Graswurzel QES (Qualitätsentwicklung und -sicherung)
Das "Graswurzelkonzept der Qualitätsentwicklung" verfolgt einen Bottom-up-Ansatz. Qualifizierung, Coaching und die Bereitstellung geeigneter Instrumente sollen dazu beitragen, dass Ausbildungsakteure zu Trägern der Qualitätsentwicklung werden. Dabei wird von einer Philosophie kontinuierlicher Qualitätsverbesserung im Sinne des PDCA-Zyklus ("Plan - Do - Check - Act") ausgegangen. Ihre Verankerung in den Lehr-Lern-Prozessen wird "top-down" durch die Gestaltung der Rahmenbedingungen unterstützt, hinzu treten die Bereitstellung von Basisinstrumenten sowie Feedback und Selbstevaluation. Auf diese Weise wird ein ausbildungsprozessintegriertes Vorgehen zur Qualitätsentwicklung der Ausbildung in KMU erarbeitet. Auf weit gehende Formalisierungen soll dabei möglichst verzichtet werden. Methodik und Vorgehen einer kooperativen Qualitätsentwicklung und -sicherung werden exemplarisch im Bildungszentrum der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und im Alanus-Weiterbildungszentrum (AWH) entwickelt und erprobt. Zur Klärung der Übertragbarkeit in die betriebliche Praxis werden drei KMU einbezogen.
Vorgehen:
Phase 1 dient der Planung und Entwicklung der arbeitsprozessintegrierten Qualitätsentwicklung. Hierfür werden die Rahmenbedingungen bei den Kooperationspartnern analysiert, lernortübergreifende Arbeitsgruppen gebildet und ein Qualitätsleitbild sowie Qualitätsziele und -kriterien erarbeitet. Schulungen der GAB München für Lehrende und Lernende unterstützen den Prozess und erleichtern Erarbeitung und Einsatz geeigneter Verfahren für Praxisforschung, Dokumentation und Feedback.
In Phase 2 wird das Konzept der arbeitsprozessintegrierten Qualitätsentwicklung erprobt. Die GAB übernimmt die Rolle der Lernbegleitung und unterstützt AOK und AWH bei Umsetzung und Dokumentation, bei der Durchführung von Feedbacks, Selbstevaluation, Auswertung und Optimierung.
Phase 3 umfasst einen zweiten Erprobungsdurchgang, in dem AOK und AWH selbst die Lernbegleitung übernehmen. Die GAB München evaluiert diesen Prozess und entwickelt einen Leitfaden.
In Phase 4 schließt sich eine breitere Erprobung des Konzepts von Graswurzel QES an. Einbezogen werden ausbildende Fachkräfte in Geschäftsstellen der AOK, andere Fortbildungsstandorte des AWH sowie KMU. Das Konzept wird an die unterschiedlichen Bedingungen angepasst und der Leitfaden erprobt.
Phase 5 dient der Aufbereitung und dem Transfer.
Erwartete Ergebnisse:
Die GAB München wird Lernbegleiter- und Teilnehmerunterlagen entwickeln und einen Leitfaden für Bildungsdienstleistende und für KMU gestalten.
Entwicklung eines Qualitätsleitbilds für die Ausbildung in KMU (Beitrag auf foraus.de)
www.gab-muenchen.de/pages/de/projekte/aktuelle_projekte/244.htm





