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Schulkooperationen

Kooperationsvertrag des BIBB mit Nell-Breuning-Berufskolleg: "Ein Gewinn für beide Seiten"

"Chancen und Unterstützung auf dem Weg in den Beruf für junge Menschen mit Behinderung - Lernen aus der Praxis für unser Institut"  -  so umriss BIBB-Forschungsdirektor  Prof. Dr. Reinhold Weiß den beidseitigen Nutzen des Kooperationsvertrages, den er am 13. Oktober  im Nell-Breuning-Berufskolleg in Bad Honnef für das BIBB unterzeichnete. Erstmalig hat das BIBB in diesem Jahr einen Schüler des Berufskollegs in ein Ausbildungsverhältnis übernommen.

Das BIBB als verlässlicher Partner formalisiert damit eine seit dem Jahr 2005 gewachsene Partnerschaft:  "Wir wollen Sie in vielerlei Hinsicht unterstützen, aber auch einen Know-How-Transfer in beide Richtungen, indem wir von Ihnen lernen. Wichtig ist für das BIBB ein eigener Zugang zur Praxis. Wir wollen selbst Vorbild sein und das umsetzen, was wir erforschen und empfehlen: von Berufseinstiegsbegleitung über die Förderung behinderter Menschen bis zu Auslandsaufenthalten in der beruflichen Ausbildung", erläuterte BIBB-Forschungsdirektor Weiß den Gewinn aus den Schulkooperationen des BIBB für beide Seiten.  


Urkunde anzeigen (PDF, 254 KB)  

Die Zusammenarbeit von BIBB und Nell-Breuning-Berufskolleg umfasst insbesondere:

  • zwei- bis dreiwöchige Betriebspraktika im Frühjahr,
  • Bewerbungstraining und simulierte Bewerbungsgespräche,
  • Informationsveranstaltung im Berufskolleg über die Ausbildungsberufe im Bundesinstitut,
  • Betriebsbesuche im Bundesinstitut.


Zudem finden regelmäßige Gespräche zwischen dem Leiter des Sozialdienstes, der Praktikumsbetreuung und der Schwerbehindertenvertretung des Bundesinstituts statt.

Dass der Weg zu einem Ausbildungsplatz viel Einsatz erfordert, hat Hajo Slawski, der als erster Schüler des Nell-Breuning-Berufskollegs am 1.9.2011 im BIBB eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation begonnen hat, erfahren: "Man muss die Chancen nutzen, die man geboten kriegt! Und im BIBB habe ich so viele Möglichkeiten, die auf mich zugeschnitten sind. Es ist schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen; man braucht viel Engagement - ich habe über 200 Bewerbungen losgeschickt. Und ich hoffe, dass ich als Erster auch für weitere Schülerinnen und Schüler den Weg frei mache. Viel mehr Arbeitgeber sollten das nutzen, dass gerade jemand mit einer Behinderung mit ganz großem Einsatz bereit ist zu arbeiten."


Mit der Vertragsurkunde in der Hand: BIBB-Forschungsdirektor Reinhold Weiß, Einrichtungsleiter
Matthias Menge, Schulleiter Hans Peter Küpper; vorn rechts: Hajo Slawski, Azubi im BIBB

Das Nell-Breuning-Berufskolleg in Rhöndorf ist eine Berufsfachschule für körperbehinderte junge Menschen, die ihnen die Möglichkeit zum Abschluss der Handelsschule und Höheren Handelsschule im Bereich Wirtschaft und Verwaltung eröffnet. Haus Rheinfrieden ist das dazugehörige Internat für  Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet.
Träger ist die Josefs-Gesellschaft gGmbH. Sie ist mit 17 Einrichtungen einer der größten katholischen Träger auf dem Gebiet der Rehabilitation körperbehinderter Menschen in Deutschland. Derzeit besuchen ca. 130 Schülerinnen und Schüler, darunter auch einige nichtkörperbehinderte, das Berufskolleg.
Ein weiterer Aspekt der nun vereinbarten Kooperation ist, dass die Einrichtungen der Josefs-Gesellschaft die Zertifizierung nach EQUASS anstreben, einem europäischen Qualitätsrahmen für Sozialdienstleister. Eines der Qualitätsprinzipien ist die Partnerschaft mit Einrichtungen und Institutionen aus dem öffentlichen und privaten Sektor.
Das BIBB wird für das Nell-Breuning-Berufskolleg ein Partner, der dieses Prinzip mit trägt.

Das BIBB arbeitet seit bereits einigen Jahren mit verschiedenen Schulen zusammen. Dabei bietet es  Praktikumsplätze von zwei bis drei Wochen, Berufsorientierungspraktika in den Schulferien sowie Betriebserkundungen im BIBB für ganze Schulklassen an, um junge Menschen für eine Ausbildung im BIBB zu gewinnen. Darüber hinaus nimmt die Ausbildungsleitung des BIBB an Schulveranstaltungen und Ausbildungsbörsen teil.
Begonnen hat die enge Zusammenarbeit mit Schulen im Jahr 2010 durch eine Initiative für  Vielfalt im BIBB, das heißt konkret, dass das BIBB junge Menschen unterschiedlicher Nationalität und Herkunft für Ausbildungsstellen gewinnen wollte. Die erste Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages erfolgte daher im Juli 2010 mit der Theodor-Litt-Sekundarschule in Bonn. 2011 folgte die Kooperationsvereinbarung und Übernahme einer Schulpatenschaft mit der Ahrtalschule Realschule Plus  in Altenahr. Darüber hinaus arbeitet das BIBB mit der Karl-Simrock-Schule für Berufsorientierung in Bonn, dem Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Bonn, dem Berufskolleg Bonn-Duisdorf und dem Berufskolleg Siegburg zusammen.

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Letzte Änderung: 19.10.2011


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