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4. Kongress E Learning Africa in Dakar

Michael Härtel

Der Informations- und Erfahrungsaustausch zu Fragen der Entwicklung, der Modernisierung und des Ausbaus nationaler (Berufs-) Bildungssysteme in Afrika ist Leitidee des jährlich in Afrika stattfindenden Kongresses E Learning Africa. Der 4. Kongress E Learning Africa mit 1.400 Besuchern aus 83 Ländern fand im Mai 2009 in der senegalesischen Hauptstadt Dakar statt. Thematischer Schwerpunkt war der Einsatz digitaler Technologien und Medien im Bildungswesen. Ein wichtiger Aspekt der Veranstaltung war der unter dem Schlagwort Digital Divide" firmierende, immer noch völlig unzureichende Zugang zahlreicher afrikanischer Länder zu IT-gestützten Informationen und Bildungsmöglichkeiten.

Zielgruppen der Kongresse sind in erster Linie Personen, die im Bereich der Bildungsplanung, -forschung und -entwicklung in Ministerien, Hochschulen, berufsbildenden Schulen, allgemeinbildenden Schulen, in Betrieben, bei Verbänden und Sozialpartnern aktiv sind. Ausbildungspersonal, Studierende, Vertreter und Vertreterinnen von bi- und multilateralen Organisationen (UN und Weltbank) sowie Repräsentanten der IT-Industrie mit ihren jeweiligen "Corporate Social Responsibility - Programmen" ergänzen diesen Personenkreis.

Ziel des Kongresses war es, das Bewusstsein für den Zusammenhang von Bildung (und Investitionen in Bildung), gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung zu stärken  sowie, sehr konkret, den Zugang zu modernen IT-gestützten Informations-, Lehr- und Lernumgebungen zu verbessern und deren Nutzung am Beispiel realer Projekte und Strategien zu intensivieren.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung, das auch  als nationales Referenzinstitut des UNESCO UNEVOC International Center, Bonn (www.unevoc.org), aktiv ist, hat auf dem Kongress dieses Jahres gemeinsam mit dem Center einen eintägigen Workshop zum Thema "Access and Inclusion: Improving TVET through ICT-based Information and Learning Solutions" durchgeführt. Es war die dritte gemeinsame Veranstaltung des BIBB und von UNESCO UNEVOC  im Rahmen der E Learning Africa. Der thematische Schwerpunkt des Workshops waren  in diesem Jahr  Zugangswege zu Bildungsmöglichkeiten über das (Internet) Radio und über mobile Endgeräte. Partner des Workshops waren  u.a. Vertreter der Deutschen Welle, die spezifische Bildungsprogramme transkontinental anbietet sowie von Nokia mit seinen Pilotprojekten im Bereich mobiler Lernlösungen. Informieren und Lernen mit Handies hat in Afrika wegen der flächendeckenden Verbreitung inzwischen einen hohen Stellenwert. Das Handy gilt hier als zukunftsfähiges und leistungsstarkes Bildungsmedium, für das kontinuierlich Informations-, Lehr- und Lernangebote entwickelt und bereitgestellt werden. Die Lernangebote über das Radio - "learning by ear" - entsprechen der Tradition der sogenannten "oral history" und genießen im afrikanischen Kontext besondere Akzeptanz.

Das BIBB leistete als Moderator und mit seinem Input zum Thema "German approaches to knowledge sharing in TVET" einen konkreten Beitrag mit der Darstellung seines netzgestützten nationalen Informations- und Kommunikationsforums für Ausbilder und Ausbilderinnen "Foraus.de" (www.foraus.de).  Das Forum ist ein Beispiel dafür, wie ohne großen Aufwand eine kontinuierliche Heranführung von Ausbildern und Ausbilderinnen an das Medium Internet möglich ist.

Letzte Änderung: 18.08.2009

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