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Forum 5

Internationalität der Berufsbildung
Leitung: Dr. Georg Hanf / Birgit Thomann, BIBB

In diesem Forum widmen sich nationale und internationale Berufsbildungsexperten und -expertinnen zum einen den Implikationen der internationalen Verflechtungen von Wirtschaft und Arbeitsmarkt für die Berufsbildung, zum anderen stehen internationale Vergleiche zu zentralen Themen im Focus. Diskutiert werden Konzepte zur Schaffung von Anreizen für Investitionen in berufliche Weiterbildung durch finanzielle Rahmenbedingungen im In- und Ausland. Die internationale Systemberatung und die unterschiedlichen Wechselbeziehungen von Berufsbildungs- und Beschäftigungssystem werden anhand von Länderbeispielen erörtert. Des Weiteren wird erörtert, welche Rahmenbedingungen für die Implementierung von Credit- bzw. Leistungspunktesystemen im deutschen Kontext zu schaffen sind.

Die Dokumentation wird fortlaufend um die uns zugesandten Beiträge der Referentinnen und Referenten ergänzt. 

Einführung

19. September 2011, 14:00 - 14:30 Uhr: Impulsreferat
Einführung in das Forum 5 mit einem Impulsreferat Anni Bouder, Centre d'études et de recherches sur les qualifications (Céreq), Marseille
Birgit Thomann, BIBB

5.1 Weiterbildung international: Beteiligung und Finanzierung analysieren und bewerten

Foto: Dr. Normann Müller, Marcel Walter

Leitung: Dr. Normann Müller/Marcel Walter, BIBB
Angesichts des rapiden technologischen Wandels sowie der Alterung industrialisierter Gesellschaften müssen berufliche Qualifikationen nach Abschluss der Erstausbildung immer häufiger durch berufliche Weiterbildung angepasst werden. Die Teilnahme an entsprechenden Maßnahmen fällt in Deutschland im europäischen Vergleich allerdings noch relativ gering aus. Der Arbeitskreis beleuchtet die aktuellen Partizipationsmuster in Europa und diskutiert die bildungsökonomische Hypothese, dass Beschäftigte und Betriebe weniger in solche Maßnahmen investieren als aus gesellschaftlicher Sicht notwendig wäre. Da Beteiligung und Finanzierung eng zusammenhängen, werden außerdem neue Konzepte zur Stärkung von  Investitionsanreizen bei Betrieben und Beschäftigten aus dem In- und Ausland diskutiert. Schließlich wird die Perspektive der Weiterbildungsanbieter berücksichtigt, für die sich aus neuen Finanzierungsformen sowohl Chancen als auch Herausforderungen ergeben.

Zu Arbeitskreis 5.1

5.2 Internationale Zusammenarbeit und Systemberatung: Herausforderungen kennen - Wandel gestalten

Foto: Hans-Joachim Kissling, Peter Gerstlauer, Dr. Jeanette Burmeister

Leitung: Melanie Hoppe/Hans-Joachim Kissling, BIBB
Moderation: Melanie Hoppe, BIBB

Dieser Arbeiskreis fand in englischer Sprache statt

The main question to be addressed during the workshop is: What are the central challenges for international cooperation and advisory services in the field of VET?
Ideally, VET systems continually adapt to various requirements arising from global ecological, social and economic development trends. Investments in VET are mainly seen as an approach to enhance productivity, employability and sustainable growth. But how do VET systems change and what are actually the main triggers? To what extent are national VET systems still country-specific or influenced by global trends? The keynote speech will address these questions and discuss how much VET systems still respond to the context they are placed in.
Different structures of VET systems exist, but focusing on general global trends, it seems that common reform/restructuring efforts can be identified. "National Qualifications Frameworks" will be discussed as an approach towards more convergence and two country reports from Egypt and Serbia will be presented.
Do these trends address a particular need for advisory services and international cooperation? Experts from international projects will share their experience and reflect the issue of global convergence and national specificity. Those experts have a certain understanding on how countries are to be advised and therefore follow different approaches. One approach, "Process Management" will be presented. It differentiates between "experts of content" and "process experts". Advantages and disadvantages of integrating this model into international advisory services and international cooperation will be discussed in the plenum.


Der Workshop widmet sich der zentralen Fragestellung: Was sind die aktuellen, zentralen Herausforderungen für die internationale Zusammenarbeit und Systemberatung?
Idealiter passen sich Berufsbildungssysteme den unterschiedlichen Anforderungen an, die sich aus den globalen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Trends ergeben. Steigende Produktivität, Beschäftigungsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum sind angesichts dieser Trends die Ziele von Investitionen in berufliche Bildung. Aber wie verändern sich Berufsbildungssysteme und was sind konkret die Auslöser? In welchem Umfang sind Berufsbildungssysteme noch national-spezifisch oder beeinflusst von globalen Trends? Der Einführungsvortrag wird diese Fragen adressieren und diskutieren, inwieweit Berufsbildungssysteme noch dem nationalen Kontext gehorchen, in dem sie eingebettet sind.
Unterschiedliche Strukturen von Berufsbildungssystemen existieren, aber mit Blick auf die globalen Trends lassen sich gemeinsame Reformbestrebungen identifizieren. Das Beispiel "Nationaler Qualifikationsrahmen" wird als ein Ansatz zur Schaffung von mehr Kongruenz diskutiert. In zwei Länderberichten werden konkret Reformbestrebungen einander gegenüber gestellt.
Aber welche besonderen Herausforderungen ergeben sich daraus für die internationale Zusammenarbeit und Beratung? Experten aus internationalen Projekten teilen ihre Erfahrungen im Plenum und diskutieren die Frage der globalen Konvergenz und nationalen Spezifik. Darüber hinaus nehmen wir die unterschiedlichen Ansätze in Verständnis und Gestaltung von Beratungsleistungen der Experten in den Blickpunkt. Ein Ansatz wird in diesem Zusammenhang näher vorgestellt: "Prozessbegleitung", welcher zwischen Inhaltsexperten und Prozessexperten unterscheidet. Die Vor- und Nachteile der Integration dieses Ansatzes in die internationale Systemberatung und Zusammenarbeit werden im Plenum diskutiert.


 

Zu Arbeitskreis 5.2

5.3 Europäisches Credit-System für die Berufsbildung (ECVET): Mobilität zwischen Bildungssystemen erleichtern

Leitung: Sibilla Drews, Nationale Agentur Bildung für Europa beim BIBB/Dr. Christiane Eberhardt, BIBB
Mit dem Europäischen Credit-System für die Berufsbildung wird eine hohe Erwartungshaltung verknüpft, da sie die Bildungsmobilität zwischen Bildungssystemen erleichtern soll. Im Mittelpunkt des Arbeitskreises stehen die Zielsetzungen und Herausforderungen, die auf europäischer Ebene mit dem Instrument ECVET verbunden sind. Anhand konkreter Projekte werden unterschiedliche Anwendungskontexte und damit auch die unterschiedlichen Herausforderungen für die Bildungspraxis beschrieben und veranschaulicht.
Am zweiten Tag wird erörtert, was es heißt, ECVET im Rahmen transnationaler Mobilität unter den Bedingungen des deutschen Berufsbildungssystems zu implementieren. Abschließend wird die Frage diskutiert, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um Credit-Systeme im Sinne des lebenslangen Lernens auszubauen und ob sie geeignet sind, zur Durchlässigkeit zwischen und innerhalb von Bildungssystemen beizutragen.

Zu Arbeitskreis 5.3

5.4 Monitoring und Benchmarking: Betriebliche Rekrutierungsstrategien und Qualifizierungskonzepte vergleichen

Foto: Präsentation im Arbeitskreis

Leitung: Silvia Annen/Ute Hippach-Schneider, BIBB
Der Arbeitskreis wurde in deutscher und englischer Sprache gedolmetscht.

Berufsbildungs- und Beschäftigungssystem sind miteinander verwoben - aber von Land zu Land auf sehr unterschiedliche Weise. Einerseits ergeben sich aus den Bedürfnissen der Betriebe Anforderungen an die Absolventinnen und Absolventen  des (Berufs-)Bildungssystems. Inwieweit diese Anforderungen aufgegriffen werden, hängt wiederum von den Zielen des Bildungssystems selbst ab. Umgekehrt richtet sich das Rekrutierungsverhalten der Betriebe auch danach, mit welchen Kompetenzprofilen das Bildungssystem seine Absolventinnen und Absolventen auf den Arbeitsmarkt entlässt.


Vocational education and training and employment systems are interwoven, although in very different ways from country to country. On the one hand, the needs of the companies give rise to the requirements placed in those passing through the (vocational) education system. The extent to which these requirements are addressed depends in turn on the aims of the educational system itself. By the same token, the recruitment behaviour of companies is also aligned with the competence profiles of graduates entering the labour market.

Zu Arbeitskreis 5.4

Letzte Änderung: 11.10.2011


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