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DECVET - Durchlässigkeit und Transparenz in der beruflichen Bildung fördern

Christiane Köhlmann-Eckel

Im Dezember 2010 fand die Fachtagung der Pilotinitiative "DECVET  - Entwicklung eines Leistungspunktesystems in der beruflichen Bildung" in Bonn statt.  Diese Tagung unter dem Motto  "Mit DECVET berufliche Bildung durchlässiger gestalten", befasste sich mit der Thematik der Förderung von Durchlässigkeit und Transparenz in der beruflichen Bildung. Einem Thema, dem sowohl in der Wissenschaft als auch der Bildungspolitik viel Beachtung geschenkt wird.

Seit Beginn der Pilotinitiative "DECVET" im Jahr 2007 arbeiten deutschlandweit zehn Pilotprojekte im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an der Erprobung durchlässiger Strukturen in der beruflichen Bildung.

Foto: Dezember 2010 - Fachtagung der Pilotinitiative ,DECVET - Entwicklung eines Leistungspunktesystems in der beruflichen Bildung' in Bonn

 

In  unterschiedlichen Branchen werden Anrechnungspotenziale rund um das duale System identifiziert um die Erfassung, Übertragung und Anrechnung von Lernergebnissen von einem Teilbereich des Berufsbildungssystems in einen anderen zu ermöglichen. Durch die Identifikation und Erprobung mögliche Anrechnungspotenziale an den Schnittstellen rund um das duale System, soll ein Beitrag zur Erhöhung individueller Bildungschancen durch die Förderung von Durchlässigkeit und Transparenz mittels Anrechnung innerhalb des deutschen Berufsbildungssystems geleistet werden. Um dies zu erreichen, stellen sich an die Pilotprojekte Anforderungen, die einerseits praktikabel sein müssen, auf der anderen Seite einem wissenschaftlich-systematischen Anspruch entsprechen sollen. Diese Anforderungen diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter der DECVET-Pilotprojekte auf der  Fachtagung im Dezember 2010 im Wissenschaftszentrum Bonn, gemeinsam mit 150 Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Berufsbildungspraxis aus Betrieben, Berufsschulen, sowie den Vertreterinnen und Vertretern von Kammern, Ländern und Sozialpartnern.

In drei Themenkreisen wurden die Anforderungen die sich mit DECVET an die Pilotprojekte stellen, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet:

  • Themenkreis 1: Berufsprinzip stärken - Flexibilisierung ermöglichen 
  • Themenkreis 2: Durch Instrumente der Kompetenzdiagnostik Anrechnung vereinfachen 
  • Themenkreis 3: Qualitätssicherung durch Verknüpfung von Input- und Outcomeorientierung

Die im Wissenschafts-Praxis-Dialog angelegten Diskussionsforen der Themenkreise, sowie die Beiträge im Plenum ermöglichten die Kontrastierung der Kernthemen der Initiative zwischen Anspruch und Umsetzbarkeit.  Gemeinsam mit Partnern der praktischen Erprobung stellten die DECVET-Pilotprojekte aktuelle Ergebnisse ihrer Arbeit vor.

Im Themenkreis 1 wurden die Potenziale einer flexibilisierten Ausbildung diskutiert und die Gestaltung einer zukunftsorientierten Berufsbildung erörtert. 

Der Themenkreis 2 widmete sich ganz der Frage der Erfassung und Bewertung von Lernergebnissen. Durch geeignete Verfahren und Instrumente der Kompetenzfeststellung sollen anzurechnende Lernergebnisse der Lernenden bestimmt werden. Dabei gilt es, praxistaugliche Instrumente für die unterschiedlichen Zielgruppen und Branchen im Projekt zu entwickeln und zu erproben. Die Pilotprojekte wägen dabei Ansprüche seitens der Bildungsforschung gegen Grenzen der prüfungspraktischen Umsetzbarkeit ab.

In dem dritten Themenkreis wurden unterschiedliche Faktoren der Qualitätssicherung als kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der Berufsbildung diskutiert. Dieser soll einen Beitrag für die Bildung von Vertrauen zwischen den Bildungseinrichtungen leisten und somit die Anrechnung von Lernergebnissen befördern.

Neben zahlreichen Informationen über die Initiative und die Arbeit der DECVET-Pilotprojekte ist unter http://www.decvet.net auch die Dokumentation der DECVET-Fachtagung abrufbar.

Letzte Änderung: 11.04.2011

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