Die Meisterausbildung in Deutschland - im Fokus des koreanischen Partnerinstituts KRIVET
Ilona Medrikat
Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem koreanischen Partnerinstitut KRIVET (Korea Research Institute for Vocational Education & Training) fand vom 6.-9.11.2012 ein Workshop zum Thema "Meisterausbildung in Deutschland" in Kooperation mit der Handwerkskammer (HWK) Region Stuttgart statt.
Dank der Dreieckskooperation BIBB-KRIVET-HWK Region Stuttgart konnten die von KRIVET entsandten Wissenschaftler Dr. Sun-Tea Kim und Dr. Sun Yee Hong in einem sehr intensiven Erfahrungsaustausch mit zahlreichen Expertinnen und Experten die verschiedenen Ansätze beider Berufsbildungssysteme und ihre derzeitigen Herausforderungen analysieren und diskutieren.

Foto: BIBB
v.l.n.r: Michael Wiechert (BIBB), Dr. Sun Yee Hong und Dr. Sun-Tae Kim (KRIVET) im Gespräch im BIBB

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Dr. Sun-Tea Kim (KRIVET) bei der Begrüßung durch Hauptgeschäftsführer Claus Munkwitz in der HWK Region Stuttgart
Da der "Meister" fest im deutschen dualen System verankert ist, konzentrierten sich die Gespräche von Dr. Kim und Dr. Hong im BIBB zunächst auf die Grundlagen des Systems sowie auf spezielle Fragen nach der Ordnung der Berufsbildung, den gesetzlichen Grundlagen und die Einbeziehung der Sozialpartner in die Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse. Der Schwerpunkt des Besuchs bei der HWK Region Stuttgart lag hingegen auf der Rolle der Kammern im Berufsbildungssystem, insbesondere der Handwerkskammern, sowie auf dem Aufbau der deutschen Meister-Fortbildung, staatlichen Fördermechanismen und dem gesellschaftlichen Stellenwert des "Meisters" in Deutschland.

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Frau Dr. Sun Yee Hong (KRIVET) informierte sich beim Besuch der Werkstätten der Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart über die Inhalte des Ausbildungsberufes Installateur und Heizungsbauer
Zahlreiche Gespräche mit Ausbildern/Meistern und Schulungsleitern in staatlichen, privaten sowie von der Innung geführten Lehrstätten vertieften das Verständnis bei den koreanischen Gästen. Durch den Besuch im Daimler Global Training Center konnten sie die Sicht eines Unternehmens auf das duale System kennenlernen.
Bei den deutschen Partnern trugen die Präsentationen der beiden Wissenschaftler erheblich zum Verständnis der Komplexität des koreanischen Systems bei.
Der Workshop vollzog sich im Rahmen des seit 2010 regelmäßig stattfindenden intensiven Austauschs zwischen beiden Partnerinstitutionen.




