Modellversuch
Entwicklung eines Instruments zur Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs von Auszubildenden in Prozessbetreuungsberufen und Verbesserung der Zielgenauigkeit und Effizienz der Ausbildung durch mehrdimensionale Flexibilisierung und Erfolgsrückmeldung
Eine Vielzahl von Industrieunternehmen betreibt derzeit eine Umwandlung der Konzernstruktur hin zu einem Verbund weitgehend eigenständiger Einzelgesellschaften. Im Zuge dieser Umwandlung stellt sich auch die Frage nach adäquaten Ausbildungsinhalten und einer situationsangepassten Organisation der betrieblichen Ausbildung.
Effektiv ist eine Berufsausbildung aus der Sicht der Betriebe dann, wenn sie den betrieblichen Belangen und Besonderheiten der Betriebe bzw. Einzelgesellschaften Rechnung trägt (Orientierung der Ausbildungsinhalte am betrieblichen Bedarf; Orientierung der Ausbildungsorganisation an den betrieblichen Möglichkeiten) und die individuellen Kompetenzen der Auszubildenden (z.B. im intellektuellen Bereich, in den praktischen Fertigkeiten, in der Teamarbeit) erfolgreich gefördert und sinnvoll ergänzt werden. Diese Zielsetzung zu verwirklichen erfordert eine erhöhte Flexibilität im inhaltlichen, methodischen und organisatorischen Bereich.
Effizient ist andererseits die Berufsausbildung, wenn die Ausbildungsziele mit einem für die Ausbilder und Betriebe vertretbaren zeitlichen und finanziellen Aufwand realisiert werden.
Ziel des Modellversuchs ist primär die Entwicklung eines Verfahrens, mit dem einerseits der qualifikatorische Ausbildungsbedarf in definierten Basiskompetenzen und Schlüsselqualifikationen, andererseits der aktuelle Ausbildungs- und Entwicklungsstand der Auszubildenden festgestellt werden kann.
Das entwickelte EQuA-Verfahren (Ermittlung des Qualifizierungsbedarfes und Feinjustierung des Ausbildungsangebotes von Auszubildenden), ein sog. Profilvergleichsverfahren, soll dem Nutzer den Vergleich zwischen Anforderungen an und Qualifikationen von Auszubildenden ermöglichen und Hinweise auf Handlungsbedarf und die Einleitung zielgerichteter Maßnahmen geben.
Weiterhin wurden im Modellversuch unterschiedlich akzentuierte didaktisch-methodische Trainingsbausteine für die individuelle Gestaltung des Ausbildungsprozesses entwickelt.




