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Ziel der Erhebung 1998/1999
Ziel der BIBB/IAB-Erhebung 1998/1999 war es, Licht auf den strukturellen Wandel der Arbeitswelt und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen, die Arbeitsbelastungen und auf das individuelle Mobilitätsverhalten der Erwerbstätigen zu werfen. Zudem ging es darum, neue Beschäftigungsfelder aufzudecken, also auch einen Beitrag für die Früherkennung von bildungspolitischen Aktionsfeldern zu leisten. Deshalb wurden in den Befragungen detaillierte Informationen zum Qualifikationsprofil und beruflichen Werdegang der Erwerbsbevölkerung sowie zu den organisatorischen, technologischen und qualifikatorischen Rahmenbedingungen ihrer Arbeitsplätze erhoben.
Methodisches Vorgehen
Wie bereits in den drei vorausgegangenen BIBB/IAB-Erhebungen wurde eine 0,1 % - Stichprobe der Erwerbstätigen in Deutschland in einem "Face-to-Face"-Interview befragt. Erstmalig wurden dabei Laptops eingesetzt, die dem Interviewer halfen, das umfangreiche Gespräch mit seinen zahlreichen thematischen Verästelungen zu steuern.
Stichprobenziehung und Durchführung der Feldarbeit
Vorteil der BIBB/IAB-Erhebungen ist es, dass sie genügend große Fallzahlen besitzen, um auch für kleinere Teilgruppen der Erwerbstätigen verlässliche Aussagen treffen zu können. Zudem haben sie ein breites Fragenspektrum, um auch differenzierte Fragestellungen beantworten zu können. Die Befragten wurden auf der Basis von ADM-Mastersamples (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Marktforschungsinstitute) nach einem Random-Route-Verfahren (ermöglicht repräsentative Ziehung) in ihren Wohnungen aufgesucht und durch geschulte Interviewer persönlich befragt. In Haushalten mit mehr als einem Erwerbstätigen kam, um Klumpungen zu vermeiden, lediglich eine nach dem sog. Schwedenschlüssel ausgewählte Person in die Stichprobe.
Abgrenzung der befragten Population
Befragt wurden Personen ab 15 Jahren mit einer regelmäßigen, bezahlten Beschäftigung von mindestens 10 Stunden pro Woche.
Befragt wurden auch:
Nicht befragt wurden dagegen
Für die Interviews wurden Laptops eingesetzt (CAPI-Befragung). Die computergestützten Interviews bieten den Vorteil, dass das Fragenprogramm stärker auf Teilgruppen abgestimmt werden kann und dass komplexere Filter- und Sprungbedingungen genutzt werden können. Für den Interviewer vereinfacht sich die Befragungssituation dadurch, dass immer nur eine Frage auf dem Bildschirm erscheint, die beantwortet werden muss. Notwendige Fragen können nicht einfach übersprungen werden. Außerdem können gleich bei der Dateneingabe Kontrollen über die Zulässigkeit der Antworten, die im CAPI-Programm integriert sind, durchgeführt werden. Insgesamt kamen ADM-Master-Stichproben mit knapp 3.000 "Samplepoints" zum Einsatz. Die Ergebnisse der von den beiden Erhebungsinstituten unabhängig bearbeiteten, in sich aber repräsentativen Stichproben wurden in den Variablen, für die Vergleichsdaten aus dem Mikrozensus vorliegen, mit diesen Daten verglichen. Die bei Umfragen auf Freiwilligkeitsbasis auftretenden üblichen Verzerrungen im Vergleich zum Mikrozensus wurden durch ein mehrstufiges, iteratives Gewichtungsprogramm korrigiert. Dabei wurden die Variablen Bundesland, Gemeindegrößenklasse, Geschlecht, Alter und Stellung im Beruf zugrunde gelegt. Die Kontrolle und Gewichtung bezieht sich ausschließlich auf die deutschen Erwerbstätigen, da vom Stichprobendesign her die ausländischen Befragten lediglich einbezogen waren, wenn sie über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten. Dies ist eine Positivselektion, die durch Gewichtung nicht ausgeglichen werden kann.
Letzte Änderung: 03.03.2010