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BIBB-Präsident Esser moderierte deutsch-spanische Ausbildungskonferenz in Stuttgart

"Wichtiger Impuls für die Europäisierung der dualen beruflichen Bildung"


 

Foto: BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser / Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan / Bildungsminister José Ignacio
BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser / Bundesministerin
Prof. Dr. Annette Schavan / Bildungsminister José Ignacio Wert Ortega
v.r.n.l.
(Foto: Christian Hass)


Die Aussichten junger Menschen in Spanien, nach ihrer Ausbildung auch eine Beschäftigung zu erhalten, sind gering - mehr als 50 Prozent der jungen Leute unter 25 Jahren sind arbeitslos. In welcher Form nun die laufenden Überlegungen des spanischen Bildungsministeriums zur Einführung dualer Ausbildungsstrukturen unterstützt werden können, war Thema der deutsch-spanischen Ausbildungskonferenz Mitte Juli in Stuttgart. In Anwesenheit des spanischen Bildungsministers José Ignacio Wert Ortega und seiner deutschen Amtskollegin Annette Schavan diskutierten rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Bildungsträgern, Sozialpartnern sowie Unternehmen, die sich bereits in Spanien aktiv in der Ausbildung engagieren, über konkrete Wege, wie möglichst großflächig duale Ausbildungsstrukturen in Spanien eingeführt werden können. Moderiert wurde das Treffen vom Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser. Das BIBB sagte seine Unterstützung zur Umsetzung der deutsch-spanischen Absichtserklärung zu, in der zwischen den beiden Ministerien gemeinsame Studien und Fachmaterialien, Expertenworkshops, der Austausch von Bildungspersonal sowie die Nutzung europäischer Programme vereinbart wurden.


Bereits im Vorfeld der deutsch-spanischen Ausbildungskonferenz hatte das BIBB seine Expertise in sogenannten Regionalkonferenzen eingebracht, die von den autonomen spanischen Regionen Baskenland und Asturien veranstaltet wurden. Dort, wie auch in Stuttgart, zeigte sich wieder, dass es bereits gute Ansätze dualer, praxisorientierter Ausbildung in Spanien gibt. Hervorzuheben ist hier zum Beispiel das seit 30 Jahren bestehende ASET-Modell, in dem junge Menschen in Madrid und Barcelona einen Abschluss der Außenhandelskammer (AHK) in deutschen kaufmännischen Berufen erwerben können. Nun müsse es darum gehen, so der Tenor der Konferenz in Stuttgart, aus diesen singulären Modellen systematische Lösungen zu entwickeln.

 

Foto: Wert Ortega / Schavan
Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan / Bildungsminister José Ignacio
Wert Ortega v.r.n.l.
(Foto: Christian Hass)


Der spanische Bildungsminister Wert Ortega betonte in seinen Beiträgen, dass er das Thema auf die europäische Ebene heben möchte. Mit dem europäischen Programm für das Lebenslange Lernen (PLL), der Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) und der Erprobung des Europäischen Leistungspunktesystems (ECVET) identifizierte BIBB-Präsident Esser hierzu gleich mehrere Ansatzpunkte. "Die Konferenz", so Esser in seinem Fazit, "hat einen wichtigen Impuls für die Europäisierung der dualen beruflichen Bildung gegeben."


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Letzte Änderung: 23.07.2012


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