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Sprachreise nach Brighton - oder ''My English is not the yellow of the egg''

Innerhalb meiner Ausbildung zur Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung erhielt ich die Möglichkeit, an einer von meiner Berufsschule (Joseph-DuMont-Berufskolleg) organisierten und durchgeführten einwöchigen Sprachreise nach Brighton, England teilzunehmen. Hierbei wurde ich vom BIBB auf zwei Arten unterstützt: Zum einen wurden die gesamten anfallenden Kosten übernommen und zum anderen wurde mir die in Brighton verlebte Zeit als Arbeitszeit angerechnet, sodass ich hierfür keinen meiner kostbaren Urlaubstage "opfern" musste. Darüber bin ich nach wie vor sehr dankbar.

Die Sprachreise selbst gestaltete sich folgendermaßen: Vorab wurden die Teilnehmenden innerhalb des Englischunterrichtes in der Berufsschule gebeten, ihre Kenntnisse in dieser Sprache einzuschätzen, um abhängig davon, unterschiedlich anspruchsvolle Kurse in Brighton belegen zu können. Ich entschied mich dazu, nicht den Anfänger - aber auch nicht den Profikurs zu belegen - wählte also den mittleren Kurs. In Brighton besuchte ich nun jeden Tag für mehrere Stunden diesen von mir gewählten mittleren Kurs mit dem Ziel, meine bis dahin bestehenden Kenntnisse weiter zu vertiefen. Es wurden Gruppenarbeiten durchgeführt, Vokabeln gelernt und kleine Präsentationen gehalten. Der Kurs war strukturiert, dem mittleren Sprachniveau entsprechend und so ausgelegt, dass die Inhalte sich gut auf berufliche Alltagssituationen übertragen lassen.

Die meiste Praxis in Bezug auf das Anwenden der englischen Sprache erlebte ich allerdings in meinem einwöchigen "britischen Alltag". Ich hatte mich vorab dazu entschieden, ohne eine/n deutschen Partner/in in eine englische Familie zu gehen und war nun auf mich alleine gestellt. Ich musste mich in relativ kurzer Zeit an die hier vorgegebenen Strukturen und Regeln gewöhnen und mich und meine Pläne selbstständig organisieren. Anschluss fand ich in Gesprächen mit meiner "Gastschwester". Mit ihr verbrachte ich nach einer etwa viertätigen Zeit der Eingewöhnung, unterhaltsame Stunden, in denen ich mich schnell daran gewöhnte, einfach auf Englisch "drauflos zu plappern". Brighton war eine interessante Erfahrung, die mir vieles gezeigt hat: Ich bin mit meinen Englischkenntnissen soweit zufrieden, allerdings ist es ratsam auch über die sekundäre Schulausbildung hinaus "am Ball zu bleiben" - Englisch ist nicht gleich Englisch. Gerade was das stetige Vokabeln lernen angeht, kann man nur davon profitieren, sich hiermit auch in seinem beruflichen Alltag auseinanderzusetzen - besonders im Zeitalter des Anglizismus und der Globalisierung. Auf Englisch kompetent zu kommunizieren stellt heute kein Gadget mehr da, sondern wird oft vorausgesetzt. 

Ich finde es gut, dass das BIBB mir die Teilnahme an diesem Kurs ermöglicht hat, und bin der Meinung, dass sich die Teilnahme gelohnt hat. Durch dieses Angebot schafft es das BIBB, seine Ausbildung attraktiv zu gestalten und die Auszubildenden "fit" für den beruflichen Alltag zu machen.

Julia Gei (ausgebildete FAMS)

Letzte Änderung: 06.02.2012


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