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Europäischer Bezugrahmen für die Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung (EQARF)

Thomas Gruber

Am 22.09.2010 findet die Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des Europäischen Bezugrahmens für die Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung (EQARF) statt. Ziel der Veranstaltung, die von der Deutschen Referenzstelle für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (DEQA-VET) und der Nationalen Agentur Bildung für Europa (NA) im Auftrag des BMBF durchgeführt wird, ist es, im nationalen Rahmen den Kommunikationsprozess aller Beteiligten an beruflicher Bildung zu initiieren und in Folge zu strukturieren und zu organisieren. Das Treffen dient der Schaffung und Entwicklung von Vertrauen zwischen den Beteiligten in und zwischen den Mitgliedsstaaten.

Die Europäische Union stellt mit EQARF ihren Mitgliedsstaaten einen "Werkzeugkasten" mit zehn Indikatoren zur Verfügung. Diese sollen vergleichbare Aussagen über den Stand der Qualitätssicherung beruflicher Bildung sowohl in den Mitgliedsstaaten der EU, als auch in der EU selber ermöglichen. Um dies zu erreichen, leitete die Kommission Anfang 2010 den ENQAVET- Prozess (European Network on Quality Assurance in Vocational Education and Training) in den EQAVET-Prozess (European Quality Assurance in Vocational Education and Training) über. Auf dessen Grundlage sollen die Indikatoren des EQARF zwischen und in den Mitgliedsstaaten auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft, modifiziert und wenn nötig auch verworfen werden. Den Rahmen des Kommunikationsprozesses bildet nunmehr EQAVET. Neben den zuständigen Ministerien des Bundes und der Länder gehören diesem Prozess die Dachorganisationen der Sozialpartner an. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung richtete zur Unterstützung dieses Prozesses 2008 DEQA-VET  beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn ein.

Die Veranstaltung richtet sich an max. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und findet im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn statt.
Das Europäische Parlament und der Rat machten in der Empfehlung von Juni 2009 keine Konditionierung für ein bestimmtes Qualitätsmodell, wohl aber für die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung. Ausdrücklich werden dabei die Selbstevaluierung der beruflichen Bildung und  etablierte Zertifizierungsverfahren als gleichwertig eingestuft. Der Europäische Bezugsrahmen für Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist daher als ein "Werkzeugkasten" zu verstehen, aus dem die verschiedenen Anwender die Indikatoren auswählen, die ihnen am relevantesten für die Anforderungen ihres jeweiligen Qualitätssicherungssystems erscheinen. Die vorgeschlagenen Indikatoren sind als Orientierungshilfe gedacht und können von den Anwendern des Bezugsrahmens im Einklang mit der Gesamtheit oder einem Teil ihrer Anforderungen und Gegebenheiten ausgewählt und angewandt werden. Sie können auf die berufliche Erstausbildung und/oder die berufliche Weiterbildung angewandt werden, abhängig von den einschlägigen jeweiligen Merkmalen des Berufsbildungssystems des Mitgliedstaats und der Art der Berufsbildungsanbieter.

Weiterführende Informationen wie auch die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie unter  www.deqa-vet.de sowie www.na-bibb.de.

Letzte Änderung: 14.04.2010

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53175 Bonn
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