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Berufliche Bildung im Lebensverlauf
Leitung: Katharina Kanschat / Angela Puhlmann, BIBB
Mit beruflicher Bildung wurde lange Zeit eine klar abgegrenzte Aktivität Jugendlicher assoziiert, darüber hinaus allenfalls noch eher einzelne Phasen beruflicher Weiterbildung im Erwachsenenalter. Inzwischen zeigt sich aber: es ist notwendig und wünschenswert, dass berufliche Bildung den Berufs-Lebensverlauf begleitet. Die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen deuten zudem darauf hin, dass dies immer mehr zu einem wesentlichen Merkmal von Berufsbiografien werden wird. Hieraus erwächst eine zentrale Zukunftsaufgabe der beruflichen Bildung: Es geht gleichermaßen darum, den Anforderungen der sich verändernden Arbeitswelt und Gesellschaft zu begegnen und die Möglichkeiten und Chancen der Einzelnen im Hinblick auf ihre berufliche und persönliche Entwicklung zu erweitern und zu verbessern. Was ist notwendig, damit Lernen und berufliche Bildung im Lebensverlauf gelingt? Zu dieser Kernfrage stellt das Forum vier Aspekte in den Mittelpunkt, zu denen Modelle, Konzepte, Erfahrungen und aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert werden.
Die Dokumentation wird fortlaufend um die uns zugesandten Beiträge der Referentinnen und Referenten ergänzt.
19. September 2011, 14:00 - 14:30 Uhr: Impulsreferat
Einführung in das Forum 3 mit einem Impulsreferat Prof. Dr. Jutta Rump, Fachhochschule Ludwigshafen

Leitung: Dr. Bernhard Autsch, BIBB
Fachkräftemangel, Weiterbildungsbeteiligung und -beratung stehen in einem kausalen Zusammenhang. Die zwischenzeitlich ebenso zahlreichen wie unterschiedlichen Initiativen und Programme von Bund und Ländern, regionalen Netzwerken, Hochschulen, Kammern und Verbänden weisen auf die Bedeutung hin, die der Beratung beigemessen wird. Auf der Grundlage von empirischen Befunden und Umsetzungserfahrungen werden im Arbeitskreis erfolgreich praktizierte wie auch neu konzipierte Programme, Modelle und Projekte zur Weiterbildungsberatung vorgestellt, die sich sowohl an Individuen als auch an kleine und mittlere Unternehmen richten und hierbei einen aktiven (aufsuchenden, eher nicht marktgängigen) oder auch reaktiven (marktgängigen) Beratungsansatz verfolgen. Im besonderen Fokus soll dabei das Potenzial von Netzwerkbildung, IuK -Technologie und Qualitätssicherung stehen.
Leitung: Christoph Acker/Jens Peschner, BIBB
Ziel der Entwicklung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) ist die Förderung von Transparenz und Durchlässigkeit zwischen allen Bildungsbereichen. Mehr Transparenz und Vergleichbarkeit sichern den Fachkräftebedarf und eröffnen den Einzelnen neue Chancen bei der Gestaltung ihres Bildungsweges. Durchlässigkeit ist damit ein zentrales Element für die Stärkung des lebensbegleitenden Lernens. Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit Ausbildungsbausteinen zur Flexibilisierung des Übergangssystems, der Verzahnung von Aus- und Weiterbildung in Form von Zusatzqualifikationen und Dualen Studiengängen, der Anerkennung und Anrechnung von beruflichen Qualifikationen auf Hochschulstudiengänge und zeigt den Stand der Erarbeitung des Deutschen Qualifikationsrahmens sowie der Pilotinitiative DECVET zur Entwicklung und Erprobung eines Leistungspunktesystems in der beruflichen Bildung auf.

Leitung: Volker Grünewald/Dr. Nicole Pötter, BIBB
Die Arbeitswelt ist im Wandel, Erwerbsbiographien sind längst nicht mehr stringent und kontinuierlich wie früher. Und sie enden auch nicht mehr zwangsweise mit 65. Ein wichtiges Betätigungsfeld für berufsbezogene Beratung und Begleitung über alle Lebensphasen hinweg. Der Arbeitskreis stellt entsprechende Programme, Konzepte und Projekte zur Diskussion. Personen kommen zu Wort, die selbst interessante und ungewöhnliche Bildungswege gegangen sind oder anderen dabei helfen. Gesucht wird Orientierung im Beruf durch Beratung und Begleitung, individuell, mit Qualität, ohne systemische Brüche. Das Publikum geht mit auf die Suche und kann eigene Erfahrungen einbringen.
Leitung: Ulrike Engels, Nationale Agentur Bildung für Europa beim BIBB; Dr. Gesa Münchhausen, Bundesministerium für Bildung und Forschung
In allen Phasen des beruflichen - und auch des persönlichen Lebens - gilt das Lernen und Weiterlernen heute als unerlässlich - um Schritt halten zu können, aber auch, um Verbindungen zum Berufsleben aufrechtzuerhalten, die Anknüpfungspunkte und Kontinuität in beruflichen Biographien ermöglichen. Welche Konzepte können das leisten? Gibt es neue Anforderungen und Ansätze, und welche Erfahrungen liegen ihnen zugrunde? Welche Impulse europäischer Projekte können genutzt werden? Der Arbeitskreis beginnt damit, aktuelle Herausforderungen beim Einstieg in Ausbildung und Beruf darzustellen und kritisch zu beleuchten. Danach richtet sich der Blick auf Konzepte und Wirkungen verschiedener Programme zur Gestaltung beruflicher Weiterbildung im Sinne einer besseren Anschlussfähigkeit an das (Berufs-)Bildungs- und Beschäftigungssystem sowie unter Berücksichtigung ihrer beruflichen und sozialen Integrationsfähigkeit. Schließlich werden Konzepte in den Blick genommen, die sich theoretisch und praktisch-konzeptionell mit Chancen und Widerständen in individuellen Bildungsverläufen im Berufsbildungswesen und mit biografischen Auswirkungen auseinandersetzen.
Letzte Änderung: 11.10.2011