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China profitiert von deutschen Erfahrungen in der Qualitätssicherung der Ausbildung

Diana Cáceres-Reebs, Horst Mirbach


Vom 18. bis 19. Oktober 2011 fand in Peking der erste gemeinsame Expertenworkshop zwischen dem chinesischen Zentralinstitut für Berufs- und Technische Bildung (CIVTE) und dem BIBB seit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im Mai 2011 statt. Der Workshop befasste sich mit dem Thema "Qualitätssicherung in der Aus- und Weiterbildung". Neben dem BIBB und dem CIVTE waren das chinesische Bildungsministerium, chinesische Unternehmen, der Handelsverein für Elektronik, Berufsschulen und Universitäten sowie die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit vertreten.




Teilnehmer formulieren Ziele der beruflichen Ausbildung 


 Drei Qualitätssektoren standen im Mittelpunkt der Diskussion:

  • Qualität der Ausbildungsinhalte (Ausbildungsordnungen / Rahmenlehrpläne)
  • Qualität in der Lernortkooperation (Betrieb / Schule / Überbetriebliche Zentren)
  • Qualität des Berufsbildungspersonals (Berufsschullehrer und Ausbilder) 


Ein Herausstellungsmerkmal des deutschen dualen Systems ist, dass das Lernen am Arbeitsplatz und im Arbeitsprozess im Vordergrund steht. Die Betriebe übernehmen damit Verantwortung in der Berufsausbildung. Im Vergleich dazu ist das chinesische Berufsbildungssystem sehr schulisch aufgebaut. So gibt es z.B. bisher keine staatlich anerkannten Ausbildungsordnungen für die Ausbildung im Betrieb. In Kooperation mit dem BIBB möchte das CIVTE chinesische Unternehmen ermutigen, sich in Anlehnung an das deutsche duale System stärker in die Berufsausbildung einzubringen.



Mitarbeiterin des CIVTE stellt Ziele der Berufsausbildung vor


Auf dem Workshop wurde daher ein Forschungsprojekt konzipiert, um hierfür Ansatzpunkte zu identifizieren. Am Beispiel des Berufs der Kfz-Mechatronik werden die deutschen und chinesischen Ausbildungsinhalte verglichen. Das CIVTE wird daher eine Befragung bei Betrieben und Schulen durchführen. Hierbei stehen die Unternehmen in China im Mittelpunkt. Welche Inhalte wünschen sich chinesische Unternehmen für die Berufsausbildung? Inwieweit sind Berufsschulen bereit, ihre Rahmenlehrpläne an die Bedarfe der Betriebe und damit des Arbeitsmarktes anzupassen? Die geplante Studie soll hierzu Antworten geben. Während das CIVTE diese Daten erhebt, steuert das BIBB deutsche Lernerfahrungen zum Erstellungsprozess von Ausbildungsordnungen bei.



Teilnehmer erstellen eine Roadmap zur Grobplanung des gemeinsamen Forschungsprojektes

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen dazu beitragen, ein eigenes chinesisches Konzept zu Ausbildungsordnungen zu erarbeiten.
In der weiteren Zusammenarbeit zwischen dem CIVTE und dem BIBB soll langfristig eine stärkere Beteiligung chinesischer und deutscher Unternehmen an der chinesischen Berufsbildung erreicht werden.

 

Letzte Änderung: 24.11.2011

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