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2. Arbeitstreffens von TTnet Deutschland vom 24. und 25. Juni 2009 im BIBB

 

Prüfungen:

Bernhard Walter (BDBA) erläuterte an beeindruckenden einfachen Beispielen gute und schlechte Prüfungsaufgaben. In der anschließenden Diskussion wurden noch einmal die Schwierigkeiten für die Aufgabenerstellung und Qualitätssicherung  im bestehenden Rahmen für Prüfungen angesprochen. Es wurde vorgeschlagen, die in den TTnet Diskussionen  angefallenen wichtigen Argumente zum Thema handlungsorientierte Prüfungen in der Arbeitsgruppe Prüfungen aufzubereiten, da erwartet werden kann, dass dieses Thema noch länger auf der Tagesordnung stehen wird.

 

EU Focus Group

Dr. Philipp Grollmann (BIBB) berichtete über die Arbeit in der "Focus Group" (for Teachers and Trainers in VET) und die Peer Learning Veranstaltung dieser Gruppe in Bonn. Eine Veröffentlichung ist in diesem Zusammenhang geplant.

 

TTnet und Jobstarter

Über  das Programm "Jobstarter"  und speziell Ausbilderqualifizierung im Rahmen der Netzwerkprogramme berichtete  Guido Kirst BIBB in seiner Präsentation "TTnet Deutschland und JOBSTARTER - Mögliche Schnittstellen".
Am Thema besonderer AdA Kurse für Ausbilder/Unternehmer mit Migrationshintergrund entzündete sich eine intensive Diskussion über Vor- und Nachteile. Damit wurde schon ein Punkt für  zukünftige  Zusammenarbeit identifiziert.

Präsentation Kirst/Jobstarter

 

TTnet Memorandum

Es wurden 3 Arbeitsgruppen gebildet, die ausgehend vom vorgelegten Entwurf  zentrale Thesen entwickelten. Dr. Ulrich Blötz (BIBB) brachte einen zusätzlichen Vorschlag ein.

TTnet-Memorandum 1. Entwurf 

Thesen Gruppe 1:

  1. Ausbildung muss in den Unternehmenszielen verankert sein.
  2. Es gibt profilspezifische Kompetenzen aufgrund der Inhomogenität der Gruppe der an  Ausbildung Beteiligten. Daraus leiten sich auch profilspezifische Qualifizierungen ab.
  3. Pädagogische Kompetenz tritt neben der Fachkompetenz mehr in den Vordergrund, gewinnt an Bedeutung und wird komplexer.

 

Ergebnisse Gruppe 2 zur Verdichtung des Memorandum-Entwurfs:

Ziel: Es geht um die Aufwertung des Bildungspersonals in DE und EU

Kernfragestellungen:

  1. Entscheidend ist  die Berufsbildung  in einem zusammenhängenden System.
  2. Die Professionalisierung des Bildungspersonals muss als Prozess in Gang gebracht werden.
  3. Es bedarf geeigneter Maßnahmen und Instrumente, die Berufsbildung begleiten und unterstützen und entwickeln.

Thesen:

  1. Berufsbildung ist ein System und als solches ein Gemeinschaftsprodukt vieler Beteiligter.
  2. Das System, seine beteiligten Institutionen und seine Personen brauchen Standards.
  3. Professionelle Handlungskompetenz des Berufsbildungspersonals ist als umfassende Einheit aufzufassen.
  4. Non-formal erworbene Kompetenzen müssen anerkannt werden.
  5. Als eine Form des lebenslangen Lernens sollte organisierte (verpflichtende) kontinuierliche Weiterbildung für das Berufsbildungspersonal vorgesehen werden.
  6. Akademische Weiterbildungsangebote sollten im Sinne der Durchlässigkeit des Bildungssystems für das Bildungspersonal geöffnet werden.
  7. Weiterbildung ist integraler Bestandteil der Professionalisierung des Berufsbildungspersonals (Lehrer und Ausbilder). Es bedarf eines ganzheitlichen Systems der Professionalisierung.

Ergebnisse Gruppe 3:

Die Kernbotschaft  (was wollen wir?):

  • Wahrnehmung u, Wertschätzung der zukunfts- und beschäftigungsbedeutsamen Aufgaben.
  • Trends der Annäherung der Handlungsfelder, Fremd-u. Eigenwahrnehmung, Lernkultur,
      Paradigmenwechsel

Ziel:

Professionalisierung der Ausbildungsdienstleistung, päd. Qualifizierung, unterstützende Strukturen für betr. ausbildende Fachkräfte

Thesen:

  1. Berufsrollen: Betriebliche Ausbilder, Berufsschullehrer und betriebliche Fachkräfte nehmen unterschiedliche Aufgaben wahr, die aber dem gemeinsamen Zweck dienen, jungen Menschen den Übergang vom Ausbildungssystem ins Beschäftigungssystem zu ermöglichen.
  2. Ausbilder: Zum Bildungspersonal in Betrieben gehören hauptberufliche Ausbilder und ausbildende Fachkräfte, die bei der arbeits- und geschäftsprozessbezogenen Ausbildung  - sowohl auf  Gestaltungsebene als auch auf operativer Ebene- kooperieren.
  3. Die Berufschullehrer ergänzen die AGB-Ausbildung im Betrieb durch eine handlungsfeldbezogene fachtheoretische Qualifizierung.


Beitrag  Blötz:

U. Blötz schlägt für die Ausgangslage eine stärkere Referenz auf  das TTnet Netzwerk selbst vor.
Seine Zielsetzung und Verständigungsarbeit in 4 Jahren  bezüglich strategischer Entwicklungsbedarfe  des Bildungspersonals  und der Bildungsdienstleistungen.

Entwicklungsbedarfe/Thesen

B) 1) Nachwuchssicherung - Durchlässigkeit der beruflichen Entwicklungspfade

  • Mehr Beschäftigte in berufspädagogische Studiengänge an Hochschulen; Entwicklung und Verbreitung des Modells "Triale Weiterbildung" 
  • Übergänge für Ausbilder in BS-Lehrerfunktionen an beruflichen Schulen

B 2) Pädagogische Professionalisierung

  • Entwicklung und Verbreitung von berufspädagogischen Kompetenzbündeln als Qualifikationsstandards für betrieblichen und schulisches Bildungspersonal
  • Implementierung des berufspädagogischen Qualifikationsangebot des Bundes für Personal in den betrieblichen Bildungsdienstleistungen; Förderung der pädagogischen Kooperation zwischen betrieblicher Berufsausbildung und Berufsschule

B 3) Gesellschaftliche Wertschätzung dieser Dienstleistungen

  • Förderung der Entwicklung einer leistungsfähigen Vertretung des Berufsbildungspersonals und seiner Dienstleistungen in der Bildungs-/Gesellschaftspolitik 
  • Kampagne für die Berufsbildungsdienstleistungen als Zukunftsbranche

B 4) Europäisierung der Entwicklungsarbeit für das Bildungspersonal

  • EU-Projekte zur pädagogischen Professionalisierung des Berufsbildungspersonals, zur Verbesserung der Durchlässigkeit, zur Entwicklung von EU-Qualifikationsstandards, zur Pädagogischen Kooperation in der EU.

 

Diskussion und Ergebnisse


Aus den Ergebnissen der drei Arbeitsgruppen und der nachfolgenden Diskussion einigt man sich auf folgendes Verfahren und einen neuen  Struktur-Ansatz.

Neue Struktur Memorandum TTnet DE:

  • Einleitung
  • Kernbotschaft
  • Erläuterung / Thesen

Das Netzwerk und seine Arbeit und die Anspruchsformulierung sollen an den Anfang gesetzt werden.

Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die bis Ende Juli einen Entwurf erarbeitet.

  • Bis möglichst Anfang  Juli sollen  Thesen zum Memorandum an den Koordinator (Gross)  geschickt werden und die  Thesen  gefiltert  werdenn.
  • Anschließend Einberufung der AG durch den Koordinator (Erstes Treffen möglichst zwischen 13.-17.07.)
  • Die Arbeitsgruppe schreibt einen neuen Entwurf.
  • Danach wird der Vorschlag an die Netzwerkmitglieder  zur Kommentierung versandt.
  • Aus den Rückläufen wird von der AG eine vorläufige endgültige Fassung erarbeitet (Ziel 9/2009)

Herold Gross
Bundesinstitut für Berufsbildung
Nationale Koordination TTNet DE
Tel: 0228/107 1631 Mobil: 0177-300-7494
Fax: 0228/107 2963 / E-mail: gross@bibb.de
http://www.bibb.de/ttnet

Letzte Änderung: 05.08.2009

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