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Spezialtiefbauer/Spezialtiefbauerin

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Berufsbezeichnung

Spezialtiefbauer/Spezialtiefbauerin*
Anerkannt durch Verordnung vom 2. Juni 1999 (BGBl. I S. 1102)

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Arbeitsgebiet

Spezialtiefbauer und Spezialtiefbauerinnen arbeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung und Instandsetzung auf unterschiedlichen Baustellen, zum Beispiel bei Brücken, im Gewerbe- und Industriebau, bei Hochhäusern, bei unter- und überirdischen Verkehrswegen oder beim Bau von Deponien. Sie stellen tiefe Baugruben, Gründungselemente, Verbauelemente, Verankerungssysteme und Unterfangungen her und führen Bodenverdichtungen und Bodenverbesserungen durch.

Berufliche Fähigkeiten

Spezialtiefbauer und Spezialtiefbauerinnen führen diese Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und von Arbeitsaufträgen allein und in Kooperation mit anderen selbständig durch. Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, stimmen sich mit den am Bau Beteiligten ab, richten Baustellen ein, ergreifen Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsablaufes, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbei sowie zum Umweltschutz auf der Baustelle. Sie prüfen ihre Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung, dokumentieren sie, führen qualitätssichernde Maßnahmen durch, berechnen die erbrachte Leistung und übergeben die geräumte Baustelle.

Im Zusammenhang mit den nachfolgend aufgeführten Tätigkeiten setzen Spezialtiefbauer und Spezialtiefbauerinnen Geräte und Maschinen ein, bauen Arbeits-, Schutz- und Traggerüste auf und ab und messen Bauwerke und Bauteile ein.

Spezialtiefbauer und Spezialtiefbauerinnen

  • führen Aushubarbeiten durch, verbauen Baugruben und Gräben, verfüllen und verdichten Bodenmassen und legen Böschungen an,
  • führen Wasserhaltungsmaßnahmen durch,
  • untersuchen den Baugrund, entnehmen Bodenproben, prüfen und bezeichnen sie und führen Schichtenverzeichnisse,
  • stellen Bohrungen her, beispielsweise zum Ausbau für Tragelemente, zur Untersuchung des Baugrundes, zur Wassergewinnung und Wassereinleitung und zur Grundwasserabsenkung,
  • setzen Bohrgeräte ein und wenden unterschiedliche Bohrverfahren an,
  • bauen Bohrungen zu Brunnen aus,
  • verlegen Rohrleitungen und bauen zugehörige Armaturen ein,
  • bauen Fertigteile im Brunnen- und Rohrleitungsbau ein,
  • installieren Wasserförderungsanlagen,
  • stellen Abschlußbauwerke für Grundwassermessstellen her,
  • stellen Pfähle und Ankersysteme her,
  • führen Injektionsarbeiten durch,
  • führen Ramm-, Rüttel- und Vibrationsarbeiten durch,
  • verbessern den Baugrund und
  • halten Geräte, Anlagen und Maschinen für den Spezialtiefbau instand.

Darüber hinaus führen Spezialtiefbauer und Spezialtiefbauerinnen angrenzende Arbeiten in den Gewerben des Hochbaus durch.

Letzte Änderung: 11.12.2006



Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
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