Regionalveranstaltung der Skills Initiative in Ohio
Maren Verfürth
Am 5. Dezember 2012 fand eine vom Gouverneur von Ohio, J. Kasich, und dem Deutschen Botschafter in den USA, P. Ammon, gemeinsam initiierte Regionalveranstaltung im Rahmen der "Skills Initiative" statt, an der neben 14 Geschäftsführern deutscher Unternehmensniederlassungen (u.a. Daimler Trucks, Siemens, BASF, Linde, Schaeffler, Wacker Chemie, Exel (DHL), Hugo Boss), auch Leiter verschiedener Community Colleges sowie Vertreter von BIBB, GIZ und der AHK Chicago teilnahmen. Dabei bestätigte sich erneut, dass der Mangel an qualifizierten Fachkräften auch für deutsche Unternehmen in Ohio eine zentrale Herausforderung bei ihren Geschäfts- und Investitionsaktivitäten ist.

Regionalveranstaltung der "Skills Initiative" mit dem Gouverneur von Ohio, J. Kasich, und dem Deutschen Botschafter in den USA, P. Ammon
Wesentliche Ergebnisse und nächste Schritte betreffen die unternehmensseitige Benennung des spezifischen Fachkräftebedarfs, eine Verbesserung des Dialogs zwischen Unternehmen und Community Colleges, die Bewusstseinsschaffung für berufliche Bildung an Schulen sowie vermehrte Praxisangebote von Unternehmen für Praktikanten und Studenten. Alle Teilnehmer begriffen das Zusammentreffen als Beginn eines dringend erforderlichen Prozesses zur engeren Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Administration und Bildungsanbietern zur Überwindung des Fachkräftemangels. Zentraler Ansatzpunkt ist die verbesserte Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung nach dem Vorbild des deutschen dualen Ausbildungssystems.
Die Kasich-Administration verfolgt einen pragmatischen Ansatz zur Verbesserung der Investionsbedingungen und deren Vermarktung in und für Ohio. Dazu hat Kasich kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2011 die Wirtschafts- und Standortförderungsgesellschaft "JobsOhio" gegründet. Während seiner Amtszeit hat sich Ohio zu einem der am dynamischsten wachsenden Bundesstaaten der USA entwickelt. Im Zeitraum von Oktober 2011 bis Oktober 2012 belegte Ohio mit 96.500 neu geschaffenen Arbeitsplätzen Platz vier hinter Kalifornien (295.300), Texas (277.400) und New York (134.500). Unabhängig davon scheint Ohio für deutsche Unternehmen nicht zuletzt wegen seiner geographisch günstigen Lage auch künftig ein investitionsfreundliches Umfeld zu bieten.
Der Roundtable in Columbus fand im Rahmen der "Skills Initiative" der Botschaft statt. Diese zielt auf die Verbesserung der Investitionsbedingungen für deutsche Unternehmen in den USA und hat die Stärkung des Kooperationsgedankens bei der Ausbildung von Fachkräften zwischen Unternehmen und Ausbildungsanbietern, v.a. lokalen Community Colleges in Anlehnung an das duale Ausbildungssystem in Deutschland zum Gegenstand.




