Auszubildende des BIBB von erstem Austausch aus Frankreich zurück

Vom 14. September bis 2. Oktober 2009 erlebten 13 Auszubildende aus verschiedenen Bonner Behörden für drei Wochen den Berufsalltag in Frankreich (vgl. Pressemitteilung vom 01.10.09) und absolvierten Praktika in kaufmännischen Berufen in französischen Partnerinstitutionen im lothringischen Forbach. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat den Austausch initiiert und maßgeblich mit vorbereitet. Neben dem BIBB schickten die Deutsche Forschungsge¬meinschaft (DFG), die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BAFin), das Eisenbahnbundesamt (EBA) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Auszubildende nach Forbach, wo sie mit französischen Auszubildenden gemeinsam in der Partnerschule und in Partnerbetrieben vor Ort lernten und arbeiteten. Unterstützt wurde das Projekt vom Bonner "Ludwig-Erhard-Berufskolleg" und dem "Berufskolleg Bonn-Duisdorf", die Finanzierung übernahm das Deutsch-Französische Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung (DFS) in Saarbrücken. Die Austauschprogramme des DFS werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert.
Manfred Kremer, der Präsident des BIBB, reiste anlässlich des erfolgreichen Abschlusses dieses ersten Austauschs am 1. Oktober 2009 nach Forbach. Dort wurde er von Jean-Marie Haas, dem Leiter der französischen Partnerschule "Blaise Pascal", begrüßt, und er traf sich mit der stellvertretenden Bürgermeisterin von Forbach sowie mit Vertretern und Vertreterinnen der lothringischen Regionalverwaltung und der "Académie Nancy-Metz", der regionalen Bildungsverwaltung. Herr Kremer besuchte auch zwei Ausbildungsbetriebe in der Region, bei denen Austauschteilnehmer aus Bonn untergebracht waren. Sowohl bei SMART im lothringischen Hambach als auch bei der Regionalverwaltung der Region in Forbach zeigten sich die Auszubildenden zufrieden, aber auch die Ausbilder lobten die Leistungen der Bonner Praktikanten.
Im Hörsaal der Schule "Blaise Pascal" hatte Herr Kremer am Abend des 1. Oktobers die Gelegenheit zum Gespräch mit den Auszubildenden aus Bonn wie auch mit den französischen "Tandempartnern". Dabei bestätigte sich der bereits zuvor vom Schulleiter vermittelte Eindruck, dass die Bonner Teilnehmer überwiegend zufrieden mit Ablauf und Ergebnis des Austauschs waren. Bei den französischen Partnern, von denen einige erfreulicherweise ihre deutschen "Tandempartner" sogar nach Hause einluden, ergab sich ein ähnliches Bild.
Herr Kremer betonte in seiner Abschlussrede die Bedeutung und Notwendigkeit insbesondere von Austauschen auch im Bereich der beruflichen Bildung, die bisher hinter den Aktivitäten im Bereich von Schule und Hochschule zurücklägen. Er hieß die französischen "Tandempartner", die im März 2010 für drei Wochen nach Bonn kommen werden, schon jetzt herzlich willkommen. Dann wandte er sich an die deutschen Austauschteilnehmer: "Sie haben das kulturelle Umfeld im Gastland erlebt. Ich hoffe, dass Sie auch die Sprache des Gastlandes ausprobiert haben und vielleicht Lust bekommen haben, mehr davon zu lernen. Sie haben vielfältige neue Eindrücke gesammelt. Und ich hoffe, Sie haben eine große Bereicherung in der persönlichen Entwicklung erfahren. Solche Erfahrungen haben für Ihr weiteres Berufsleben einen hohen Wert". Herr Kremer hob an dieser Stelle den besonderen Nutzen grenzüberschreitender Mobilität im zusammenwachsenden Europa hervor: " Wenn man Jugendlichen die Möglichkeit gibt, Mobilität zu erfahren, entwickeln sie nicht nur ihre interkulturellen und beruflichen Kompetenzen weiter, sondern sie verbessern auch ihre Chancen im Beruf und am Arbeitsmarkt. Deshalb wird diese Zusatzqualifikation, dieser Zuwachs an interkultureller Erfahrung, den Sie erworben haben, im ,Europäischen Bildungspass', dem ,europass Mobilität', dokumentiert." Dieses Dokument überreichte er zum Abschluss des offiziellen Teils des Abends den Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus Deutschland.
Die deutschen und französischen Partner verabschiedeten sich bei einem anschließenden fröhlichen Abendessen voneinander, zu dem Direktor Haas in die Schulkantine eingeladen hatte. Ein "Tschüss, les filles!", das eine Französin ihren deutschen Freundinnen zum Abschied zurief, belegt, dass man sich sprachlich und menschlich in den drei Wochen näher gekommen ist.





