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Ganzheitlicher Ausbildungsnachweis

Ziel des Modellversuchs ist es, eine neue, aussagekräftigere Form des Ausbildungsnachweises zu entwickeln und in den Ausbildungsbetrieben zu erproben. Dabei wird darauf geachtet, dass das Führen des Nachweises weiterhin übersichtlich und einfach bleibt. Die zusätzlichen Elemente im Ausbildungsbericht regen Auszubildenden und Ausbilder/innen dazu an, den Prozess der Ausbildung zu reflektieren und den Ausbildungsstand zu bewerten. Die Bezugnahme auf den Ausbildungsrahmenplan hilft den Ausbildungsverantwortlichen, Ausbildungsprozess und  stand realistisch einzuschätzen. Entwickelt wird ein praktikables Verfahren der Zuordnung von Tätigkeiten zu den Inhalten des Ausbildungsrahmenplans. Der ganzheitliche Ausbildungsnachweis soll in dem IHK-Bezirk flächendeckend umgesetzt werden und für alle Berufsbilder anwendbar sein.

Vorgehen:
Auf der Grundlage von Befragungen wird u. a. ein Handbuch zur Einführung des ganzheitlichen Ausbildungsnachweises erstellt. Um ein verlässliches Ergebnis zu erhalten, sollen insgesamt 50 Pilotbetriebe unterschiedlicher Branchen und Unternehmensgrößen einbezogen werden.
Ausbilder/innen und Auszubildende müssen für den Umgang mit dem neuen Ausbildungsnachweis geschult werden. So soll z. B. auf ein einheitliches Verständnis von Kompetenz hingewirkt und eine Verständigung über Verfahren der Kompetenzbeschreibung und  bewertung herbeigeführt werden. Vorrangige Themen sind dabei: Verknüpfung von Selbst- und Fremdeinschätzung, Feedback-Gespräche, Zuordnung von Tätigkeiten zum Ausbildungsrahmenplan.
Eine Evaluation soll zur Weiterentwicklung des ganzheitlichen Ausbildungsnachweises beitragen. (Leitfrage: "Wie kann die Rückmeldung zu den Kompetenzen, den Feedback-Gesprächen und zum Leistungsstand effizient eingebracht werden?").

Erwartete Ergebnisse:
Der Modellversuch erarbeitet einen durch Erprobung und Anpassung konsolidierten ganzheitlichen Tätigkeitsnachweis.
In der Abschlussphase sollen die Ergebnisse des Modellversuchs mit ähnlichen Berichtsinstrumenten in Österreich und der Schweiz verglichen, sowie der IHK-Arbeitsgruppe und den baden-württembergischen IHKs zum Transfer präsentiert werden.
Durch eine bereits seit dem Jahr 2006 vorhandene Arbeitsgruppe "Qualität" des Berufsausbildungsausschusses der IHK werden die Projektergebnisse in den Berufsbildungsausschuss getragen. Ziel ist es, hier eine mögliche Änderung der Richtlinien zur Führung des Ausbildungsnachweises zu erreichen. Zunächst ist eine Ausweitung auf alle regionalen IHK-Ausbildungsbetriebe möglich, die Zusammenarbeit und Kooperation mit weiteren Beteiligten ist geplant.

 

IHK Ausbildertag 2011

www.weingarten.ihk.de

Letzte Änderung: 08.09.2011


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