu berücksichtigen:

  • die Absolventen aus allgemeinbildenden Schulen,
  • die Abgänger aus berufsbildenden Schulen sowie
  • die so genannten Altbewerber, also Jugendliche, die (weiterhin) an einer Berufsausbildungsstelle interessiert sind, die (allgemeinbildende oder berufliche) Schule aber bereits vor längerer Zeit verlassen haben.

Alle drei Gruppen stehen in mehr oder weniger enger Abhängigkeit zur demografischen Entwicklung. Der Umfang der Altbewerber ist zudem von den Marktverhältnissen auf dem Ausbildungsmarkt abhängig. Aufgrund des starken Bevölkerungsrückgangs speziell der jüngeren Personen wird der Umfang aller drei Gruppen in den kommenden Jahren deutlich schrumpfen. Dies gilt für Westdeutschland, ganz besonders aber für Ostdeutschland.

In den Tabelle 4.4.1, Tabelle 4.4.2 und Tabelle 4.4.3 sind für Westdeutschland, Ostdeutschland und für das Bundesgebiet insgesamt jeweils im oberen Teil aktualisierte Vorausschätzungen zur zukünftigen Zahl der Abgänger aus allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie zum zu erwartenden Umfang der Altbewerber enthalten.08 Deutlich ist zu erkennen, dass alle drei Teilgruppen in den nächsten Jahren deutlich schrumpfen werden.

Nicht jeder Schulabgänger denkt allerdings an eine duale Berufsausbildung. Das für das duale System nutzbare Nachfragepotential ist somit niedriger als die Summe der Schulabsolventen. Es lässt sich als Gesamtumfang aller Jugendlichen definieren, die an einem Ausbildungsplatz im dualen System interessiert sind, unabhängig von ihrer tatsächlichen Eignung und sonstigen möglichen Hemmnissen, die einer tatsächlichen und wirksamen Nachfrage entgegenstehen.09 Dabei wird berücksichtigt, dass Abgänger aus verschiedenen Schulformen ein unterschiedlich hohes Interesse zeigen. Entsprechende Erfahrungswerte wurden aus den BIBB-Schulabgängerbefragungen abgeleitet und wurden für zukünftige Jahre unverändert fortgeschrieben.

Berechnungen zur zukünftigen Entwicklung des Nachfragepotentials sind in den unteren Teilen der Tabellen 4.4.1, 4.4.2 und 4.4.3 enthalten. Dabei wurde unterstellt, dass sich von den Schulentlassenen aus den allgemeinbildenden Schulen mit maximal Hauptschulabschluss rd. 75% für einen Ausbildungsbeginn möglichst noch im selben Kalenderjahr interessieren. Bei einem mittleren Abschluss sind es 60% und bei den Studienberechtigten rund 25%. Was die Absolventen beruflicher Schulen betrifft, werden die höchsten Anteile an Ausbildungsinteressierten bei den Abgängern des Berufsvorbereitungsjahres (85%) und des Berufsgrundbildungsjahres (90%) vermutet. Bei den Berufsfachschulabsolventen ohne vollqualifizierenden Berufsabschluss sind es 65 %, bei den Fachoberschulabgängern und den Fachgymnasiasten jeweils 50%. Hinzuzufügen ist Nachfragepotential der Altbewerber.10 Es sollte nicht einfach mit 100 % gleichgesetzt werden, sondern wird hier anhand der bei der BA gemeldeten Altbewerber geschätzt, bei denen auch noch am Ende des Vermittlungsjahres das Interesse an einer Berufsausbildung deutlich zu erkennen ist: entweder, weil sie eine Ausbildung begonnen haben oder zu diesem Zeitpunkt immer noch nach einem Ausbildungsplatz suchen. Nach den Ergebnissen der BA-Ausbildungsmarktstatistik traf dies im Jahr 2007 auf 63,5% (West) bzw. 69,5% (Ost) der Bewerber mit Schulentlassung im Vorjahr auf und 47,6% (West) bzw. 45,8% (Ost) der Bewerber mit Schulentlassung in noch früheren Jahren zu.

Projiziert man nun all die hier genannten Quoten auf den jeweiligen Umfang der Gruppen in den kommenden Jahren und addiert die entsprechenden Werte auf, so lässt sich das Nachfragepotential in seiner Gesamtheit bestimmen.

Wie nun in der rechten Spalte der Tabelle 4.4.2 zu erkennen ist, schrumpft vor allem in Ostdeutschland das Nachfragepotential innerhalb kürzester Zeit ganz massiv, von 213.900 im Jahr 2005 auf nur noch 95.100 im Jahr 2012 (zum Vergleich: 2007 wurden in Ostdeutschland 125.100 Ausbildungsverträge abgeschlossen). Der Rückgang des Nachfragepotentials zwischen dem letzten (194.200) und diesem Jahr (160.000) umfasst 34.100 Personen (-18 %). Im nächsten Jahr wird das Nachfragepotential nochmals deutlich um 28.100 (-18%) fallen, um dann 2010 auf einem Wert zu liegen, der geringer ist als die Zahl der im letzten Jahr abgeschlossenen Ausbildungsverträge.

Dabei handelt es sich bei der hier vorgestellten Variante noch um eine "optimistische" Berechnung, da das Nachfragepotential auf Basis sämtlicher Schulabsolventen, also auch auf Basis derer berechnet werden, die die Schule ohne Abschluss verließen. Deren Chancen sind auf dem Ausbildungsmarkt aber stark eingeschränkt. Lässt man bei der Nachfragepotentialberechnung Schulabsolventen ohne bestandene Abschlussprüfung außer Acht, werden bei dieser zweiten Variante deutlich niedrigere Werte erzielt (siehe auch die Grafik und die sich unmittelbar anschließende tabellarische Übersicht).

Schaubild: Nachfragepotential Ost


Nach dieser zweiten, enger gefassten Variante ist für Ostdeutschland mit folgender Entwicklung des Nachfragepotentials zu rechnen:

Tabelle: Entwicklung des Nachfragepotentials

Demnach liegt das ostdeutsche Nachfragepotential bereits in diesem Jahr 2008 mit rund 136.500 kaum höher als die Gesamtzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, die im Vorjahr registriert wurden (125.100, darunter schätzungsweise 94.300 betriebliche - siehe oben). Und in den beiden nächsten Jahren 2009 und 2010 wird diese Zahl mit nur noch 111.100 bzw. 90.800 bereits deutlich unterschritten. Dies bedeutet, dass sich bereits in diesem Jahr der Ausbildungsmarkt in den neuen Ländern zu Lasten der Betriebe massiv verengt hat und die Entwicklung in den kommenden Jahren zu einem massiven Nachwuchsmangel führen wird.

Dies gilt umso mehr, als in Ostdeutschland bislang eine ausgeprägte Ost-West-Wanderung der Jugendlichen zu beobachten war (siehe unten) und sich damit das für den heimatlichen Ausbildungsmarkt nutzbare Nachfragepotential weiter verringert. Es ist offen, wie stark sich das Ausmaß dieser Mobilität mit der aus Sicht der Jugendlichen deutlichen Marktentspannung verändern wird.


4.5 Entwicklung der außerbetrieblichen Angebote (Ulrich)

Ausgleichsmöglichkeiten zur Abfederung des stark sinkenden Nachfragepotentials bestehen in den kommenden Jahren zunächst im schrittweisen Abbau des außerbetrieblichen Ausbildungsplatzangebots.11 Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bereits entsprechend reagiert und die Zahl der über das Ausbildungsplatzprogramm Ost geförderten Plätze mit Ausbildungsbeginn im Ausbildungsjahr 2008/09 um rd. 30 % bzw. 3.000 Plätze auf nunmehr rd. 7.000 reduziert.12 Während das Ergänzungsangebot aus dem Ausbildungsplatzprogramm Ost für marktbenachteiligte, grundsätzlich "ausbildungsreife" Jugendliche konzipiert ist, richten sich die Förderprogramme der Bundesagentur für Arbeit und der Träger der Grundsicherung nach SGB II an sozial benachteiligte, lernbeeinträchtigte Jugendliche. Auch deren Umfang wird in 2008 bereits deutlich sinken. Nach den aktuellen Ergebnissen der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit wurden im Berichtsjahr 2008 nur noch 17.892 solcher Stellen eingerichtet, 4.217 bzw. 19 % weniger als bis zum Vorjahresmonat.13 

Völlig verzichten wird man auf das außerbetriebliche Angebot in den nachfolgenden Jahren jedoch aller Voraussicht nach noch nicht können, da - wie nicht zuletzt am quantitativen Unterschied zwischen der ersten und zweiten Variante der Vorausberechnung des Nachfragepotentials ablesbar ist - es auch in Ostdeutschland weiterhin viele Schulabsolventen geben wird, die aus Sicht der Betriebe aufgrund fehlender Abschlüsse oder aufgrund schlechter schulischer Leistungen (trotz Schulabschluss) nicht "ausbildungsreif" sind und damit für eine betriebliche Berufsausbildung nicht in Frage kommen. Diese Jugendlichen dürften jedoch insbesondere über die speziellen Benachteiligtenprogramme der Bundesagentur für Arbeit aufgefangen werden.14 Das Ausbildungsplatzprogramm Ost dagegen, das sich an marktbenachteiligte, grundsätzlich "ausbildungsreife" Jugendliche richtet, wird jedoch auslaufen.15 

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5. Weiterführende Literaturhinweise / Ergänzende Informationen

5.1 Ausgewählte BIBB-Quellen

Zum Thema "Ausbildungsplatzangebot":

Zum Thema "Ausbildungsplatznachfrage":


5.2 Ergänzende Informationen

Die Ausbildungssituation in Ostdeutschland ist Gegenstand verschiedener Presseberichte (vgl. Übersicht 5.2.1). In einem erst kürzlich erschienen Artikel im Tagesspiegel vom 17.08.08 weisen ZDH und IHK auf den Bewerbermangel in Ostdeutschland hin. Hiernach soll es insbesondere sehr schwierig sein, Auszubildende für die Gastronomie, im Handwerk oder für technisch anspruchsvolle Ausbildungsplätze im Metallgewerbe zu finden. ZDH und IHK raten den Betrieben, aktiv Auszubildende anzuwerben, beispielsweise durch Verbesserung des Images, Angebote zur Berufsorientierung und Darstellung von Karriereplänen. Der ZDH empfiehlt eine Ausnahmeregelung, um bereits in den nächsten beiden Jahren Auszubildende aus den grenznahen Regionen in Polen und Tschechien für eine Ausbildung in Deutschland gewinnen zu können (vgl. auch Wirtschaftswoche, 7. Juli 2008).

Einen Überblick über die Ergebnisse ausgewählter Studien zum Ausbildungsstellenmarkt in Ostdeutschland gibt die Übersicht 5.2.2. Die Übersicht 5.2.3 enthält eine Zusammenstellung relevanter Literatur zum Ausbildungsstellenmarkt in den neuen Bundesländern. Abschließend werden in Übersicht 5.2.4 die Ergebnisse der JOBSTARTER-Projekte vorgestellt.

Fußnoten:

01 Bundesagentur für Arbeit (2008): Gemeinsames Handeln zeigt deutliche Erfolge: Erstmals seit sieben Jahren mehr unbesetzte Stellen als unversorgte Bewerber. Presse Info 063 vom 13.10.2008
02 Vgl. dazu: Zentralverband des Deutschen Handwerks: 10.000 Lehrstellen im Handwerk bisher unbesetzt. Pressemitteilung vom 11.08.2008
03 Diese im Rahmen des BIBB-Ausbildungsmonitors als internet-gestützte Betriebsbefragung durchgeführte Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Stichprobe aus der Betriebsdatei der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Die im Folgenden aufgeführten Auswertungsergebnisse zur ersten Erhebungswelle 2008 sind nach Betriebsgröße, Wirtschaftsbereich und Region (Ost/West) gewichtet. Im September dieses Jahres erfolgt eine zweite Befragung zum weiteren Verlauf des Vermittlungsjahres
04 Eine Differenzierung nach Ost/West kann bei dieser Frage aufgrund zu niedriger Fallzahlen nicht vorgenommen werden.
05 Angaben zum 31.12. 2007 werden erst in Kürze zur Verfügung gestellt
06 Insgesamt ist zu beachten, dass die BA die Daten für die Ausbildungsmarktstatistik zum 30.09.2007 revidiert hat. Alle Angaben beziehen sich auf die revidierten Daten.
07 Basis der nachfolgenden Ausführungen zum Nachfragepotenzial ist die folgende Abhandlung: Große Deters, Fenne; Ulmer, Philipp; Ulrich, Joachim Gerd (2008): Entwicklung des Nachfragepotenzials nach dualer Berufsausbildung bis 2020. In: Ulmer, Philipp; Ulrich, Joachim Gerd (Hrsg.): Der demografische Wandel und seine Folgen für die Sicherstellung des Fachkräftenachwuchses (Wissenschaftliche Diskussionspapiere, Heft 106). Bonn: Bundesinstitut für Berufsbildung.
08 Zur Methode der Vorausschätzung siehe die oben genannte Abhandlung von Große Deters/Ulmer/Ulrich (2008).
09 Das Nachfragepotenzial ist also nicht mit der offiziell erfassten Nachfrage identisch. Die zum Teil recht großen Unterschiede zwischen Nachfragepotenzial und traditionell berechneter Nachfrage hängen mit den Besonderheiten, aber auch mit den Unzulänglichkeiten der offiziellen Nachfragedefinition zusammen. Diese Definition berücksichtigt nahezu ausschließlich erfolgreiche Nachfrager. Die erfolglosen Nachfrager werden dagegen bislang nur zu einem geringen Teil mit eingerechnet. Bedingung für eine Berücksichtigung bei der traditionellen Nachfragemessung ist nämlich nicht nur, dass die erfolglosen Ausbildungsstellenbewerber die nötige Eignung mitbringen und als "ausbildungsreif" gelten. Vielmehr dürfen sie sich auch nicht bis zum Ende des Berichtsjahres (jeweils am 30. September eines Jahres) für eine Alternative entschieden haben (z.B. weiterer Schulbesuch, Praktikum, Jobben). Ist dies der Fall, gelten sie als "versorgt" und zählen selbst dann nicht zu den erfolglosen Nachfragern, wenn diese Alternativen lediglich der Überbrückung dienen und das Interesse am sofortigen Beginn einer dualen Berufsausbildung unverändert fortbesteht. "Erfolglose Nachfrager" sind demnach nur jene, die zum Ende des Berichtsjahres beschäftigungslos sind. Angesichts dieser sachlich fragwürdigen Einengung würden bei einer Vorausschätzung der zukünftigen Nachfrage nach der bisherigen Definition große Teile des Nachfragepotenzials unterschätzt werden, die für eine Akquisition des zukünftigen Fachkräftenachwuchses genutzt werden könnten. Damit wäre eine solche Berechnung jedoch für das hier verfolgte Ziel unbrauchbar, nämlich zu erkunden, wie viele  Jugendliche in Zeiten starker demografischer Veränderungen überhaupt noch für eine duale Berufsausbildung zur Verfügung stehen.
10 Für weiterführende Informationen zum Thema "Altbewerber"
11 Zur außerbetrieblichen Berufsausbildung. - Weitere Ansätze zur Abmilderung des Nachwuchskräftemangels sind beschrieben in: Kroll, Stephan; Ulmer, Philipp; Ulrich, Joachim Gerd (2008): Wege zur Sicherstellung des Fachkräftenachwuchses. In: Ulmer, Philipp; Ulrich, Joachim Gerd (Hrsg.): Der demografische Wandel und seine Folgen für die Sicherstellung des Fachkräftenachwuchses (Wissenschaftliche Diskussionspapiere, Heft 106) Bonn: Bundesinstitut für Berufsbildung.
12 Vgl. die entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung vom 25. April 2008. Gefördert werden bis zu 7.000 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche, die "unmittelbar vor Maßnahmenbeginn bei der Bundesagentur für Arbeit bzw. den Trägern der Grundsicherung nach SGB 11 als noch nicht vermittelte Ausbildungsplatzbewerberinnen und -bewerber gemeldet sind." Damit wird deutlich, dass sich die Förderung nachrangig an die Versorgung der Betriebe mit geeigneten Bewerbern anschließt und erst dann wirksam wird, wenn bis dato ein betrieblicher Ausbildungsbeginn nicht verwirklicht werden konnte.
13 Auch die Zahl der Reha-Plätze für Jugendliche mit Behinderungen nahm um 520 (auf insgesamt 6.838) ab.
14 Ihr relativer Anteil dürfte sich aber dem westdeutschen Niveau angleichen. In Westdeutschland kamen 2007 auf 100 betriebliche Ausbildungsplätze vier außerbetriebliche Plätze nach § 242 SGB III für (insbesondere) Lernbeeinträchtigte oder sozial Benachteiligte. In Ostdeutschland waren es 12 Plätze (rd. 17.100 Plätze nach § 242 SGB III gegenüber rd. 94.300 betrieblichen Ausbildungsverträgen). Sollten sich nun die ostdeutschen Verhältnisse auf das westdeutsche Niveau zu bewegen, so ist langfristig mit einem Umfang von rd. 4.000 Ausbildungsplätzen in Ostdeutschland nach § 242 SGB III zu rechnen.
15 Nach Einschätzung von Bund und Ländern im April dieses Jahres "ist angesichts der nach wie vor angespannten Ausbildungsplatzsituation in den neuen Bundesländern und Berlin eine Fortführung der Programme auch für die Jahre 2009 und 2010 mit insgesamt 5000 Ausbildungsplätzen notwendig." Allerdings soll über diese Ausbildungsplätze nochmals "zu Beginn des Jahres 2009 unter Berücksichtigung der konkreten Ausbildungsplatzsituation verhandelt" werden: "Bund und Länder sind sich darin einig, dass angesichts der demografischen Entwicklung in den neuen Bundesländern und Berlin das Ausbildungsplatzprogramm Ost danach eingestellt wird" (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung (2008): Vereinbarung. Ausbildungsplatzprogramm Ost. Bonn und Berlin: BMBF).

Erscheinungsdatum und Hinweis Deutsche Nationalbibliothek

Veröffentlichung im Internet: 24.10.2008

URN: urn:nbn:de:0035-0299-6

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Letzte Änderung: 09.11.2009

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