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02/2020 | 20.05.2020
 
 
 
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Auswirkungen der Corona-Krise auf die duale Berufsausbildung

 

Schon jetzt ist abzusehen, dass die Corona-Pandemie in diesem Jahr auch den Ausbildungsstellenmarkt nicht verschonen wird. „Und dort“, so erklärte es BIBB-Präsident Esser Anfang Mai, „wo die ökonomischen Verwerfungen tiefgreifender sind, ist die Gefahr einer nachlassenden Ausbildungsbereitschaft besonders hoch.“ In einer aktuellen Veröffentlichung hat das BIBB nunmehr untersucht, welche Konsequenzen die wirtschaftlichen Einbrüche für die Berufsausbildung im dualen System mit sich bringen. Zudem stellt die Analyse anhand von Annahmen zur möglichen Entwicklung der Wirtschaft verschiedene Szenarien vor, wie sich das Ausbildungsstellenangebot und die -nachfrage in diesem Jahr ausprägen könnten. Darüber hinaus wird dargelegt, welche Ausbildungsberufe und welche Schulabgängergruppen von der Corona-Krise am stärksten betroffen sein könnten und welche Handlungsmöglichkeiten für die Politik hieraus abgeleitet werden können. Dabei sind alle Akteure der beruflichen Bildung in den kommenden Wochen und Monaten bestrebt, gemeinsam das Übergreifen der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt zu verhindern beziehungsweise so weit wie möglich abzumildern.

 
 
 
 

Weitere Inhalte

 
 
 
 
 
 
 

BWP 2/2020 zum Thema „Qualifizierung in der Pflege“ erschienen

 

Das Pflegeberufegesetz sieht zahlreiche Änderungen für die Pflegeausbildungen vor. Bundeseinheitliche Rahmenpläne dienen den Ländern, Bildungsträgern und Pflegeschulen als Orientierung für die Entwicklung der Curricula und Ausbildungspläne. Zudem enthält das Gesetz unter anderem auch Regelungen zur hochschulischen Erstausbildung und zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse. Die neue Ausgabe der BIBB-Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“ geht der Frage nach, wie sich durch diese Neuerungen die Qualifizierung in der Pflege verändern wird und wie die praktische Umsetzung begleitet werden kann.

 
 
 
 

Überbetriebliche Berufsausbildung in Corona-Zeiten

 

Aufgrund der Erfahrungen mit der Corona-Pandemie kommt digitalen Lernangeboten ein noch höherer Stellenwert zu. Auch für den Lehrbetrieb von Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) gibt es einige Online-Angebote, die in der ÜBS-Förderung entwickelt wurden und bundesweit genutzt werden können. Zeitgleich müssen in den Bildungsstätten digitale Technologien beschafft, Lernszenarien modernisiert und das Bildungspersonal qualifiziert werden, um neue Technologien gewinnbringend in die Ausbildungskurse zu integrieren. Die konzeptionelle Ausgestaltung überbetrieblicher Ausbildungskurse bleibt - gerade auch in Corona-Zeiten - von hoher Bedeutung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert zu diesem Zweck mit dem vom BIBB durchgeführten Sonderprogramm „ÜBS-Digitalisierung“ neue Projekte. Die ÜBS können ihre Projektideen beim BIBB einreichen. Die nächste Antragsfrist ist der 30. Juni 2020.

 
 
 
 
© Barbara Kiepenheuer-Drechsler
 

Jugendberufsagenturen – eine erfolgreiche Form der Kooperation

 

In einer Jugendberufsagentur können Arbeitsagenturen, Jobcenter und Jugendämter die abgestimmte Beratung junger Menschen organisieren. Barbara Kiepenheuer-Drechsler vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) stellt in ihrem Beitrag für die BIBB-Fachstelle „überaus“ diese gelingende Form der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit vor, die sich durch eine ganzheitliche Sichtweise auf den Fall und eine lösungsorientierte, abgestimmte Vorgehensweise im Sinne der ratsuchenden jungen Menschen auszeichnet.

 
 
 
 

Praxisleitfaden „Berufsorientierung und -vorbereitung für Zugewanderte“

 

Der neue Leitfaden des BIBB dient als Orientierungs- und Handlungshilfe für Projekte im Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)“ und ähnliche Unterstützungsangebote, um zukünftige Auswahlprozesse zuverlässig, transparent und mit Hilfe standardisierter Verfahren durchzuführen. Damit ist das Ziel einer verbesserten Vermittlung in Ausbildung beziehungsweise Einstiegsqualifizierung verbunden. Die Publikation kann kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen oder in gedruckter Version bestellt werden.

 
 
 
 

KAUSA-Elternratgeber jetzt in 15 Sprachen

 

Der Elternratgeber der Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA) im BIBB wurde aktualisiert und steht nunmehr in 15 Sprachen zur Verfügung. Eltern mit Migrationshintergrund finden hier ausführliche Informationen über die duale Ausbildung in Deutschland. Neben Deutsch gibt es folgende Sprachversionen: Arabisch, Bosnisch/Serbisch/Kroatisch, Bulgarisch, Chinesisch, Dari/Farsi (Persisch), Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Der Elternratgeber kann kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen oder in gedruckter Version bestellt werden. KAUSA unterstützt Selbstständige mit Migrationshintergrund, junge Geflüchtete, Jugendliche und deren Eltern in allen Fragen rund um eine duale Ausbildung.

 
 
 
 

BIBB veröffentlicht Datenreport 2020

 

Das BIBB hat den Datenreport 2020 in einer vorläufigen Fassung veröffentlicht. Er zeigt die Ausbildungsbilanz für das Jahr 2019 und somit die Ausgangslage der beruflichen Bildung vor der Corona-Pandemie. Der Datenreport des BIBB ergänzt seit 2009 den jährlichen Berufsbildungsbericht der Bundesregierung. Dieser war kurz vor der Veröffentlichung des Datenreports vom Bundeskabinett beschlossen worden. Zum Berufsbildungsbericht 2020 der Bundesregierung hat der BIBB-Hauptausschuss zudem eine gemeinsame Stellungnahme verabschiedet.

 
 
 
 
 
 

Qualifizierung des Berufsbildungspersonals in der beruflichen Bildung behinderter Menschen

 

Für die Teilhabe und Inklusion behinderter Menschen in berufliche Bildung und Beschäftigung kommt dem qualifizierten Berufsbildungspersonal entscheidende Bedeutung zu. Wie deren jeweilige Qualifizierung anforderungsgerecht aussehen könnte, thematisiert ein neues Wissenschaftliches Diskussionspapier des BIBB mit dem Titel „Qualifizierung des Berufsbildungspersonals in der beruflichen Bildung behinderter Menschen“. Mit Einzelbeiträgen aus fünf unterschiedlichen Perspektiven relevanter Akteurinnen und Akteure aus der beruflichen Bildung wird ein aktiver Beitrag zur Intensivierung der Fachdiskussion geleistet.

 
 
 
 
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BIBB startet Serie zu systemrelevanten Ausbildungsberufen

 

Die Corona-Krise zeigt, dass bestimmte Berufe für die Grundversorgung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind: intensivmedizinische Versorgung in den Krankenhäusern, die Bereitstellung von Gütern des täglichen Lebens im Einzelhandel oder der öffentliche Nahverkehr, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Für viele dieser Tätigkeiten gibt es attraktive Ausbildungsangebote der beruflichen Bildung. Auf einer neuen Übersichtsseite stellt das BIBB in einer Serie regelmäßig Ausbildungsberufe mit Systemrelevanz vor. Dazu gehören neben Berufen in der Pflege oder im Einzelhandel zum Beispiel auch Berufe in der Textilindustrie, die vielleicht erst auf den zweiten Blick als systemrelevant erkannt werden.

 
 
 
© Shironosov - iStockphoto
 

Neue Ausbildungsordnungen zum 1. August 2020

 

Zum 1. August 2020 treten neue Ausbildungsordnungen für den Ausbildungsberuf „Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement“ sowie die drei Laborberufe „Chemie-, Biologie- und Lacklaboranten und -laborantinnen“ in Kraft.

 
 
 
 
© Ralph Larmann
 

Neue Fortbildungsregelungen für den Einzelhandel sowie die Medien- und Veranstaltungsbranche

 

Um innerhalb der beruflichen Bildung weitere Karriereperspektiven für junge Erwachsene nach ihrer Ausbildung zu eröffnen, hat das BIBB gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien sowie den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis neue Fortbildungsregelungen für den Einzelhandel sowie die Medien- und Veranstaltungsbranche erarbeitet.

 
 
 
 
 

Aktuelle Büroausbildung stößt auf große Akzeptanz

 

Der 2014 neu eingeführte dreijährige Ausbildungsberuf „Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement“, in dem seinerzeit die bis dahin geltenden drei dualen Büroausbildungsberufe zusammengeführt worden sind, hat sich nach Auffassung einer Mehrheit der beteiligten Akteure aus der beruflichen Bildung bewährt. Das ist ein Ergebnis einer Evaluation des BIBB im Auftrag des Bundeswirtschafts-, des Bundesbildungs- sowie des Bundesinnenministeriums. Von den beteiligten Ministe-rien wurde beschlossen, die zunächst bis Ende Juli 2020 eingeführten Regelungen der Erprobungsverordnung zu verlängern, so dass eine Modernisierung der Ausbildungsordnung in Angriff genommen und deren Inhalte dann in Dauerrecht überführt werden können.

 
 
 
 
 

iMOVE mit neuem Internetauftritt

 

iMOVE präsentiert sich im Internet ab sofort mit einem neuen Gesicht. Unter Anwendung neuester Technik und modernstem Layout folgen das deutsche und das englische Internetportal konsequent der Linie „mobile first“. Das englische Portal wurde darüber hinaus neu strukturiert. Mit den Neuerungen sind die IMOVE-Portale für die Nutzung mobiler Endgeräte, die insbesondere im internationalen Kontext große Bedeutung haben, bestens gerüstet. iMOVE ist die Exportinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Als Arbeitsbereich im BIBB unterstützt iMOVE deutsche Bildungsanbieter bei der Erschließung internationaler Märkte mit einem umfangreichen Serviceangebot. Mit „Training – Made in Germany“ wirbt iMOVE im Ausland für deutsche Kompetenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

 
 
 
 
 

iMOVE-Exportmagazin 1/2020 erschienen

 

Die neueste Ausgabe des Magazins „xPORT“ von iMOVE im BIBB mit dem Schwerpunktthema „Bildung 4.0“ steht ab sofort auf der iMOVE-Internetseite als Download zur Verfügung. Zehn Autorinnen und Autoren aus dem iMOVE-Netzwerk deutscher Bildungsexporteure haben dazu mit ihren Erfahrungen und Empfehlungen beigetragen.

 
 
 
 

BIBB-INFO aktualisiert

 

Das Faltblatt „BIBB-INFO“ gibt einen ersten Überblick über die Aufgaben, die inhaltlichen Themen sowie den Organisationsaufbau des BIBB. Es richtet sich an eine breite (Fach-)Öffentlichkeit. Die 5., aktualisierte Ausgabe in deutscher Sprache ist jetzt erschienen.

 
 
 
 
© re:publica
 

BIBB goes remote

 

Am 7. Mai fand die „re:publica“, nach eigenen Angaben die größte Konferenz der digitalen Gesellschaft in Europa, aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie erstmals rein virtuell im digitalen Exil statt. Unter dem Motto „ASAP re:mote“ diskutierten Expertinnen und Experten einen Tag lang auf der eigens neu geschaffenen Medienplattform re-publica.tv auf insgesamt vier Kanälen aktuelle gesellschaftspolitische Fragen. Auch das BIBB war mit dabei. Präsident Esser äußerte sich im Interview zur aktuellen Situation der beruflichen Ausbildung in Corona-Zeiten.

 
 
 
 
 

Wettbewerb um „Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung 2020“ eröffnet

 

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat unter dem Motto „Geht nicht – gibt’s nicht! Bildungseinrichtungen zeigen und fördern Problemlösekompetenz“ den Wettbewerb um den „Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung 2020“ gestartet. Bis zum 16. August 2020 können Bildungseinrichtungen mit ausgeprägter Problemlösekultur ihre Bewerbungen in einer der vier Kategorien „Frühkindliche Bildung“, „Schulische Bildung“, „Berufliche Bildung“ oder „Hochschulische Bildung“ einreichen. Eine Jury von Bildungsexpertinnen und -experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Stiftungswesen und Politik wird die Preisträger auswählen.

 
 
 
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Verantwortlich:
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Redaktion:
Andreas Pieper, Redaktionsassistenz: Christina Hirsch, Ansgar Skoda

 
 
 

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